U19 arbeitet sich weiter nach vorne
Mit einem deutlichen 5:0 Heimerfolg über den SV Darmstadt 98 bleibt die U19 weiterhin siegreich und verlässt nach drei Siegen in Folge die Abstiegsplätze der Bundesliga Süd/Südwest.

Erneut standen sich im Karlsruher Wildpark zwei Teams aus dem unteren Tabellenbereich gegenüber, allerdings fühlten sich beide Teams durchaus unterschiedlich. Während die Partie für die Gäste aus Darmstadt schon so etwas wie der letzte Strohhalm im Abstiegskampf war, wollten die Badener mit einem weiteren Sieg an ihrer tollen Serie arbeiten und sich erstmals seit längerer Zeit einen Nichtabstiegsplatz sichern.
Von Anfang an merkte man dem Spiel diese unterschiedlichen Gemütslagen an. Die Karlsruher versuchten vom Anpfiff weg Druck auf die Darmstädter aufzubauen, um wie in den letzten Spielen, früh in Führung zu gehen. Die erste große Chance zu dieser Führung ergab sich nach einem Angriff über die linke Seite des KSC, an dessen Ende aber die Versuche von Vujinovic und Schmitt abgeblockt wurden und dadurch nicht zum Tor führten (6.). Angetrieben von den Zuschauern, die wie in den letzten Wochen zahlreich erschienen waren, um die U19 des KSC zu unterstützen, drückten die Jungs von Lukas Kwasniok nun immer vehementer auf das Tor der Lilien. In der 11. Spielminute wurde dieser Druck dann zu groß, sodass völlig verdient der Führungstreffer für die Karlsruher fiel. Schon Jannis Kübler hatte die große Chance auf das 1:0, sein Versuch wurde aber gut vom Darmstädter Schlussmann pariert, anschließend war dieser allerdings chancenlos als Marvin Mehlem den Nachschuss zum 1:0 ins Tor schob (11.). In der Folgezeit sah die Darmstädter Hintermannschaft einen Angriff nach dem anderen auf sich zurollen, ohne dabei aber in die ganz große Bedrängnis zu geraten. Da nahezu alle Gästespieler mit Defensivarbeit beschäftigt waren gelang den abstiegsbedrohten Hessen kein wirksamer Entlastungsangriff. Somit war der zweite Treffer für den KSC nur eine Frage der Zeit und schließlich war es Marcel Schmitt, der dieses Tor folgerichtig besorgte. Nach toller Aktion über links und guter Hereingabe von Demarveay Sheron stand der Angreifer, der in den letzten Spielen in die Mannschaft gerückt war goldrichtig und vollendete ohne Probleme zum 2:0 (28.). Allen war klar, dass Schmitt hiermit für die Vorentscheidung gesorgt hatte und trotzdem suchte der KSC weiter den Weg nach vorne, um auch mit Blick auf das eigene Torverhältnis ein weiteres Tor nachzulegen. Schließlich konnte Vujinovic, nachdem er kurz zuvor noch am Torhüter Petrinec scheiterte, nach erneuter Vorarbeit von Sheron auf 3:0 erhöhen (38.). Während sich die Karlsruher nun anscheinend den Frust der letzten Monate von der Seele schossen, ging bei den Darmstädtern rein gar nichts zusammen. Kurz darauf, nach weiteren Chancen für die Gastgeber, war dann Halbzeit.
Auch in den zweiten 45-Minuten sahen die Zuschauer ein Spiel auf ein Tor. Der KSC konnte sich eine Chance nach der anderen, phasenweise hervorragend, herausspielen, alleine an der letzten Entschlossenheit vor dem Tor mangelte es jedoch. Einige Male scheiterten die Badener an sich selbst oder an Petrinec, dem mit Abstand besten Darmstädter an diesem Tag, der sein Team in einigen Aktionen vor einem größeren Rückstand bewahrte. Eine gute viertel Stunde vor Schluss musste er sich dann aber doch erneut geschlagen geben. Der kurz zuvor eingewechselte Florent Muslija schraubte die Führung, per direkt verwandeltem Freistoß, auf 4:0 (77.). Nur zwei Minuten später klingelte es erneut im Kasten der Gäste, die sich mittlerweile vollends aufgaben. David Veith markierte mit seinem 1. Saisontor den, auch in der Höhe, klar verdienten 5:0 Sieg für den Karlsruher SC.
Somit gelingt unserer U19 das nächste Ausrufezeichen im Kampf gegen den Abstieg. Nach nun zehn Punkten aus den letzten vier Spielen (10:2 Tore), schiebt sich die U19 des KSC auf den 11. Tabellenplatz und steht aktuell über dem Strich. Mit diesem Selbstvertrauen fahren die Jungs von Lukas Kwasniok nächste Woche nach München, wo sie am Samstag um 11 Uhr gegen den FC Bayern antreten werden.









