KSC richtet Blick nach vorne
Nach der 0:1 Niederlage am gestrigen Abend bei Eintracht Braunschweig richtet der KSC seinen Blick wieder nach vorne und auf die kommende Partie gegen den VfL Bochum. Der Ärger von Trainer Becker war heute Morgen aber noch nicht verflogen.
Von David Ruf
"Ziemlich stinkig" sei er, sagte KSC Cheftrainer Edmund Becker den Journalisten im Presseraum des Braunschweiger Stadions an der Hamburger Straße gestern Abend. Grund dafür war die 0:1 Niederlage seiner Mannschaft bei der Eintracht kurze Zeit zuvor, aber vor allem das zögerliche Auftreten seiner Elf. Knapp dreizehn Stunden später war der Ärger des 49 jährigen immer noch nicht abgeklungen. "Dass wird auch noch eine Weile dauern. Wir hatten die Möglichkeit auf Platz zwei oder drei zu klettern und damit auch die Chance uns oben festzusetzen. Deshalb ist es mir völlig unverständlich, dass die Spieler diese nicht nutzen." Für sie stand heute unterdessen nur lockeres Auslaufen auf dem Programm, der gefrorene Boden verhinderte weitere Aktivitäten.
Ioannis Masmanidis bildete gestern zusammen mit Edmond Kapllani den Sturm, beide blieben aber harmlos, genauso wie der eingewechselte Sebastian Freis. Zwei Großchancen hatte lediglich der ebenfalls in Spiel gekommene Sean Dundee. Ein Umstand, der Becker ebenfalls nicht gefällt seine Angreifer haben gerade einmal elf der neunzehn Treffer erzielt, eine Zahl die nach fünfzehn Partien ebenfalls nicht sonderlich hoch ist. "Hier kommt von den Stürmern zu wenig, gerade auch wenn sie eingewechselt werden, was manch einer von der Ersatzbank aus ja gerne fordert."
Torwart Markus Miller musste gestern die Leistung seiner Vorderleute hilflos mit ansehen. Vor dem entscheidenden Gegentreffer durch Patrick Bick konnte er durch eine Glanzparade noch den Rückstand verhindern, war nach der anschließenden Ecke aber machtlos. "Anscheinend wachen wir immer erst nach einem Gegentor auf, das ist dann wohl der Weckruf für jeden", so der Keeper, der sich diesen Umstand aber auch nicht erklären kann: "Eigentlich muss allen bewusst sein, um was es hier geht. Leider sind es immer noch einige Kleinigkeiten, die dann ein Spiel gegen uns entscheiden." Drei Punkte möchte er mit seiner Elf am Sonntag, den 11. Dezember (15 Uhr) in der Partie gegen den VfL Bochum einfahren "und deshalb müssen wir den Blick jetzt wieder nach vorne richten".









