Becker will mit einem Sieg im Nachholspiel weg von den Abstiegsrängen

Das erste von zwei Nachholspielen bestreitet der KSC am Mittwoch (18.45 Uhr) beim 1. FC Saarbrücken. Vor zweieinhalb Wochen musste die Partie ausfallen, weil die Ränge im Ludwigspark schneebedeckt waren. Drei Punkte aus dem Saarland wären bitter nötig.

Von Andreas Eisinger
Nach der Niederlage von Essen nimmt KSC Cheftrainer Edmund Becker seine Mannschaft in die Pflicht, will aber nicht die Nerven verlieren: "Ich bin Neuling im Profigeschäft, in solchen Situationen aber ein alter Hase", sagte er einen Tag vor dem Nachholspiel gegen den FC Saarbrücken (Mittwoch, 18.45 Uhr). "Da muss schon einiges passieren, bis ich ratlos bin." Zwei Mal mussten die Badener vor Essen zuschauen und können mit einem Sieg beim ersten Nach Termin die Abstiegsränge verlassen.

Auch nach der Auswärtspartie bei den Saarländern haben die Blau Weißen noch ein Spiel gegen Oberhausen (fiel ebenfalls den Witterungsbedingungen zum Opfer) in der Hinterhand sollte das Sportgericht in der kommenden Woche dem KSC Einspruch stattgeben, käme gar eine weitere Möglichkeit zum Punkten hinzu. Von Hochrechnungen hält Becker aber nichts: "Das wäre fatal, wir müssen jedes Spiel mit dem Ziel angehen, drei Punkte zu holen!" Um das Vorhaben schon bei den Lilien erfolgreich umzusetzen, hat der Trainer zusammen mit seiner Elf das Essen Video vom Sonntag analysiert. "Wir haben das Spiel in der Hand, wecken den Gegner durch vergebene Groß Chancen auf und verursachen unnötige Freistöße das kann einfach nicht sein", grantelte Becker. Um diese Schwächen zu beseitigen, sieht er nur eine Möglichkeit: "Trainieren, trainieren, trainieren!"

Dazu blieben der jungen Mannschaft nur zwei Tage die schlechte Leistung der zweiten Halbzeit in Essen hat Trainer Becker seinen Schützlingen in dieser Zeit nicht verziehen. Würde das einigen Spielern nicht zu denken geben, müsse er auch personelle Konsequenzen in Betracht ziehen. "Allerdings", schränkte Edmund Becker ein, "bin ich niemand, der so etwas übers Knie bricht und jede Woche komplett umstellt." Es ist ohnehin fraglich, ob der Coach in Saarbrücken personell wenigstens annähernd aus dem Vollen schöpfen kann: Carnell (Innenbanddehnung im Knie), Hassa (Probleme im Sprunggelenk), Aduobe (leichte Grippe) und Saenko (noch immer Probleme an der Ferse) sind angeschlagen, können aber wahrscheinlich spielen. Schlimmer als Aduobe hat es Thomas Kies erwischt, der mit einer Grippe das Bett hüten muss und definitiv fehlt. Sean Dundee hat sein Pensum erhöht und soll am Sonntag gegen 1860 München erstmals wieder im Kader stehen zunächst allerdings im zweiten Glied.

Von der Rückkehr des "Tor Krokodils" erhofft sich Becker in erster Linie mehr Torgefahr; die soll aber nicht nur von den Angreifern ausgehen, wie der Trainer Woche für Woche wiederholt. Am Montag war Becker in München und blätterte vor dem Spiel der Löwen gegen Eintracht Frankfurt im Stadionheft. "Da habe ich gesehen, dass bei denen schon 12 Spieler getroffen haben so muss das sein! Auch ein Abwehr oder Mittelfeldspieler muss mal ein Spiel entscheiden!"


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