„Es ist immer etwas Besonderes den Adler auf der Brust zu tragen“
KSC U19-Spieler Boubacar Barry feierte vergangene Woche beim Lehrgang des DFB sein Länderspieldebüt für die deutsche U19-Auswahl. Die Mannschaft von Marcus Sorg besiegte während des 9-tägigen Lehrgangs in einem Freundschaftsspiel die Niederlande mit 3:2. Im zweiten Spiel trennte man sich von der Auswahl Englands 1:1 unentschieden. Die Redaktion von ksc.de sprach mit dem Debütanten.

Das Interview führte Fabian Dürr
Boubacar, vergangene Woche hast du für die deutsche U19-Auswahl dein Länderspieldebüt gefeiert. Wie hat es sich angefühlt?
Ja, das stimmt. Und es ist immer ein ganz besonderes Gefühl den Adler auf der Brust zu tragen. Für die U19-Auswahl war es jetzt bereits der zweite Einsatz. Am vergangenen Freitag im Spiel gegen die Niederlande durfte ich die ersten Minuten Erfahrung in der U19 sammeln. Am Montag gegen England durfte ich schließlich über eine volle Halbzeit ran. Klar habe ich mich riesig gefreut für diese besondere Auswahl nominiert zu werden. Wir sind eine sehr ambitionierte und gute Truppe. Hier kann ich sicher noch einiges lernen.
Wurdest du von deinen „neuen“ Kollegen gut aufgenommen?
Mit den meisten Spielern durfte ich ja schon bereits in der U18 zusammenspielen. Und die Stimmung unter den Jungs ist wirklich super wenn wir zusammenkommen. Wir verstehen uns gut miteinander. Schließlich haben wir auch alle das Ziel bei den Lehrgängen erfolgreich zu arbeiten und das merkt man auch.
Gleich bei deiner ersten Nominierung für die deutsche U19 hast du auch eine Torvorlage zum Erfolg beigesteuert. Wie bist du mit deiner Leistung in den Spielen zufrieden?
Insgesamt kann ich mit meiner Leistung zufrieden sein. Vor allem dass ich dem Team mit dem Assist weiterhelfen konnte freut mich. Das war ein unglaubliches Gefühl. Besonders da die Position als rechter Verteidiger nicht mein eigentliches Einsatzgebiet ist. Aber im modernen Fußball muss ein Spieler flexibel einsetzbar sein. Solange der Trainer einen Plan mit mir verfolgt kann ich mich immer weiter verbessern und es ist einfach wichtig, dass ich Einsatzzeit bekomme im mich weiter zu entwickeln.
Mit Leroy Sané und Timo Werner sind bei der U19 beispielsweise auch zwei Spieler mit am Start, die schon einige Bundesliga-Minuten aufweisen können. Merkt man dies auch während des Trainings, dass die genannten Spieler schon ein wenig weiter sind?
Klar merkt man, dass die Jungs schon weit sind. Besonders Timo ist für uns mit seiner bisherigen Erfahrung und Präsenz ein Vorbild das Voraus geht. Man sieht in jeder Bewegung wie abgezockt er ist. So ein Spieler ist in einer U-Mannschaft sehr wichtig, da er uns führen kann und wir uns einiges bei ihm abschauen können.
So ein Einsatz mit dem Adler auf der Brust, macht das Lust auf mehr?
Ja klar, selbstverständlich. Es ist ein sehr emotionaler Moment wenn die Nationalhymne ertönt. Wenn man bedenkt was der letztjährige Jahrgang erreicht hat, weiß man sofort wo man mit dem Team hin möchte. Auf jeden Fall hoffe ich noch oft den Adler auf der Brust tragen zu dürfen. Es ist eine sehr große Ehre für mich für Deutschland zu spielen.
Auch in der A-Junioren Bundesliga hast du in vier Spielen schon fünf Tore und einen Assist zum bisherigen Erfolg deiner Mannschaft beigesteuert. Welche Ziele hast du noch für diese Saison und natürlich deine Karriere?
Dieses Jahr haben wir eine herausragende Truppe, die zu einigem in der Lage ist. Selbstverständlich bin ich stolz darauf dem Team auf diese Art und Weise helfen zu können. Es ist auch der Lohn für die harte Arbeit der letzten Wochen und Monaten.
Für die Zukunft habe ich das große Ziel Fußballprofi zu werden. Ich selbst weiß, dass das noch ein langer Weg wird aber ich bin mir sicher, dass mit weiterhin viel Fleiß und harter Arbeit das kein Wunschdenken bleiben muss. Ich muss fokussiert bleiben, dann glaube ich fest daran das zu packen.









