KSC beweist Moral: Punktgewinn in Kaiserslautern
Der 11. Spieltag führte den KSC auf den Betzenberg zum Spiel gegen den 1. FC Kaiserslauten. Vor 45293 Zuschauern lieferten sich beide Mannschaften in einer umkämpften Zweitligabegegnung einen heißen Tanz, bei dem der KSC durch die Tore von Manuel Torres und Koen van der Biezen zweimal eine Führung des Gegners egalisierte und so zu einem insgesamt leistungsgerechten 2:2 (1:1)- Unentschieden kam.

Aus dem Fritz-Walter-Stadion berichtet Matthias Hahn
Zwei personelle Veränderungen gab es in der blau-weißen Startformation. Für Selcuk Alibaz, der nach auskurierten Adduktorenproblemen zunächst auf der Bank Platz nahm, spielte Michael Vitzthum auf der linken Mittelfeldseite. Dahinter agierte im defensiven Bereich Dominik Peitz an der Seite von Reinhold Yabo.
Das Team von Kosta Runjaic erwischte einen starken Auftakt, setzte die KSC-Abwehr von Beginn an gehörig unter Druck und erspielte sich bereits in den Anfangsminuten beste Möglichkeiten. Keine zehn Minuten waren gespielt, da hatte Dirk Orlishausen seine Mannschaft bereits mit der einen oder anderen Glanzparade vor einem frühen Rückstand bewahrt. So parierte er zunächst einen stramm geschossenen Freistoß von Chris Löwe (2.), stand beim Schuss von Mohamadou Idrissou (5.) aus etwa 13 Metern richtig und behielt auch nach einer Flanke von Florian Dick sowie dem Kopfball von Idrissou (8.) die Übersicht. Da es dem KSC überhaupt nicht gelang, in der Offensive für Entlastung zu sorgen, war die Führung für den FCK in der 20. Minute nur die logische Folge des Spielverlaufs. Nach einem Eckball von Karim Matmour stand Jan Simunek am zweiten Pfosten völlig frei, um die Kugel aus nächster Nähe mit einer Volleyabnahme in die Maschen einzuschießen. Der KSC, der vom Offensivfeuerwerk der Roten Teufel etwas überrascht schien, benötigte ganze 25 Minuten, ehe Dimitrij Nazaraov mit seinem Torschuss aufs gegnerische Gehäuse ein erstes Karlsruher Lebenszeichen zeigte. Gegen Mitte der ersten Hälfte war der KSC dann aus seinem Tiefschlaf erwacht und beteiligte sich zunehmend am Spielgeschehen. Nach einer Hereingabe von Dennis Kempe wäre in der 35. Minute sogar der Ausgleich drin gewesen, doch Koen van der Biezen kam gegen Marc Torrejon einen Tick zu spät an den Ball und verpasste so die Großchance. Der KSC war nun zurück im Spiel und drauf und dran, ein Tor zu erzielen. Dies gelang auch in der 39. Minute und zwar auf kuriose Art und Weise. Nach einem Steilpass von Kempe landete der Ball im Strafraum bei Manuel Torres, der bei der Ballannahme zunächst etwas wegrutschte, sich dann jedoch im Zweikampf mit Torrejon durchsetzte und Glück hatte, dass FCK-Keeper Tobias Sippel den Ball ungewollt mit dem Rücken über die Torlinie beförderte. So stand es zur Halbzeit aus Karlsruher Sicht zwar etwas glücklich, aber nicht unverdient 1:1-Unentschieden.
Die erste Möglichkeit im zweiten Spielabschnitt hatte die Kauczinski-Elf nach einem Freistoß von Nazarov in der 49. Minute. Sippel konnte den in die rechte Torecke platzierten Schuss gerade noch zur Seite abwehren. Beide Mannschaften begegneten sich nun auf Augenhöhe und es entwickelte sich eine sehr unterhaltsame Zweitligapartie, die viele Strafraumszenen zu bieten hatte. Eine davon erspielte sich der Gastgeber in der 58. Minute, in der Torrejon Orlishausen mit einem Kopfball auf die Probe stellte. Der KSC-Keeper meisterte diese mit einer weiteren Glanzparade. Drei Minuten später war er dann jedoch chancenlos und musste mitansehen, wie die Roten Teufel nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum des KSC durch den eingewechselten Willi Orban mit 1:2 in Führung gingen. Die Reaktion der Blau-Weißen ließ nicht lange auf sich warten und so gelang in der 72. Minute erneut der Ausgleich. Nach einem Pass von Reinhold Yabo behauptete van der Biezen im Strafraum den Ball und schob an Sippel vorbei zum 2:2 ein. Doch Kaiserslautern schien sich mit diesem Ergebnis nicht zufrieden geben zu wollen und kam immer wieder brandgefährlich vor das KSC-Tor. So auch in der 79. Minute, in der der Ex-Karlsruher Simon Zoller nach einem Flachschuss in die rechte Ecke in Orlishausen seinen Meister fand. Die Schlussminuten hatten es noch einmal in sich, denn beide Teams spielten auf Sieg. Vor allem die Gastgeber ließen beste Möglichkeiten ungenutzt und scheiterten ein ums andere Mal am besten Karlsruher Dirk Orlishausen, der seiner Mannschaft mit zahlreichen Glanzparaden einen wichtigen Auswärtspunkt sicherte.











