KSC erwartet Eintracht Frankfurt

Vor dem Spiel gegen Frankfurt gibt sich Coach Edmund Becker optimistisch: "Wenn die Jungs ihre Trainingsleistung umsetzen, können wir die Eintracht schlagen!" Allerdings fehlt neben dem gesperrten Männer weiterhin Sean Dundee.

Von Andreas Eisinger
Frankfurt, Aachen und Köln dieses harte Pensum steht den Profis des KSC in den kommenden Wochen bevor. Los geht’s am Sonntag (15 Uhr) gegen die Eintracht, von allen weiteren Aufgaben will Chefcoach Edmund Becker derzeit überhaupt nichts wissen: "Jedes Spiel ist schwer, da interessiert es mich nicht, was nach Frankfurt kommt." Dass das Aufeinandertreffen mit den Hessen keine Ausnahme von der Regel darstellen wird, hat sich Becker zusammen mit Co Trainer Peter Gadinger am Montag im Waldstadion überzeugt, wo die Frankfurter Alemannia Aachen besiegten. "Sie sind gut und kompakt gestanden, haben einen Fehler zur Führung ausgenutzt und das Spiel souverän zu Ende gebracht", fasste Edmund Becker seine Gegner Studie zusammen. Im Vergleich zu den Vorrundenspielen sei ihm besonders ein weniger offensives Agieren der Schwarz Roten aufgefallen, "sie spielen aus der Defensive heraus kontrolliert nach vorne." Von Beckers Schützlingen wird die Partie gegen den seit sieben Spielen ungeschlagenen Tabellen Fünften einiges an Disziplin abverlangen. Doch schon vor den abschließenden Einheiten auf der Sportschule Schöneck ist sich der Fußballlehrer sicher: "Wenn die Jungs ihre Leistung aus dem Training umsetzen, können wir die Eintracht schlagen."

Mit welcher Startelf die Blauweißen siegen wollen, weiß im Moment auch Becker noch nicht. Sean Dundees Genesung ist zwar vorangeschritten, dennoch kommt ein Einsatz für das "Torkrokodil" zu früh. Auch Rothenbach und Mladenov fehlen weiter. Dafür hat Neuzugang Bradley Carnell seine Schulterverletzung auskuriert und zwei Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolviert. Trainer Becker ist begeistert: "Ich bin mir fast sicher, dass er der Spieler ist, den wir brauchen." Nur in den Zweikämpfen verhalte sich der gerade genesene Südafrikaner noch ein wenig vorsichtig, ein abschließender medizinischer Check soll ihm aber die Angst nehmen. "Wenn keine Bedenken bestehen, werde ich ihn wahrscheinlich von Anfang an bringen", erklärte Becker. Kai Oswald dürfte dafür auf der linken Seite aus der Startelf fallen.

Weitere personelle Alternativen haben sich für den Coach unter der Woche nicht aufgetan, auf Winter Transfer Nummer zwei muss er weiter warten. Mit Mittelfeldspieler Godfried Aduobe sind sich die Blau Weißen zwar ebenso einig wie mit seinem Verein Hansa Rostock unterschrieben hat der Ghanaer zur Stunde aber noch nicht. Und obwohl der Transfer in verschiedenen Medien kursiert, ist Manager Rolf Dohmen mit Vollzugsmeldungen vorsichtig: "Es ist ein offenes Geheimnis, dass wir Aduobe möchten und uns einig sind. Man kennt aber das Sprichwort vom kotzenden Pferd vor der Apotheke, deshalb wird das von uns erst bestätigt, wenn der Vertrag unterzeichnet ist.

Jan Männer ist nach seiner fünften gelben Karte ein weiterer Ausfall für Sonntag. Für ihn soll Christian Hassa auf die halbrechte Position rücken. Der Franke hat seine Prellung aus dem Burghausen Spiel auskuriert und genießt das volle Vertrauen von Edmund Becker: Gerade auf dem schwierigen Platz ist ein wendiger Spieler wie er sehr wertvoll. Eine weitere Veränderung dürfte im Sturm anstehen, wo Sebastian Freis sehr wahrscheinlich Edmond Kapllani ersetzt.

Die kalten Temperaturen der letzten Tage haben auf das Spiel keinen Einfluss. "Da müsste es schon Bindfäden regnen, damit das Spiel in Gefahr wäre", beruhigte Dohmen, der auf 20.000 Besucher hofft. Alleine aus Frankfurt werden um die 3.000 Zuschauer anreisen. Die Umbauarbeiten in der neuen KARLSRUHER Nord und Südkurven sind von der Kälte allerdings betroffen: Die Nummerierung der neuen Sitzschalen wird bis zum Sonntag nicht fertig gestellt werden können. Der KSC bittet deshalb Besucher dieser Blöcke, sich an den ausgewiesenen Reihen zu orientieren und sich dort entsprechend Plätze zu suchen.


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