Torfabrik Wildpark: Der KSC schießt Aue ab!

Der KSC hat am Freitag Erzgebirge Aue mit 5:2 aus dem Wildparkgeschossen und Platz 3 der Tabelle erklommen. Besonders Freis und Carnell glänzten vor 11.500 Zuschauern, obwohl die Leistungsträger Eggimann und Schwarz fehlten.

Von Andreas Eisinger
KSC Cheftrainer Edmund Becker wollte, dass seine Stürmer treffen und sie taten ihm den Gefallen. Mit 5:2 (2:0) gewannen die Karlsruher am Freitagabend gegen Erzgebirge Aue und kletterten zumindest vorläufig auf Aufstiegsrang drei der Tabelle. Besonders Angreifer Sebastian Freis (3 Tore) und Mittelfeldspieler Bradley Carnell (1 Tor und 3 Vorlagen) lieferten vor 11.500 Zuschauern eine Gala Vorstellung ab, auch Giovanni Federico steuerte einen Treffer bei.

Kurzfristig musste Becker auf Abwehrchef Mario Eggimann verzichten der Schweizer leidet an einer Grippe, sollte fit gespritzt werden, hohes Fieber verhinderte aber seinen Einsatz. Für ihn kam Carsten Rothenbach in die Startelf. Außerdem kehrte Thomas Kies nach seiner Sperre zurück in die Verteidigung, Florian Dick musste auf die Bank. Dort nahm auch Jiri Kaufman Platz; Michael Mutzel hingegen musste zuschauen, nach seinem Comeback vor einer Woche zog er sich eine Bänderdehnung zu.

Schon nach zehn gespielten Minuten mussten die Badener eine weitere personelle Schwächung hinnehmen: Kapitän Danny Schwarz humpelte vom Feld, für ihn kam Timo Staffeldt. Allerdings führten die Blau Weißen zu diesem Zeitpunkt bereits, denn sie legten einen ähnlichen Frühstart hin wie schon im Heimspiel gegen Aachen. Carnell tankte sich im Mittelfeld durch und Freis donnerte den Ball in die Maschen (3.). Ein Befreiungsschlag für den jungen Stürmer; zuletzt ließ er gute Torgelegenheiten ungenutzt, genoss aber trotzdem das Vertrauen seines Trainers. "Wenn er die Bälle weiter so fordert, wird der Knoten platzen!" prophezeite Edmund Becker am Donnerstag. Da hatte er noch keine Ahnung, wie laut er platzen würde.

Das schönste Tor des Abends erzielte Bradley Carnell mit einem satten Distanzschuss aus 20 Metern in den Winkel von Aue Schlussmann Tomasz Bobel (26.). Nach dem Seitenwechsel schlossen die Gäste vorübergehend an, Tomas Klinka staubte nach 49 Minuten ab. Die Auer Hoffnung, vielleicht doch noch einen Punkt holen zu können, dauerte keine sechs Minuten dann schlug wieder Freis zu: Nach neuerlicher Vorarbeit von Carnell musste er nur noch einschieben (55.).

Nach einem Sololauf von Carnell durfte auch Giovanni Federico jubeln, im zweiten Nachsetzen versenkte er den Ball zum 4:1 ins Tor (63.). Damit war die Torflut noch immer nicht beendet, Freis traf erneut, 13 Minuten vor dem Ende! Den Schlusspunkt durfte Erzgebirge setzen, Andrzej Juskowiak stellte in der 87. Minute den 5:2 Endstand her.

"Meine Mannschaft hat leidenschaftlich gespielt, zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht und einen verdienten Sieg eingefahren", sagte Cheftrainer Edmund Becker. Zumindest bis Sonntag steht sein Team auf Tabellenrang drei, neben der Partie gegen Braunschweig hat Verfolger Greuther Fürth aber noch eine Nachholpartie ausstehen. Der KSC kann in einer Woche zu Hause nachlegen, am kommenden Freitag steigt im Wildpark das badische Derby gegen den SC Freiburg.



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