Zweiter Auswärtssieg nach torreichem Fußballabend

Nach einem 4:3 Erfolg im Nachhol Spiel beim FC Saarbrücken hat der KSC die Abstiegsränge der Liga verlassen. In einer ereignisreichen Partie gerieten die Badener zwei Mal in Rückstand, konnten das Spiel aber letztlich drehen.

Von Andreas Eisinger
Nach einem torreichen Spiel durfte sich der Karlsruher SC am Mittwochabend über den zweiten Auswärts Sieg der Saison freuen. Im Nachholspiel beim 1. FC Saarbrücken setzten sich die Badener vor 7.500 Zuschauern mit 4:3 (2:2) durch und verließen die Abstiegsränge der Zweiten Fußball Bundesliga.

Die angeschlagenen Spieler im KSC Lager waren rechtzeitig fit geworden, mit zwei Ausnahmen hatte Edmund Becker bei der Nominierung seiner Anfangs Elf die freie Auswahl. Thomas Kies fehlte mit Grippe, Sean Dundee befindet sich noch immer im Aufbau Training. Der Trainer entschied sich, nur eine Position zu verändern: Christian Hassa kam für Christian Kritzer, den übrigen zehn Akteuren gab Becker die Chance zur Wiedergutmachung. An die gute Leistung der ersten Halbzeit des Essen Spiels konnten die Karlsruher aber nicht anknüpfen und mussten stattdessen einen frühen Rückschlag hinnehmen.

Nach nur 40 Sekunden rappelte es zum ersten Mal in Markus Millers Kasten: Bradley Carnell vertändelte auf der linken Abwehrseite den Ball, Henrich Bencik in der Mitte nutzte den Schnitzer eiskalt aus. Nach 13 Minuten verteilte auch die Hintermannschaft der "Lilien" ein Geschenk an den konsternierten KSC. Alessandro Caruso, früher in Diensten der blau weißen Amateure, bediente Ivan Saenko mit einem fahrlässigen Ballverlust der zog nach innen und setzte einen strammen Schuss zum 1:1 ins lange Eck von FC Schlussmann Peter Eich.

Die erhoffte Sicherheit im Spiel der Badener blieb weiter aus; Ioannis Masmanidis hätte zwar nach Vorarbeit von Saenko (17.) die Führung erzielen können, stattdessen konterten die Hausherren: Gunter Thiebaut nahm den Befreiungsschlag an, probierte es aus der Distanz und durfte zum Torjubel abdrehen (17.). Der frühe Torreigen in einem ansonsten eher schwachen Spiel nahm noch immer kein Ende, Godfried Aduobe traf 5 Minuten später zum ersten Mal im KSC Trikot und steuerte den schönsten Treffer des Abends bei. Masmanidis war mit seinem Distanzschuss noch hängen geblieben, der Ghanaer aber nahm Maß und setzte den Abpraller aus 25 Metern flach in die Maschen.

In der Pause musste Edmund Becker deutliche Worte für das zwar bemühte, aber schwerfällige Auftreten seiner Mannschaft gefunden haben. Nach dem Wiederanpfiff rappelte seine Elf sich auf und drehte das Ergebnis um. Mit einer schönen Doppelpass Kombination hebelten Saenko und Masmanidis die Hintermannschaft der Saarbrückener aus nach Saenkos starkem Pass brauchte Masmanidis aus kurzer Distanz nur noch einzuschieben (51.). Damit war das Spiel längst nicht gelaufen, wieder antworteten die Gastgeber. Nach einer langen Flanke glich Thiebaut aus (77.), den Schluss Akkord setzte aber der KSC: Nach fast 82. Minuten zeigte Schiedsrichter Tobias Welz erstmals für die Gäste zur Eckfahne Masmanidis führte den Standard für den bereits ausgewechselten Saenko aus. Der Ball kam zum für den Russen eingwechselten Seastian Freis. Der hatte genügend Zeit, um die Kugel anzunehmen und mit einem trockenen Schuss den Siegtreffer zu markieren (82).

Durch den Auswärtssieg verlassen die Karlsruher die Abstiegs Ränge und rangieren auf Platz 14 punktgleich mit Rot Weiß Essen. Da Dynamo Dresden im zweiten Nachhol Spiel den 1. FC Köln besiegte, haben die Sachsen nunmehr 31 Zähler auf dem Konto. Will der KSC den Anschluss ans Tabellen Mittelfeld nicht verlieren, müssen auch am kommenden Sonntag Punkte her. Um 15 Uhr gastiert 1860 München im Wildparkstadion.



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