Spitzenreiter!

Der KSC führt zumindest bis zum Sonntag die Tabelle der zweiten Liga an! Die Karlsruher machten beim 3:1 (2:0) Sieg über die Offenbacher Kickers das Pokal Aus von vor drei Wochen wett. Masmanidis, Kapllani und Eggimann schossen die Blau Weißen an die Tabellenspitze.

Von Andreas Eisinger
Der KSC führt zumindest bis zum Sonntag die Tabelle der zweiten Liga an! Die Karlsruher machten beim 3:1 (2:0) Sieg über die Offenbacher Kickers das Pokal Aus von vor drei Wochen wett. Ioannis Masmanidis, Edmond Kapllani und Mario Eggimann schossen die Blau Weißen vor 9.030 Zuschauern an die Tabellenspitze.

Sean Dundee, Godfried Aduobe und Bradley Carnell fehlten verletzt, deshalb musste Trainer Edmund Becker vor dem Spiel drei Positionen verändern und die Rollenverteilung im Team komplett umkrempeln. In einer schwachen Anfangsphase waren die Offenbacher am Drücker und hatten den Führungstreffer auf dem Fuß. In der 27. Minute traf aber Ioannis Masmanidis und brachte die Hausherren aus dem Konzept. Völlig frei vor dem Tor ließ er Schlussmann Sead Ramovic keine Chance und die über 1.000 mitgereisten Karlsruher jubeln! Später hätte Edmond Kapllani erhöhen müssen, blieb mit seinem Schuss aber hängen (43.). Nur wenig später machte er seinen Fehler wett und erhöhte noch vor der Halbzeit. Nach dem Freistoß Pfiff von Schiedsrichter Marc Seemann legte er sich überraschend den Ball zurecht und zimmerte den Ball aus knapp 30 Metern flach ins Tor (45.)

Mit viel Elan kam die Mannschaft aus der Kabine zurück und spielte Offenbach an die Wand. Kapllani (51.) und zweimal Ioannis Masmanidis (53. und 55.) zielten noch zu ungenau, Abwehrchef Mario Eggimann machte es besser. Nach einem Eckball und Getümmel im Strafraum stand er goldrichtig und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie (55.). Nun schalteten die Gäste einen Gang zurück und brachten Offenbach zurück ins Spiel. Qualid Mokhtari verkürzte mit einem schönen Seitfallzieher auf 1:3 (74.).

Cheftrainer Edmund Becker freute sich über seinen Sieg und den Platz an der Tabellenspitze: "Das möchte ich aber nicht überbewerten! Es ist schön, aber die Saison ist noch lange." Auch mit dem Auftreten seiner Mannschaft war er nicht ganz zufrieden: "Wir haben den Anfang etwas verschlafen und hätten früher auf 3:0 erhöhen müssen." Die Spieler freuten sich auf eine feucht fröhliche Heimfahrt und eine lange Nacht. Torschütze Ioannis Masmanidis hielt sich trotzdem zurück und wollte vom eingeläuteten Aufstiegskampf noch nichts wissen: "Ich nehme das Wort noch nicht in den Mund", sagte er und stieg in den Mannschaftsbus. Torhüter Markus Miller war da schon etwas forscher: "Ganz leise würde ich es vielleicht mal aussprechen", erklärte er, schob aber schnell hinterher: "Aber wirklich nur ganz leise!"



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