Nach zwei Niederlagen und einem Remis: Gegen Cottbus soll der erste Heimsieg her

(eis) Die Profis des Fußballzweitligisten Karlsruher SC bekommen derzeit keine Verschnaufpause: Vier Tage nach der Punkteteilung beim Aufstiegsaspiranten Mainz 05 empfängt die Köstner Elf am Freitagabend (Anpfiff 19 Uhr im Wildparkstadion) mit Erstligaabsteiger Energie Cottbus eine weitere Spitzenmannschaft der Liga. Nur eine Niederlage musste die Mannschaft von Eduard Geyer in der laufenden Spielzeit hinnehmen und die liegt schon lange zurück. Die ansonsten heimstarken Cottbusser unterlagen zur Saisonpremiere vor heimischem Publikum Eintracht Trier, setzten sich aber bereits an den folgenden Spieltagen in der Spitzengruppe der Liga fest.

Hätte der KSC am Montag den 1:0 Vorsprung in Mainz über die Zeit retten können, so könnten die Badener heute den Spitzenreiter im Wildpark begrüßen. Mit nur einem Punkt Rückstand wird Energie Cottbus die Tabellenführung von den Rheinhessen zurückholen wollen, doch auch die Hausherren sind bis in die Haarspitzen motiviert. "Das ist einfach enttäuschend", grantelte Abderrahim Ouakili nach dem späten Mainzer Ausgleich am Montag. "Gegen Cottbus müssen wir mehr Ruhe ausstrahlen, dann können wir uns am Freitag den Sieg holen."
Cheftrainer Lorenz Günther Köstner sieht vor der Partie gegen das Team aus der Lausitz keinen Grund zu Änderungen in der Startelf. Die Verletztensituation im Lager der Blauweißen hat sich unter der Woche nicht verändert, Angreifer Conor Casey laboriert noch immer an seiner Knieverletzung. Florian Dick wird nach seinem starken Auftritt in Mainz wieder auf der linken Abwehrseite auflaufen, Konkurrent Milorad Popovic ist aber ohnehin angeschlagen und nicht einsatzbereit.

Ein Wiedersehen gibt es im Wildpark mit dem Cottbusser Vragel da Silva, der vor vier Jahren im Trikot des KSC spielte. Bei den Gegnern war schon damals die Kopfballstärke des Brasilianers gefürchtet, Köstner mahnt seine Hintermannschaft also besonders bei Standartsituationen zu erhöhter Aufmerksamkeit. Der Fußballlehrer sieht in den Gästen die "kompakteste, zweikampfstärkste und taktisch disziplinierteste Mannschaft" der zweiten Liga, auf die Karlsruher wartet also ein hartes Stück arbeit. Von einem "Angstgegner" möchte Köstner dennoch nicht sprechen und wiegelt ab: "Die Jungs dürfen keine Angst haben! Wenn sie so spielen, wie am Montag, ist auch ein Sieg drin. Das wird schwer, ist aber nicht unmöglich."


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