Der Spielbericht zur zweiten Pokalrunde

1:3-Niederlage: KSC scheidet gegen Mönchengladbach aus

DFB-Pokal von Jan Hoffmann

Die zweite Runde des DFB-Pokals führte unseren KSC zum Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Im Spielbericht gibt es die 1:3-Niederlage zum Nachlesen.

Beifus nach dem Gegentreffer

Christian Eichners Taktik

Nach dem erfolgreichen Auswärtsspiel in Fürth musste Cheftrainer Christian Eichner für das Pokalduell in Mönchengladbach eine Änderung vornehmen. Dauerläufer Dzenis Burnic reiste aufgrund von Vaterfreuden nicht mit an den Niederrhein, seinen Kaderplatz nahm Meiko Wäschenbach ein. In die Startelf rückte indes Andreas Müller, der hinter Marvin Wanitzek und Lilian Egloff auf der tief stehenden Sechs auflief. In vorderster Reihe agierten erneut Fabian Schleusener und Philipp Förster als Doppelspitze, die Abwehrkette bildeten David Herold, Marcel Beifus, Nicolai Rapp und Rafael Pinto Pedrosa. Zwar noch nicht von Anfang an auf dem Feld, aber dafür erstmals seit fünf Wochen im Kader stand Marcel Franke, der sich von seinen muskulären Problemen erholt hat.

Die Zahl des Spiels: 5.233 + x

Der Gästeblock war restlos ausverkauft und auch die angrenzenden Blöcke waren klar in Blau und Weiß gefärbt. Vielen Dank für diesen unglaublichen Support an einem Dienstagabend in Mönchengladbach!

Das Spiel in der Zusammenfassung

Fehlstart für Blau-Weiß

Die in den Pokaltrikots auflaufende Eichner-Elf hatte sich für die Anfangsphase des Flutlichtabends viel vorgenommen. Nach gerade einmal drei Spielminuten kassierte Blau-Weiß allerdings einen bitteren Nackenschlag. Im Aufbauspiel fehlte es einem Pass von Andi Müller an Präzision, sodass sich die Borussia die Kugel schnappte und schnell auf die rechte Offensivseite verlagerte. Dort spielte Haris Tabakovic einen scharfen Pass von der Grundlinie in den Fünfmeterraum auf Shuto Machino, der nur noch einschieben musste. Auf die Gladbacher Führung folgte wenig später beinahe der zweite Treffer, Nicolai Rapp konnte eine erneute Tabakovic-Hereingabe aber vor dem einschussbereiten Honorat klären (5.).

Borussia lässt nicht locker

Die in der Liga krisengebeutelte Fohlen-Elf erhöhte daraufhin weiter den Druck und wollte unbedingt den nächsten Treffer nachlegen. Der konzentrierten Innenverteidigung und dem wachsamen Hansi Bernat sei Dank fiel das Ergebnis nach der Anfangsviertelstunde nicht schon höher aus. Der KSC war indes um Anschluss bemüht, schaffte es allerdings kaum aus der eigenen Hälfte heraus.

Marvin Wanitzek, Denker und Lenker

Rund 20 Minuten waren verstrichen, da fand die Eichner-Elf in den Pokalabend und konnte der Partie zunehmend ihren Stempel aufdrücken. Dreh- und Angelpunkt unseres Spiels war Kapitän Marvin Wanitzek, der im Zusammenspiel mit David Herold und Philipp Förster für Toraktionen sorgte. Ein Abschluss unseres linken Außenverteidigers mit seinem rechten Fuß blockten die Hausherren allerdings gekonnt ab (24.), vier Zeigerumdrehungen später legte Förster dann souverän auf unsere Nummer zehn ab, der Borussia-Keeper Nicolas mit seinem Distanzschuss zum Eingreifen zwang (28.). Der darauffolgende Eckstoß sorgte für Chaos im Mönchengladbacher Strafraum, das Herold mit einem gezielten Schuss zum vermeintlichen 1:1 ausnutzte. Zuvor hatte Schiedsrichter Dankert jedoch aufgrund eines Karlsruher Handspiels die Aktion abgepfiffen.  

Großchancen vor der Pause

Das Oberwasser des Bundesligisten war passé, der badische Gegenwind wurde stärker. Die vorderste Linie übte in dieser Phase im Spiel gegen den Ball hohen Druck auf die Borussia aus, woraus ein Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte hervorging. Egloff dribbelte daraufhin alleine auf das Tor von Moritz Nicolas, scheiterte jedoch im Eins-gegen-eins am stark parierenden Schlussmann (40.). Sekunden vor dem Halbzeitpfiff zeichnete sich auch der Karlsruher Torhüter nochmal aus und verhinderte mit einer Glanzparade gegen Tabakovic einen höheren Pausenrückstand (45.).

Neue Halbzeit, gleicher Beginn

Zum Start von Halbzeit zwei kamen beide Mannschaften unverändert aus der Kabine. Leider starteten die zweiten 45 Minuten wie die ersten – mit einem Tor für die Hausherren. Zunächst parierte Bernat bärenstark gegen Engelhardt und Machino, den daraus resultierenden Eckstoß köpfte Nico Elvedi jedoch in die Maschen (52.).

Anschluss durch Schleusener

Von dem zweiten Gegentreffer ließ sich Blau-Weiß aber nicht entmutigen, sondern zeigte eine Reaktion. In einem sehenswerten Spielzug flankte Marvin Wanitzek in den Mönchengladbacher Strafraum auf den aufgerückten Rafael Pinto Pedrosa. Beim Schuss des Karlsruher Eigengewächses war Keeper Nicolas zwar noch auf seinem Posten, den Nachschuss verwertete der perfekt positionierte Fabian Schleusener aber zum Anschlusstreffer (59.). Der Pokalflair lag damit nun endgültig in der Luft. Eine spektakuläre Rettungsaktion auf der Linie von Nicolai Rapp hob die Spannung wenig später auf ein noch höheres Level an (61.).

Uhr läuft gegen Blau-Weiß

Mit zunehmender Spieldauer öffnete unser KSC das Visier, wodurch sich für den Bundesligisten Kontermöglichkeiten ergaben. Diese spielte die Borussia über den wieselflinken Frank Honorat aus. Nach 70 Minuten schoss Tabakovic eine Honorat-Flanke jedoch neben das Tor, zwei Minuten später war es dann der Franzose selbst, der eine Hereingabe an die Latte setzte (72.). Im Anschluss war wieder Karlsruhe am Zug, der eingewechselte Simic blieb allerdings sowohl mit seinem Schuss aus der Drehung (77.), als auch nach einem Eckstoß (88.) ohne Erfolg.

Konter führt zur Entscheidung

Die Eichner-Elf warf in den Schlussminuten alles nach vorne, die defensive Restabsicherung wurde aufgehoben. Somit hatte Haris Tabakovic in Folge der vergebenen Simic-Chance in der Konteraktion freien Weg zum Tor, vergab aber zunächst im Duell mit Bernat. Eine Aktion später spielte es der Bundesligist erneut schnell über Tabakovic aus, diesmal mit glücklicherem Ende für den Bosnier – 3:1 (89.). Damit war die Partie entschieden und unser KSC verabschiedete sich in der zweiten Runde aus dem DFB-Pokal.

Fazit & Ausblick

Ein tapferer Kampf der Eichner-Elf wird am Ende nicht belohnt. Blau-Weiß verliert schlussendlich aufgrund von zu einfachen Gegentoren in der Anfangsphase der jeweiligen Halbzeiten gegen die klassenhöhere Borussia. Nichtsdestotrotz scheiden wir erhobenen Hauptes aus dem diesjährigen Pokalwettbewerb aus. Die nächste Chance auf einen Sieg gibt es bereits am Samstag, dann gastiert Tabellenführer Schalke 04 im BBBank Wildpark.

Die Daten zur Partie

Borussia Mönchengladbach: Nicolas – Netz, Elvedi, Sander (90. Scally), Diks – Machino (73. Castrop), Engelhardt, Stöger, (73. Neuhaus) Reitz, Honorat (90. Friedrich) – Tabakovic (90. Mohya)

KSC: Bernat – Herold, Beifus (77. Franke), Rapp (88. Laghrissi), Kobald, Pinto Pedrosa – Wanitzek, Müller (77. Fukuda), Egloff (83. Geller) – Schleusener, Förster (77. Simic)

Tore: Machino (3.), Elvedi (52.), Tabakovic (89.) | Schleusener (59.)

Ergebnis: 3:1

Gelbe Karten: Netz (86.) | Rapp (26.), Geller (85.)

Schiedsrichter: Bastian Dankert

Zuschauende: 48.023

Ort: BORUSSIA-PARK, Mönchengladbach


Match
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