"Wir waren zu sorglos in den entscheidenden Defensivaufgaben"

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Ein Sieg, eine Niederlage! So lautet die bisherige Bilanz der U17-Nachwuchskicker aus dem Wildpark in der Rückrunde. Derzeit rangiert das Team um Cheftrainer Lukas Kwasniok mit 28 Punkten auf dem 4. Platz der B-Juniorenbundesliga Süd/Wüdwest. Die Nachwuchsredaktion sprach mit dem "Karlsruher Bub" Lukas Kwasniok über den Rückrundenstart und das kommende Spiel.

Das Gespräch führte Fabian Dürr

Lukas, seit gut einem halben Jahr bist du nun beim KSC tätig. Einleitende Frage: Fühlst du dich mittlerweile heimisch?
Ja, das stimmt. Aber irgendwie war ich auch nie wirklich weg! Ich habe fast meine gesamte Jugendzeit beim KSC verbracht, insofern habe ich mich mit der KSC-DNA (lacht) bereits als Kind infiziert und habe mich deshalb vom ersten Tag an wieder heimisch gefühlt. Hinzu kam, dass ich jederzeit das Gefühl hatte, von den Kollegen herzlich und mit offenen Armen empfangen worden zu sein.

Schauen wir auf die Rückrunde. Gab es im U17-Team hinsichtlich der Hinrunde personelle Veränderungen und wie lief die Vorbereitung?
Mit Jannik Schwörer und Kubilay Baki haben uns zwei Spieler verlassen, während Luca Erhardt den Weg von Borussia Dortmund zurück in den Wildpark gefunden hat. Unabhängig von den personellen Veränderungen war die Vorbereitung wie bei fast allen anderen Mannschaften aufgrund der Grippewelle etwas holprig. Da die individuelle Ausbildung der Spieler jedoch bei uns im Mittelpunkt steht, haben wir mit den fitten und gesunden Spielern trotzdem sehr intensiv arbeiten können.

Nach dem 1:0 Auftaktsieg in die Rückrunde bei den Münchner Löwen gab es am vergangenen Spieltag eine herbe 5:1 Auswärtsniederlage im Derby beim 1. FC Kaiserslautern. Was waren die Gründe für das schlechte Ergebnis?
Beim Sieg in München haben wir auf schneebedecktem Platz mit etwas Spielglück gewonnen. In Lautern sind wir leider nach einer frühen Führung zu sorglos in den entscheidenden Defensivaufgaben zu Werke gegangen und mussten uns einer brutal konsequenten Chancenverwertung der Lauterer beugen. Wir werden sicherlich eine so klare Niederlage nicht schönreden, besinnen uns jedoch auf eine sachliche Analyse und ziehen daraus unsere Schlüsse für die kommenden Aufgaben.

Durch die Niederlage gegen die Roten Teufel hat sich der Abstand zur Tabellenspitze mittlerweile auf 7 Punkte vergrößert. Wo geht es hin in den nächsten Wochen? Geht der Blick überhaupt noch in Richtung Tabellenspitze?
Die drei Teams vor  uns (TSG Hoffenheim, VfB Stuttgart, FC Bayern München) stehen zu Recht dort oben in der Tabelle. Ich denke nicht, dass sie sich nochmal einholen lassen. Wir wollen zwar den vierten Rang verteidigen und "The best of the rest" werden, die kontinuierliche Ausbildung der Spieler sehe ich jedoch als den deutlich wichtigeren Part meiner Aufgabe an!

Am kommenden Sonntag steht nun das Heimspiel gegen das Schlusslicht aus Saarbrücken auf dem Programm. Den Saarländern ist es bislang erst gelungen 2 Punkte einzuspielen. Ist da bei deinen Jungs am Wochenende umso mehr die Einstellung gefragt, gegen eine Mannschaft, die in bislang 16 Partien noch keins gewinnen konnte?
In Sachen Einstellung mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Meine Jungs kommen täglich mit einer tollen Einstellung zum Training, insofern stellt sich die Frage bei einem Spiel in der Junioren-Bundesliga nicht! Entscheidend wird eher sein, ob wir mutig, zielstrebig und technisch sauber die sich im Spiel bietenden Räume bespielen können, um Torchancen heraus zu spielen und diese dann konsequent verwerten. 

Was erwartest du für einen Gegner am Sonntag?
Ich habe in meiner Laufbahn weder als Spieler noch als Trainer erlebt, dass eine Mannschaft bereits vor dem Spiel eine weiße Flagge gehisst hat. Daher ist zu erwarten, dass sie ausgestattet mit einem Matchplan "kämpfen, beißen, kratzen" und damit alles reinhauen werden, um ihren ersten Sieg in der B-Juniorenbundesliga einzufahren. Darauf sind wir aber vorbereitet und freuen uns auf diesen Fight!


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