Eichner: "Jeder lechzt darum, wieder um Punkte zu spielen"
Exakt drei Wochen ist es her, dass wir euch das letzte Mal mit einem Vorbericht versorgen konnten... zum Glück ist die Wartezeit vorbei! Morgen startet das Team von Christian Eichner in die finale Phase der Saison 2020/21. Das erste von insgesamt sieben Spielen startet am Freitagabend um 18:30 Uhr gegen die akut abstiegsbedrohten Kickers aus Würzburg. Zusammen mit unserem Chefcoach und seinem Captain Jerôme Gondorf blicken wir auf die morgige Partie voraus.

Die kommende Partie
Unser Hinspiel in Würzburg war wahrscheinlich eines der kuriosesten Spiele unserer Hinrunde. Wir gewannen mit 4:2, erzielten aber an diesem Tag alle sechs Treffer selbst. Marvin Wanitzek erzielte gleich drei Tore, zwei ins richtige, eins ins falsche. Gleichzeitig war diese Partie der Startschuss in einen goldenen Januar. Fünf Spiele folgten, von denen vier gewonnen wurden. Unter anderem gegen Kiel, Fürth und Bochum. Der Grundstein für unseren vorzeitigen Klassenerhalt!
Mittlerweile steht der 31. Spieltag an und die Würzburger Kickers stehen derart mit dem Rücken an der Wand, wie man nur stehen kann. 20 Punkte haben die Unterfranken auf der Sollseite, zehn weniger als Osnabrück auf Rang 15, also dem rettenden Ufer. Der Mann, der das Schiff noch in den Hafen 2. Fußball-Bundesliga lenken soll, ist Ralf Santelli. Mittlerweile der vierte Steuermann in dieser Spielzeit. "Sie waren in vielen Spielen in der Lage Punkte zu holen. Sie haben zum Beispiel den HSV geschlagen. Das ist sinnbildlich für diese Liga, in der Vieles möglich ist. Wovon wir ausgehen können, ist, dass morgen eine der letzten Möglichkeiten für diesen Club ist, die Liga doch noch zu halten. Die Mannschaft wird voll aus Sieg spielen."
Und genau das werden nicht nur die Würzburger, sondern auch unsere Karlsruher machen. "Jeder lechzt darum, wieder um Punkte zu spielen", gibt Eichner eine Wasserstandsmeldung über die mentale Verfassung seines Teams. "Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass wir morgen die drei Punkte hierbehalten können", stimmt Kapitän Gondorf in die gleiche Richtung mit ein. Auf die Frage nach der hohen Belastung der nächsten Tage, antwortet unser Cheftrainer mit seinem bekannten Lächeln auf den Lippen: "Ich glaube, dass alle drei Tage ein Spiel zu haben, ein Geschenk für die Spieler ist. Da müssen sie nicht so viel trainieren."
KSC-Personal
Der Kader konnte bekanntlich von Mittwoch an wieder gemeinsam trainieren - auch Babacar Gueye und sogar Janis Hanek konnten Teile des Mannschaftstrainings mitmachen. Auf Christian Eichner wartet also wieder einmal die "Qual der Wahl" bei der Kaderzusammenstellung. Auf eine Rotation wollte er sich trotz der anstehenden Belastung nicht festlegen. "Wir haben ein sehr gutes Gerüst entwickelt und werden punktuell den ein oder anderen frischen Spieler auf dem Platz sehen. Vielleicht auch mal eher als sonst, es kann auch mal ein Dreifach-Wechsel sein." Für Prognosen der kommenden Wochen sei es ohnehin zu früh sagt auch sein Kapitän: "Wir werden morgen sehen, wie unser Körper das verkraftet und regeneriert. Ich glaube schon, dass man das in Phasen merken wird. Vielleicht müssen wir sowas wie Pressing ein bisschen herunterschrauben teilweise."
Die Lage in Liga 2
Eine wahre Aussagekraft hat die aktuelle Zweitliga-Tabelle bei weitem nicht. Nur acht der 18 Teams haben die eigentlich vorgesehenen 30 Partien bestritten. Wir haben erst 27, Kiel gar erst 26. Tendenzen sind dennoch erkennbar. Bochum rangiert mit 60 Punkten an der Tabellenspitze und ist fest auf Kurs in Richtung Bundesliga. Wenn der VfL am Montag in Darmstadt (20:30 Uhr) dreifach punkten sollte, dürfte dem Aufstieg nichts mehr im Wege stehen. Hamburg (Sonntag in Regensburg), Fürth (Sonntag in St. Pauli) und Kiel (Samstag in Osnabrück) dürften den anderen direkten Aufsteiger unter sich ausmachen. Am unteren Ende der Tabelle hat sich ein Vierkampf um den rettenden 15. Platz entwickelt. Sandhausen kommt jetzt erst aus der Quarantäne und hat ein mehr als happiges Restprogramm. Unser Gegner aus Würzburg steht mit 20 Punkten mit dem Rücken zur Wand und muss gegen uns gewinnen, falls der Abstieg noch irgendwie verhindert werden soll.












