KSC hofft auf Achtelfinale
Nach dem ersten Sieg in Dresden folgt heute (19 Uhr) der Pokalauftritt gegen Mainz. Trainer Köstner vertraut auf die Anfangself vom Freitag und sieht gute Chancen für ein Weiterkommen. Jan Männer ist noch gesperrt und muss zuschauen.
Von Andreas Eisinger
Viel Zeit hatte die Mannschaft des KSC nicht, um sich über den ersten Saisonsieg zu freuen. Schon heute Abend muss das junge Team in der zweiten Runde des DFB Pokals gegen Mainz 05 antreten. Lorenz Günther Köstner rechnet sich und seinem Team eine gute Chance aus, gegen den Bundesligisten ins Achtelfinale einzuziehen.
Gegen die Rheinhessen vertraut der Cheftrainer der Elf vom Freitag, umstellen will er erst am Freitag, wenn Ivan Saenko gesperrt ist. Jan Männer ist für den Pokalwettbewerb noch immer gesperrt und könnte erst im Achtelfinale ins Geschehen eingreifen. Ein Wiedersehen gibt es mit Angreifer Conor Casey, der vor der Saison vom KSC nach Mainz wechselte und mit dessen Einsatz Köstner fest rechnet. "Viele Chancen werden wir nicht bekommen", mahnte der Coach sein Team vor der Abfahrt zum Abschlusstraining auf der Sportschule Schöneck. "Die Mainzer leben noch immer von ihrer enormen Laufbereitschaft und stören den Gegner früh", begründet der Franke seine Vorhersage.
Der Übungsleiter hofft aber darauf, dass auch wenige Chancen für ein Weiterkommen ausreichen, "zur Not gehen wir über die Verlängerung und das Elfmeterschießen." Das Einnetzen vom Punkt aus hat die Wildparkelf im Training geübt: "Das machen wir vor jedem Pokalspiel, mehr zum Spaß. Wenn kein Druck da ist, trifft jeder." Der vollen Pokal Distanz schaut Köstner ohnehin mit bangem Blick entgegen. Da schon am Freitag das nächste Ligaspiel gegen Saabrücken ansteht, würde der Fußballlehrer gern schon nach 90 Minuten als Sieger vom Platz gehen. "Das Spiel am Freitag ärgert mich maßlos", schimpfte Lorenz Günther Köstner. "Nach einem schweren Spiel gibt es immer die ein oder andere Blessur, in zwei Tagen kann man die nicht auskurieren." Der KSC hat sich zwar redlich um den Sonntags Termin bemüht, "die DFL hat das aber abgeblockt", erklärte Sportmanager Rolf Dohmen.
Aus finanzieller Sicht wäre ein Weiterkommen wieder mit einem lukrativen Zubrot verbunden, 241.000 Euro sind dem KSC beim Einzug ins Achtelfinale sicher. Hinzu kommen die geteilten Einnahmen. Eines würden die Blauweißen mit dem Geld aber garantiert nicht anfangen: "Thomas Häßler ist für uns kein Thema", wiegelte Dohmen die Gerüchte um eine Rückkehr des Mittelfeldspielers ab.









