"Endlich wieder ein Heimspiel"
Die Pleite in Aachen ist Vergangenheit, gegen Köln soll es heute (15 Uhr) Grund zum Jubeln geben. Trainer Köstner freut sich vor allem auf die lautstarke Unterstützung der Anhänger, zuletzt musste der KSC drei Mal auswärts antreten.
Von Andreas Eisinger
Auf der Sportschule Schöneck bereitete Lorenz Günther Köstner seine Mannschaft auf die anstehende Heimpartie gegen den 1. FC Köln am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) vor. Nach dem verkorksten Saisonstart wollte der Franke seinem jungen Team den letzten Schliff verpassen, um im Wildpark den ersten "Dreier" der Saison einzufahren. Dass nach dem ohnehin schweren Start Programm nun auch noch die Mannschaft mit dem größten Zweitligaetat in Karlsruhe gastiert, scheint Köstner zwar nicht ganz zu passen "unser Ziel kann es trotzdem nur sein, uns wieder an unser Saisonziel heranzuarbeiten."
In den vergangenen zwei Wochen hatte der Franke alle Hände voll zu tun, um die bittere Auswärtsklatsche in Aachen aus den Köpfen seiner Schützlinge zu vertreiben. Das Testspiel gegen Nizza sollte der Frustbewältigung dienen und obwohl nur ein torloses Unentschieden heraussprang, zieht der Fußballlehrer ein positives Resümee: "Markus Miller hat kein Gegentor bekommen, das war ganz wichtig für ihn." Einen weiteren Praxistest absolvierte Ivan Saenko mit der Russischen U21 und erzielte drei Treffer. Lorenz Günther Köstner hofft, dass bei dem Angreifer nun der Groschen gefallen ist und er zusammen mit Sturmpartner Sean Dundee gegen Köln jubeln kann. Nach drei Spieltagen haben die Blauweißen noch immer kein Angreifer Tor verzeichnen können.
Den Schlüssel zum Erfolg gegen die Geißböcke sieht Köstner augenscheinlich im Mittelfeld: Während Martin Stoll für Carsten Rothenbach in die Abwehr zurückkehren wird und der Coach auch am Sturmduo Saenko und Dundee festhalten wird, wollte der 52 Jährige seine übrigen Personalplanungen nicht herausrücken. Christian Kritzer, der Anfang der Woche wieder ins Mannschaftstraining einstieg, wird in den Kader zurückkehren und möglicherweise sogar gleich von Beginn an auflaufen. "Er hat keine Beschwerden, ein Restrisiko wäre bei einem Einsatz aber vorhanden", zeigte sich Köstner am Freitag noch skeptisch. Da der Trainer in Aachen vor allem über die mangelnde Defensivarbeit von "Abdul" Ouakili moserte, könnte der Marokkaner Kritzer weichen müssen.
Ebenfalls im Aufgebot, aber nicht in der Anfangsformation steht Neuzugang Alexandar Mladenov. "Er hatte in letzter Zeit sehr wenig Praxiserfahrung, hat noch nie Zweitligaluft geschnuppert", begründet Lorenz Günther Köstner seine Zurückhaltung. "Er hat gut trainiert und Sonderschichten absolviert, um an die Mannschaft ranzukommen." Dennoch traut der Übungsleiter dem Mittelfeldspieler gegen Köln allenfalls die Jokerrolle zu.
Nach über einem Monat freut sich die Mannschaft, endlich wieder vor dem stimmgewaltigen heimischen Publikum aufzulaufen. Bis zu 20.000 Besucher erwartet Sportmanager Rolf Dohmen beim Blick auf die Vorverkaufszahlen. Im Gegenzug zur Unterstützung der Fans verspricht Cheftrainer Köstner eine aufopferungsvoll kämpfende Wildparkelf, die am Ende nicht wieder mit leeren Händen dastehen möchte.









