Stationstraining mit den Profis
Fünf Tage für fünf Jahre. So oder so ähnlich könnte man das Prinzip des Jubiläums-Camp der Karlsruher Fußballschule bezeichnen. Anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens bietet das Team um Klaus-Peter Schneider 120 Kindern im Alter von sieben bis vierzehn Jahren die einzigartige Möglichkeit, unter anderem auch mit KSC-Profis zu trainieren.

Zum Auftakt am Montagmittag kam in Dirk Orlishausen, Mirko Schuster, Dennis Mast, Philipp Klingmann, Kai Schwertfeger, Reinhold Yabo, Michael Vitzthum, Dennis Kempe und Silvano Varnhagen nahezu eine komplette Startelf als Trainerteam zum Einsatz.
Jeder verantwortete – teilweise unterstützt von den Trainern der Fußballschule - eine altersspezifisch eingeteilte Trainingsgruppe. Die Torhüter gesellten sich natürlich zu Orlishausen, Karlsruhes Nummer Eins. Dies war die einzige Station, an der das individuelle Torhüterspiel geschult wurde. Für alle anderen Stationen galt: Spielen, spielen, spielen.
Dabei variierten die Stationen vor allem bei der Größe und Anzahl der Tore. Mal spielten klassisch zwei Mannschaften auf zwei gleich große Tore, mal auf ein kleines und ein großes, woanders wiederum auf gleich vier Stück oder aber es spielten zwei Teams auf ein Tor. An Abwechslung mangelte es dabei nicht.
Vitzthum beispielsweise streute immer wieder Eins-gegen-Eins-Duelle ein, bei denen der Torabschluss im Mittelpunkt stand. „Wichtig ist, dass die Kinder Tore erzielen und Spaß haben“, erklärte der Linksverteidiger und machte zugleich eine hohe Motivation bei den Kickern aus. Bei ihnen wie auch bei ihm selbst stehe heute vor allem der Spaß im Vordergrund, fußballerische Fortschritte ließen sich allerdings in der Kürze der Zeit weniger verwirklichen. Kempe wiegelte da etwas ab: „Die Kids stellen Fragen und ich kann ihnen Tipps geben. Für die Umsetzung sind sie dann selber verantwortlich.“
Tatsächlich waren die Profis bemüht, ihren Schützlingen, soviel wie möglich mitzugeben. „Nicht so lange Schritte, kürzer!“, forderte Klingmann immer wieder und Schwertfeger wies seine Jungs wiederholt an, früher draufzugehen.
Dennoch kam es Kempe vor allem darauf an, den Nachwuchsspielern die Freude am Sport zu vermitteln. Die war auch bei den Profis vorhanden, auch wenn das Kraftpaket schmunzelnd zugab: „Ein bisschen unübersichtlich ist es schon, wenn alle wild herumrennen.“ Taktikstunde stand heute eben nicht auf dem Programm.
Viel übersichtlicher wird es am morgigen Dienstag aber nicht werden. Da heißt es nämlich: Alle 120 Teilnehmer (!) gegen den gesamten KSC-Kader. Dann liegt es an den Kids, das heute Gelernte umzusetzen.
Alle Informationen zur KSC-Fußballschule und zu den kommenden Camps gibt es unter ksc-fussballschule.de.











