U19 holt einen Punkt im Derby
Mit Interimscoach Ivica Erceg, der den für die Profis abgestellten Lukas Kwasniok vertrat, konnten die Badener gegen den VFB Stuttgart punkten. Trotz der besseren Torgelegenheiten reichte es letztlich nicht zu drei Punkten.

Beim Aufeinandertreffen des KSC (12.) mit dem baden-württembergischen Rivalen aus Stuttgart (13.) ließ sich die Bedeutung der Partie in der Anfangsphase erkennen. Auf schwer bespielbarem, weil gefrorenem Platz beließen es die auf den ersten beiden Abstiegsplätzen stehenden Teams bei einem Abtasten. Mit einem Sieg hätten sich die Karlsruher vom VFB distanzieren können, im Gegenzug hätten die Gäste aus Stuttgart den KSC mit einem Dreier überholen könne. Dementsprechend vorsichtig agierten die Teams im Wildpark, um möglicherweise folgenreiche Fehler zu vermeiden. So dauerte es zwanzig Minuten bis die Zuschauer die erste hochkarätige Torchancen zu sehen bekamen: Nach einem Karlsruher Eckball konnten die Gäste die Situation nicht bereinigen, sodass Malik Batmaz frei vor dem Gehäuse auftauchte, den Ball aber nur knapp neben den Pfosten setzen konnte (22.). Beinahe also hätte Ivica Erceg, eigentlich U15 Trainer, sein erstes Tor auf der Bank der Karlsruher A-Jugend bejubeln können. Am Ende blieb es aber bis zur Halbzeit bei dem torlosen Zwischenstand.
Wie im ersten Durchgang gelang es den Spielern auch in den zweiten 45 Minuten nicht für mehr Offensivspektakel zu sorgen, was in einer solch wichtigen Partie durchaus verständlich ist. Zwar ergaben sich auf beiden Seiten Torannäherungen, wirklich zwingend wurden diese aber nicht zu Ende gespielt. Im Grunde spiegelte sich die erste Halbzeit in der zweiten, denn auch hier konnte nur eine wirklich zwingende Torchance kreiert werden, und zwar erneut durch die Hausherren: Eine Flanke landete Mitte der zweiten Halbzeit bei Nico Schlotterbeck, der den Ball aus neun Meter per Direktabnahme knapp über die Latte setzte (69.). Viel mehr passierte im Anschluss nicht, sodass sich die beiden Tabellennachbarn mit der Punkteteilung begnügen mussten. Zwar hilft der eine Punkt keinem so richtig weiter, nichtsdestotrotz zeigte man sich auf Karlsruher Seite nicht ganz unzufrieden.
Fazit von Interimstrainer Ivica Erceg: „Wir wussten, dass es heute eine komplizierte Angelegenheit wird. In dieser Situation, im Abstiegskampf, mit einem vorübergehend neuem Trainer im Derby anzutreten ist sicherlich nicht so einfach. Wenn dann noch ein schwer bespielbarer Platz dazu kommt kann man natürlich nicht mit einem fußballerischen Leckerbissen rechnen. Die Jungs haben diesen Bedingungen aber vorbildlich getrotzt, sich voll reingeworfen und die besseren Torchancen für sich verbuchen können.“









