Ehemaliger Cheftrainer mit 87 Jahren verstorben
Die KSC-Familie trauert um Lothar Buchmann. Der Cheftrainer, der vor allem für den eingeleiteten Umbruch zur Saison 1985 bekannt ist,verstarb am 21. November 2023.

Der gebürtige Breslauer und Trainer aus Leidenschaft war vom 26. März 1985 bis 25. April 1986 als Übungsleiter der Lizenzspielermannschaft beim KSC tätig. Nach dem Abstieg der Blau-Weißen aus der Bundesliga leitete er in der Saison 1985/86 einen Umbruch im Kader des KSC ein. Zum einen lockte er die Akteure Srecko Bogdan, Wolfgang Trapp, Günter Franusch, Lars Schmidt und Milorad Pilipovic in die Fächerstadt und zum anderen integrierte er erfolgreich Reiner Schütterle und Oliver Kreuzer in die erste Mannschaft. Da er fachlich unumstritten war, leistete Buchmann wertvolle Aufbauarbeit für seinen Nachfolger Winfried Schäfer, der die Youngster in die Bundesliga führte und somit ein erfolgreiches Jahrzehnt im Wildpark einläutete.
Trotz fachlicher Kompetenz war der knorrige Typ von Mann bei seinen Spielern wegen seines Jähzornes gefürchtet. Mitunter mischte er bei den Trainingsspielen mit. Dort ging es dann ordentlich zur Sache und so mancher seiner Schützlinge musste im Duell mit ihm schmerzhafte Erfahrungen sammeln. Aktiv war Buchmann beim 1.FSV Mainz 05, Eintracht Bad Kreuznach, VfR Wormatia Worms und VfR Bürstadt am Ball.
Seine größten Erfolge als Trainer waren 1978 der Bundesligaaufstieg mit SV Darmstadt 98, das Halbfinale 1980 im UEFA-Cup mit dem VfB Stuttgart, der DFB-Pokalsieg 1981 mit Eintracht Frankfurt und der Aufstieg in die Bundesliga 1983 mit Kickers Offenbach. Noch im Alter von über 80 Jahren war der Vollblut-Trainer bei kleineren Vereinen im Amateurbereich als Coach zugange.
Er verstarb in der Nacht zum 21. November 2023 an seinem Wohnort Reichelsheim-Kleingumpen im Odenwald. Der KSC wird Lothar Buchmann ein ehrendes Andenken bewahren.
Text: Heiko Räther











