KSC begrüßt Nachwuchsreform

Vorerst keine Teilnahme an der neuen U21-Liga

aKAdemie

Der KSC begrüßt die von der DFL zur Spielzeit 2026/27 neueingeführte U21-Liga zur Förderung der Talente im Übergangsbereich, wird zunächst aber keine Mannschaft im Ligasystem stellen. Wir haben mit dem Direktor der KSC grenke aKAdemie Edmund Becker und Geschäftsführer Sport Mario Eggimann über die Beweggründe gesprochen.

Der Karlsruher SC wird vorerst nicht an der neuen U21-Liga teilnehmen. Der Wettbewerb, der zur Saison 2026/27 von der Deutschen Fußball Liga eingeführt wird, beinhaltet ein zusätzliches Ligasystem für Spieler der Nachwuchsmannschaften U17, U19 und U23. DFL-Geschäftsführer Marc Lenz wird auf der DFL-Homepage wie folgt zitiert: „Mit dem neuen U21-Zusatzwettbewerb schaffen wir kurzfristig eine zusätzliche Möglichkeit, Talenten mehr Einsatzzeit auf Wettbewerbsniveau zu bieten und ihre Ausbildungszeit gezielt zu verlängern.“

Nach intensiver interner Analyse hat sich der KSC bewusst gegen eine Teilnahme entschieden. Edmund Becker, Direktor der KSC grenke aKAdemie, erklärt die Beweggründe: „Wir sehen aktuell keinen Mehrwert darin, an einer zusätzlichen Liga parallel zu unseren bestehenden Ausbildungsstrukturen teilzunehmen. Unser Fokus lag in der Vergangenheit klar auf der individuellen Entwicklung unserer Talente. Besonders wichtig in der Spielerentwicklung für unsere Talente und Jungprofis ist für uns dabei schon immer die Spielzeit auf höchstem Niveau gewesen. Diese ist bei uns innerhalb der bewährten Wettbewerbe DFB-Nachwuchsliga, DFB-Pokal der Junioren, Verbandspokal und Testspiele sowie unserer U23 in einer leistungsstarken Oberliga Baden-Württemberg absolut gegeben. In den letzten Jahren konnten wir zahlreiche Spieler erfolgreich für den Profibereich ausbilden. Das bleibt auch weiterhin unser Ziel für die Zukunft. Eine zusätzliche Liga würde das vorhandene Belastungspensum nochmal erhöhen und in weiterer Konsequenz auch weitere Schulfreistellungen zur Folge. Die schulische Ausbildung unserer Jungs genießt einen ebenso hohen Stellenwert in unserer Philosophie.“

Ein weiterer zentraler Punkt in der Bewertung des KSC ist der organisatorische Mehraufwand. „Trotz geplanter Reduzierung des Aufwands – etwa durch Spiele ohne Zuschauer und auf neutralen Plätzen – bleibt der zusätzliche Wettbewerb ein weiterer Faktor im ohnehin dicht getakteten Ausbildungskonzept, der viele zusätzliche Absprachen erfordert.“

Auch Mario Eggimann, Geschäftsführer Sport beim Karlsruher SC betont: „Eine zusätzliche Liga verbessert nicht gleich automatisch die Ausbildung der Jungs.“ Eggimann ergänzt: „Wir werden die Entwicklung der neuen U21-Liga aufmerksam beobachten. Sollte sich der Wettbewerb nachhaltig etablieren und klare Vorteile für die Talentförderung bieten, schließen wir eine Teilnahme in der Zukunft nicht aus. Bis dahin setzen wir weiterhin konsequent auf unseren eigenen Weg – mit einem starken Fokus auf individuelle Förderung, Durchlässigkeit und nachhaltige Entwicklung innerhalb der bestehenden Strukturen.“


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