U19 marschiert als Staffelmeister ins Achtelfinale

Kette-Jungs lassen Union keine Chance

U19

Die Karlsruher A-Junioren ließen im letzten Hauptrundenspiel der Gruppe D nichts anbrennen und ziehen nach zehn Spielen mit 22 Punkten als Tabellenführer ins Achtelfinale um die Deutsche U19-Meisterschaft ein. Dort erwartet das Team um Kapitän Kritzer den Hamburger SV im Arthur Beier-Stadion.

Dreifacher Vorlagengeber Mateo Kritzer und Marvin Mutz bejubeln das 3:0

Am letzten Hauptrundenspieltag in der DFB-Nachwuchsliga A galt es für die bereits sicher qualifizierten Karlsruher A-Junioren den nächsten Sieg einzufahren, um den Konkurrenten Dortmund und Leipzig keine Rechenspielchen zu ermöglichen. Dabei veränderte Ralf Kettemann seine Startaufstellung auf drei Positionen. Luca Rega startete für Leon Parduzi, Metin Sen spielte anstelle von Niklas Behr und Simon Guggenbühler ersetzte Stürmer Tim Schunck.

Frühe Führung im letzten Ligaspiel

Die Badener übernahmen von Anpfiff an die Spielkontrolle und markierten früh die Führung. Mittelfeldallrounder Simon „Guggi“ Guggenbühler, der von Kettemann im Sturm aufgestellt wurde, belohnte die feine Vorarbeit nach traumhaftem Solo von Metin Sen. Den Jubel widmete die Mannschaft dem scheidenden Athletiktrainer Nils Brendel, den es zu Erzgebirge Aue in die dritte Liga zieht. Nur wenige Augenblicke später wäre beinahe der zweite Streich gelungen, jedoch scheiterte Houssam Arbai per Volley nach Mitakidis-Flanke an Rodtnick. Der FCU-Schlussmann hatte mit dem Ball dann eine Idee und schickte überfallartig sein Sturmduo auf die Reise. Der Gast aus Köpenick konnte eine der wenigen unsortierten Momente der KSC-Defensive aber nicht zum Ausgleich nutzen. Nach zwölf Spielminuten setzte sich der umtriebige Eymen Laghrissi nach einem Sprintduell gegen zwei Union-Verteidiger zwar durch, sorgte aber nicht für das 2:0. Dafür brauchten die Badener einen Standard. Kritzers Variante fand Jassin Manai, der sofort aus der Drehung abzog. Die schöne Kombination scheiterte noch am Pfosten, den Abpraller verwertete Manai dann aber souverän zum 2:0. Eymen Laghrissi scheiterte Folge noch zweimal denkbar knapp, so blieb es zur Pause beim 2:0.

Hauptrundentoptorjäger Mutz nickt ein

Mit Wiederanpfiff wechselte Kettemann Marvin Mutz für Luca Rega ein, die Badener blieben am Drücker. Der frisch eingewechselte „Mutzi“ bewies einmal mehr seine Kopfballstärke und wuchtete einen weiteren Kritzer-Standard in die Maschen. Mit seinen drei Saisontoren krönt sich Mutz dadurch auch zum besten KSC-Torschützen in der Hauptrundengruppe D. In der Folge gab es noch Spielminuten für die Jungs, die zuletzt etwas kürzertreten mussten. Der lange verletzte Stürmer Silvio Roos, der Offensivkünstler Bassem El-Dor und Abwehrspieler Fynn Braun kamen so jeweils auf weitere Spielminuten in der Hauptrunde (61.). Fynn Braun durfte sich keine zehn Minuten später ebenfalls in die Torschützenliste eintragen, als er am zweiten Pfosten einen weiteren Freistoß von Mateo Kritzer über die Linie drückte. Aus einigen weiteren KSC-Chancen sollte kein Treffer mehr resultieren, stattdessen konnten sich die ersatzgeschwächten Berliner für viel Aufwand im Arthur Beier-Stadion belohnen und in Person von Tabuaa immerhin ein bisschen Ergebnis-Kosmetik betreiben (84.).

 

 

Fazit & Ausblick

Ralf Kettemann, der sich im Vorfeld der Partie äußerte, dass „die Berliner mehr Punkte verdient hätten“, war sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Seinen Trainerkollegen Marco Grote, der Union verlassen wird, verabschiedete er mit den netten Worten: „Union hatte sich viel vorgenommen, das hat man gemerkt.“ Der 38-Jährige fügte hinzu, „dass Guggi als falsche Neun für uns dann früh zuschlägt, hat es für Berlin auch einfach schwer gemacht“. Jetzt freut er sich mit seiner Mannschaft auf „zwei bis fünf Endspiele“, in denen er und seine Jungs im Endspurt noch mal alles reinwerfen wollen. Das erste „Endspiel“ steigt bereits am 27.04.2025 im Arthur Beier-Stadion gegen den Hamburger SV.

KSC-Aufstellung

Bärtl – Rega (46. Mutz), Mitakidis, Manai, Arbai (61. Braun) – Zor (61. El-Dor), Kritzer – Cirpan, Sen (61. Batolov) – Laghrissi (61. Schunck), Guggenbühler (61. Roos)


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