KSC erwartet 25.000 Zuschauer zum Saison Ausklang

Für den KSC geht es gegen Cottbus um nichts mehr, für Energie um viel: Bei einer Niederlage könnten die Lausitzer noch absteigen. Trainer Becker will Vollgas geben, um einen ordentlichen Abstiegskampf in Liga zwei zu gewährleisten.

Von Andreas Eisinger
Sportlich geht es für den KSC am Sonntag um nichts mehr. Zum ersten Mal seit dem Wiederaufstieg sind die Karlsruher bereits einen Spieltag vor dem Saisonende in sicherer Entfernung zu den Abstiegsrängen und blicken einem entspannten Fußballnachmittag gegen Energie Cottbus (Anstoß 15 Uhr) entgegen. Für die Gäste hingegen ist die Partie im Wildpark ein echtes Endspiel: Bei einer Niederlage könnten die Lausitzer noch auf einen Abstiegsrang rutschen, müssen deshalb unbedingt punkten.

Nach den Feierlichkeiten um den Klassenverbleib machte sich KSC Cheftrainer Edmund Becker am Dienstag daran, seine Spieler auf das letzte Pflichtspiel vor Runden Ende vorzubereiten. "Das ist nicht leicht, jetzt ist doch etwas die Luft raus", sagte Becker am Freitag. Den Mannschaften, die noch zittern müssen, sei man aber einen fairen Abstiegskampf schuldig. "Außerdem wollen wir uns gebührend von den Zuschauern verabschieden und Werbung für die nächste Saison machen. Das ist für uns also kein locker, flockiges Freundschaftsspiel."

Wäre ein Abstieg noch möglich, hätte Becker wohl zwei schlaflose Nächte vor sich; mit Aduobe und Carnell fallen gleich zwei Stammspieler sicher aus. Godfried Aduobe zog sich am Dienstag im Training eine Innenbanddehnung im linken Knie zu, Bradley Carnell plagt noch immer seine Sprunggelenksverletzung. "Wir wollen ihn dieses Mal nicht fit spritzen, dadurch verzögert sich die Genesung immer weiter", erklärte Coach Becker. In der Sommerpause soll der Südafrikaner seine Blessur endgültig auskurieren. Amateur Daniel Reule sah beim Auswärtsspiel der U23 in Mannheim die rote Karte und ist deshalb auch bei den Profis gesperrt. Für Aduobe soll Carsten Rothenbach in die Startelf kommen, Ioannis Masmanidis ersetzt Carnell.

Manager Rolf Dohmen rechnet mit 25.000 Besuchern 14.000 Tickets (inkl. Dauerkarten) sind bisher abgesetzt, am Samstag öffnet die Geschäftsstelle extra von 9 bis 13 Uhr. Damit alle Zuschauer rechtzeitig ihren Platz im Stadion einnehmen können, bittet der KSC darum, nicht nur den Haupteingang beim nackten Mann zu benutzen (www.ksc.de berichtete). Der Anpfiff ertönt pünktlich um 15 Uhr, da am letzten Spieltag alle Partien zeitgleich stattfinden müssen. Etwa 1.000 Anhänger werden im Block der Cottbusser erwartet, darunter auch Fans des VfB Stuttgart. Die Energie Schlachtenbummler gastieren bereits am Samstag im Gottlieb Daimler Stadion beim Spiel des VfB gegen Bayern München im Gegenzug werden zahlreiche Fans aus der Landeshauptstadt in Karlsruhe erwartet. "Das verschärft die Situation, auch im letzten Jahr hat das Ärger gegeben", sagt Dohmen. Die Polizei will Zuschauer, die bereits am Samstag in Stuttgart gewaltbereit auftreten, bis Sonntagabend aus dem Verkehr ziehen. Im Wildpark sorgen dann 270 Ordner und 500 Polizisten für die Sicherheit der Stadionbesucher.

Große Feierlichkeiten zum Klassenerhalt mit Rahmenprogramm wird es in diesem Jahr nicht geben. "Das muss auch immer bezahlt werden", erklärt Dohmen. Nach dem Schlusspfiff werden die Tore zum Spielfeld wie in den vergangenen Spielzeiten geöffnet. Allerdings nur für die KSC Fans. Die Gäste Anhänger müssen unabhängig vom Ergebnis aus Sicherheitsgründen in ihrem Block bleiben.


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