Karlsruher SC Eintracht Braunschweig 1:0

(eis) Im Kellerduell der Zweiten Liga behielt der Karlsruher SC gegen Eintracht Braunschweig vor 8.700 Zuschauern im Karlsruher Wildpark die Oberhand und siegte mit 1:0 (1:0). Dank der frühen Karlsruher Führung durch Ivan Saenko und einer hervorragenden Torwartleistung von Martin Fischer konnten die Badener somit bis auf zwei Punkte zu einem Nichtabstiegsplatz aufschließen

Lorenz Günther Köstner brachte Thijs Waterink und Abderrahim Ouakili neu in die Startelf, Carsten Rothenbach und Patrik Jezek musste auf der Bank Platz nehmen. Für den erkrankten Christian Adam stand Amateurkeeper Martin Fischer zwischen den Karlsruher Pfosten.

Bereits nach sieben Minuten ging der KSC in Führung: Nach einer Hereingabe von der rechten Außenbahn verfehlte Bruno Labbadia den Ball und der russische Youngster staubte aus dem Hintergrund souverän zur Führung ab. Die Führung schien die Blauweißen zu beflügeln, bereits zwei Minuten nach dem Tor folgte die nächste Großchance nach einem Konter zog Ouakili aus spitzem Winkel ab, verfehlte das Braunschweiger Gehäuse aber. Nach einem weiteren Gegenzug versuchte Gabriel Melkam über die linke Seite sein Glück, zielte aber ebenfalls zu ungenau (10.). Doch wie zuletzt ließ sich der KSC nun zurückdrängen und kam nur noch zu wenigen Angriffen. Sechs Minuten vor dem Halbzeitpfiff brachte Torsten Kracht als letzter Mann Guido Gorges im Karlsruher Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Jürgen Austs Pfeiffe blieb aber stumm.

Nach dem Seitenwechsel folgte der große Auftritt von Schlussmann Martin Fischer ein ums andere Mal rettete der Amateurkeeper in höchster Not. So in der 57. Spielminute, als er einen abgefälschten Ball mit einer Glanzparade über die Latte lenkte oder zwei Minuten später, als er einen strammen Schuss Küppers mit einem schnellen Reflex abblockte. Nach 74 Minuten sah Ouakili nach wiederholtem Foulspiel die gelb rote Karte, die dezimierten Badener versuchten nun mit aller Kraft die knappe Führung über die Zeit zu retten, was ihnen auch gelang.

Als "glücklich, aber verdient" bezeichnete Cheftrainer Lorenz Günther Köstner den wichtigen Heimsieg im Kampf um den Klassenverbleib. "Gegen Ahlen oder Frankfurt haben wir besser gespielt, aber verloren. Von daher muss ich natürlich heute zufrieden sein." ein Sonderlob des Fußballlehrers ging an Martin Fischer, der sich nach dem Schlusspfiff von den Fans feiern ließ. Nervosität habe er vor seinem Auftritt nicht verspürt, "es ist ja eigentlich nichts anderes, als ein Spiel bei den Amateuren." Ambitionen auf einen Platz zwischen den Pfosten eine längere Auszeit von Thomas Walter und Bastian Becker vorausgesetzt meldete der Schlussmann aber nicht an: "Es ist wichtig, dass wir die Klasse halten, da ist es egal, wer im Tor steht."

Karlsruher SC:
Fischer Eggimann, Waterink, Kracht Hassa, Fritz, Engelhardt, Melkam (72. Rothenbach) Ouakili Saenko (87. Fuchs), Labbadia (77. Grimm)

Eintracht Braunschweig:
Spoelder Küpper, Thiam, Mazingu Dinzey Gorges (45. Schanda) Rische, da Silva, Hutwelker, Schuchard (63. Dziwior) Teixeira, Thomas

Tore:
1:0 Saenko (7.)

Gelbe Karten: Fritz (34.), Saenko (72.), Kracht (81.) Mazingu Dinzey (36.), Schanda (68.), da Silva (81.)

Gelb rote Karte: Ouakili (74.)

Zuschauer: 8.700

Schiedsrichter: Jürgen Aust (Köln)
Assistenten: Josef Webers, Ronald Czech


Stimmen zum Spiel:
Lorenz Günther Köstner (Trainer Karlsruher SC)
Uwe Reinders (Trainer Eintracht Braunschweig)

Thomas Walter
Bruno Labbadia
Mario Eggimann


Match
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