Köstner erwartet kampfbetontes Pokalspiel in Dresden

Nach der Niederlage in Frankfurt erwartet Lorenz Günther Köstner für das Pokal Erstrundenspiel in Dresden (Sonntag, 14.30 Uhr) eine deutliche Leistungssteigerung von seinem Team. Auf den gesperrten Jan Männer muss er aber verzichten, dafür kann Sean Dundee wahrscheinlich wieder auflaufen.

(dh) "Natürlich wollen wir in Dresden gewinnen und natürlich wollen wir in die zweite Runde einziehen", gibt KSC Coach Lorenz Günther Köstner die Zielsetzung für das Pokalspiel in Dresden (Sonntag, 14.30 Uhr) an. Dazu, das weiß allerdings auch der Fußballlehrer, bedarf es einer Leistungssteigerung gegenüber der Auswärtsniederlage in Frankfurt. "Diese leichtsinnige und schlampige Spielweise, die wir in Frankfurt an den Tag gelegt haben, müssen wir abstellen", mahnt Köstner und zielt mit seiner Kritik in erster Linie auf Abdul Ouakili, der zwar in der zweiten Hälfte durch einige gute Szenen überzeugte, in Durchgang eins jedoch einfach zu wenig Einsatz und Engagement zeigte. Dass der gebürtige Marokkaner am Sonntag in Dresden dennoch erneut von Anfang an auflaufen wird, ist so gut wie sicher, da das Mittelfeld zur Zeit verletzungsbedingt stark ausgedünnt ist. Neben den Rekonvaleszenten Ralf Becker und Michael Mutzel, sowie dem verletzten Christian Kritzer, der wohl erst in drei bis vier Wochen wieder im KSC Dress auflaufen wird, fehlt zudem Jan Männer, der aufgrund einer roten Karte, die er sich letztes Jahr im Pokal bei den Mainzer Amateuren eingehandelt hat, noch für zwei Spiele gesperrt ist.
Zuversichtlich ist Köstner dagegen was den Einsatz von Sean Dundee betrifft. "Wenn er heute das Training gut übersteht, wird er am Sonntag wahrscheinlich spielen können." Auch mit Ivan Saenko, der heute von seinem Einsatz für die russische U21 zurückerwartet wird, rechnet der Chefcoach. Zudem könnte Christian Hassa, der wegen seines gebrochenen Fingers bisher nur als Joker agierte, am Sonntag von Anfang an auflaufen.

Nicht nur wegen der stark ausgedünnten Personaldecke erwartet Lorenz Günther Köstner eine sehr schwere Aufgabe beim Pokalspiel in der sächsischen Landeshauptstadt. "Die Dresdener sind seit eineinhalb Jahren zuhause ungeschlagen. In den vergangenen Spielen konnten sie vor allem durch ihre kämpferische Einstellung überzeugen" mahnt der Fußballlehrer. Zudem sei die Unterstützung der Fans in dieser Region immens. Aber auch vor technisch versierten Spielern wie Christian Fröhlich oder Joshua Kennedy, der bisher zwei Saisontore für die schwarz gelben erzielt hat, warnt Köstner. "Da müssen wir das ganze Spiel über hundert Prozent konzentriert sein. Eine kleine Unaufmerksamkeit wird sofort bestraft."

Ein einfaches Patentrezept zum Erreichen der zweiten Runde hat der Fußballlehrer auch schon parat: "Wir müssen genauso geduldig spielen wie die Dresdener, genauso diszipliniert spielen wie die Dresdener, genauso kämpferisch auftreten wie die Dresdener und dann noch einen Tick besser spielen als die Dresdener, und dann können wir über die Verlängerung und das Elfmeterschießen eine Runde weiterkommen." Gleichzeitig relativiert er: "Wenn wir nach 90 Minuten als Sieger vom Platz gehen, wäre mir das natürlich wesentlich lieber."


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