Vor dem Anpfiff: Energie Cottbus Karlsruher SC

(eis) Mit dem Aufmuntern seiner Mannschaft hatte Lorenz Günther Köstner bereits am Montagabend begonnen. "Wir brauchen nicht traurig zu sein wir haben bisher eine tolle Saison gespielt", verteilte der Franke schon wenige Minuten nach dem bitteren Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit gegen Mainz 05 Streicheleinheiten. Am Mittwoch brauchte sich Köstner dann nicht mehr zusammenreißen: "Natürlich ist man nach so einem Spiel schrecklich enttäuscht! Meine Aufgabe ist es aber, dem entgegenzuwirken." Wichtig sei nun, mit der Überzeugung nach Cottbus zu fahren, dort drei Punkte entführen zu können, erklärte der Fußballlehrer gestern vor dem Abflug nach Berlin.

Nach der Landung trat der KSC Tross im Bus die Reise bis fast zur polnischen Grenze an, um dort heute Abend um 19 Uhr gegen den Tabellenzweiten anzutreten. Die rund 250 mitgereisten Karlsruher Fans sollten bei 17 Grad und regnerischem Wetter fast paradiesische Zustände erwarten, denkt man an das Schneegestöber in der Lausitz beim Pokalaus der Blauweißen 1997 zurück.

Trotz der über weite Strecken durchwachsenen Leistung am Montag will Coach Köstner weitgehend an seiner Startelf festhalten: Einzig Conor Casey kehrt nach seiner Gelbsperre ins Team zurück und verdrängt Aydin Cetin auf die Bank. Ein Fragezeichen steht auch noch hinter Jan Männer, der mit den Nachwirkungen einer Oberschenkelverhärtung zu kämpfen hat. Sollte der Mittelfeldspieler nicht auflaufen können, würde ihn wohl Christian Hassa ersetzen.

Martin Fischer stand am Montag besonders im Blickpunkt. Nach seiner Verletzung kurzfristig für Thomas Walter zwischen die Pfosten zurückgekehrt, unterlief er in der Nachspielzeit einen Freistoß und begünstigte den Ausgleichstreffer die Mainzer. Die Torhüterfrage will Lorenz Günther Köstner aber gar nicht erst aufkommen lassen. Fischer sei nach seinem Patzer sehr verunsichert, soll sich aber in Cottbus rehabilitieren. Man habe gesehen, was Thomas Walter nach seinem Fehler gegen Bielefeld für eine starke Leistung in Burghausen abgeliefert habe. Von Fischer erhofft sich der Fußballtrainer eine ähnliche Reaktion. "Außerdem habe ich ihm gesagt, dass er vor Wochen noch als Held gefeiert wurde und er sich wegen eines Fehlers jetzt nicht unterkriegen lassen darf.


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