Bereichsvorstellung

Sportpsychologie: Die Betreuung von Spieler und Mannschaft

aKAdemie

Im NLZ trainieren Kinder und Jugendliche von der U10 bis zur U23. Neben dem Leistungsdruck auf und neben dem Platz stehen viele Spieler auch vor der typischen Herausforderung des Heranwachsens. Dabei stehen ihnen zwei Sportpsychologinnen unterstützend beiseite.

Carolin Arens an ihrem Arbeitsplatz

Carolin Arens ist Leiterin des Bereichs Sportpsychologie an der KSC grenke aKAdemie. In ihrer dritten Saison begleitet sie die Spieler aus den Mannschaften U13 bis U19 bei ihrer persönlichen und fußballerischen Entwicklung. Unterstützt wird sie dabei von der Sportpsychologischen Expertin Carolin Zemmel, die vor Allem die Mannschaften U10 bis U12 betreut.

Carolin Zemmel an ihrem Arbeitsplatz

Ein Blick in den Alltag

Neben organisatorischen Aufgaben besteht der Alltag der Sportpsychologinnen vor allem aus Einzelgesprächen mit den Spielern sowie der Planung und Durchführung von Workshops mit den Mannschaften. Aber auch die Beobachtung von Trainingseinheiten und Spielen an den Wochenenden gehört dazu. Dabei beobachtet die seit 2022 festangestellte Arens auch die Trainer und beobachtet auch ihre Arbeit. „Ich habe verschiedene Kategorien, anhand deren ich analysiere und dann schaue, was schon gut gemacht wurde und was man vielleicht noch besser machen könnte“, erklärt Carolin Arens.

Die Inhalte, die mit den Spielern in Gesprächen und Workshops behandelt werden, können dabei so individuell sein, wie die Spieler selbst. „Wir haben eine grundsätzliche Struktur von Themen, die wir über die Saison mit den Mannschaften fix bearbeiten wollen. Aber dann kommen dann auch individuelle Themen dazu“, so Arens.

Auf die Bedürfnisse der Mannschaften eingehen

Das Ziel ist allgemein gesagt, den Mannschaften und den einzelnen Spielern zu helfen. Zu helfen, sich persönlich weiterzuentwickeln, als Mannschaft zusammenzuwachsen, zum Beispiel die Werte des KSCs zu verinnerlichen, aber auch mit Problemen fertig zu werden und mit Niederlagen umzugehen. Wie geht man da am besten vor?

Wichtig hierbei Empathie, aktives Zuhören und die individuelle Anpassung. Das gilt sowohl für den Umgang mit den Mannschaften als auch für die einzelnen Spieler. Wenn eine Mannschaft ein Problem mit beispielsweise der Grüppchenbildung hat, dann macht es nicht nur mehr Sinn, das Thema Zusammenhalt mit dieser Mannschaft zu behandeln, man erreicht die Mannschaft auch viel besser. „Die Mannschaften haben ihre Themen und dann catcht man sie natürlich auch viel mehr, wenn man auf sie eingeht und schaut, was sie tatsächlich beschäftigt.“, fasst Arens zusammen.

Natürlich gibt es aber auch Themen, wie Selbstvertrauen, Widerstandsfähigkeit und die Werte des KSC, die mit jeder Mannschaft behandelt werden. Die Auseinandersetzung mit den KSC-Werten ist unter anderem für die Mannschaften wichtig, da sie auf und neben den Platz den Club repräsentieren und gemeinsam die benannten Ziele und Werte erreichen wollen. Die U10 absolvierte dazu jüngst einen Workshop von Zemmel mit dem Ziel „die Wertearbeit des KSC zu stärken“.

Der Umgang mit einzelnen Spielern

„Jeder Mensch ist unterschiedlich, jeder Mensch braucht unterschiedliche Sachen“, das ist Arens Herangehensweise an die Einzelgespräche mit den Jungs. Sie kommen aus diversen Gründen zu Arens ins Büro: „Manche Spieler kommen, weil sie einfach nur reden wollen, das ist auch okay. Dann erzählen sie mir einfach, was sie beschäftigt, und ebenso gibt es wieder Spieler, die wollen an bestimmten Sachen arbeiten“. Dort versuchen die beiden Sportpsychologinnen einen Raum abseits des KSC zu schaffen, in dem sich die Spieler öffnen können. Es gibt auch Themen, die mehrere Spieler beschäftigen, wie beispielsweise der Umgang mit Fehlern, „aber dem einen hilft eine Sache und dem anderen hilft etwas anderes“, betont Arens. Empathie, aktives Zuhören und den individuellen Umgang mit den Spielern hebt Carolin Arens auch als das Wichtigste an ihrer Arbeit hervor.


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