Das KSC Talentteam Interview

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Während die Amateure des KSC, die den "Kopf" der Jugendabteilung des KSC bilden, in der Oberliga Baden Württemberg einsam ihre Kreise ziehen, hat sich "darunter" in den ersten Wochen der neuen Saison gezeigt, dass der KSC auch hier ganz oben mitspielen kann. Die U19 gehört in der Junioren Bundesliga zu den Spitzenteams, und auch die anderen Jugendmannschaften sind, abgesehen von der U17, viel versprechend in die Saison gestartet. Über die ersten Wochen und Monate der neuen Saison hat ksc.de mit Markus Kauczinski, dem Jugendkoordinator des KSC, gesprochen.

ksc.de:
Die von Ihnen trainierte U19 hat in den ersten Wochen der Bundesliga Saison für sehr viele positive Schlagzeilen gesorgt. Die Mannschaft ist "oben dabei". Wie fällt ihre Zwischenbilanz aus? Sind Sie wunschlos glücklich?

Markus Kauczinski:
Wunschlos glücklich ist man nie. Für den Moment sind wir zufrieden, wir haben erst ein Spiel verloren, sind Vierter und haben Kontakt nach oben. Hinter uns stehen namhafte Mannschaften mit besseren Möglichkeiten. Unser Einzugsgebiet ist kleiner, dass spricht im Moment für uns. Wir kassieren aber zu viele Tore und sind noch nicht konstant genug. Erst wenn wir mal wieder zu null spielen, bin ich zufrieden. Nach vorne klappt es ganz gut, hinten machen wir immer noch zu viele individuelle Fehler.


ksc.de:
Was trauen Sie ihrem Team bis zur Winterpause zu?

Markus Kauczinski:
Die Liga ist sehr ausgeglichen. Von Platz eins bis zwölf kann jeder jeden schlagen, dass macht Prognosen sehr schwer. Wir haben im Spiel zu viele Höhen und Tiefen, wenn wir diese in den Griff kriegen, können wir uns oben festsetzen. Wir sind keine Überflieger, aber wir sind auch nicht schlechter als viele andere. Wir haben uns intern schon unsere Ziele gesetzt, ein bisschen träumen ist erlaubt, wir arbeiten aber auch hart daran, besser zu werden. Durch unsere begrenzten Möglichkeiten sind die Erwartungen nicht so hoch, dass ist unser Vorteil.


ksc.de:
Auch die anderen Teams sind ordentlich aus den Startlöchern gekommen. Nur bei der U17 läuft es noch nicht wirklich rund. Wie sieht ihre Bilanz hier aus?

Markus Kauczinski:
Ja leider. Wir wissen auch noch nicht woran es hängt. Ich hoffe nicht, dass es eine Qualitätsfrage ist. Der Jahrgang hatte auch im letzten Jahr, in der Toto Lotto Oberliga Baden Württemberg, Probleme. Prinzipiell glaube ich aber, dass die Mannschaft besser spielen kann, als sie das im Moment tut. Wir sind dabei nach Gründen zu suchen und hoffen, der Mannschaft helfen zu können. Die Mannschaft muss einfach geschlossener auftreten und kämpferisch mehr zeigen.


ksc.de:
Mit Matteo Poppert und Patrick Menges haben zwei U15 Spieler Einladungen zum DFB erhalten, weitere stehen auch in anderen Jahrgängen auf dem Sprung. Wie wichtig sind generell solche Einladungen für den Verein und für die Spieler?

Markus Kauczinski:
Ich habe dazu meine eigene Meinung, die nicht jeder teilt. So frühe Berufungen haben in der Vergangenheit nicht nur geholfen. Ich bin der Meinung, je später, desto besser. In den Lehrgängen sind noch über 100 Spieler unterwegs, da ändert sich noch so viel. Ich freue mich für die Jungs, aber es reicht, wie bei Sebastian Freis, Florian Dick oder Martin Stoll nach der A Jugend nominiert zu werden. Matthias Pabst und Robin Herzog aus der U19 sind jetzt für einen Nachsichtungslehrgang nominiert, das ist okay.


ksc.de:
Der KSC hat die jüngste Mannschaft der 2. Bundesliga. Ist es für Sie dadurch leichter, ihren Spielern den Weg ins Profigeschäft aufzuzeigen?

Markus Kauczinski:
Zumindest die älteren Spieler nehmen das wahr. Solche Entwicklungen wie bei Sebastian Freis, Markus Mann oder Timo Staffeldt zeigen den Jungs, dass es sich lohnt beharrlich zu sein und an sich zu arbeiten. Das sind schon Argumente, mit denen man Spielern den KSC schmackhaft machen kann.


ksc.de:
Beim Heimspiel gegen Rot Weiss Essen hat sich Sebastian Freis mit seinen drei Treffern eindrucksvoll in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit geschossen. Sie haben ihn im letzten Jahr damals noch in der U19 trainiert. Klopft man sich da im Stillen nicht auch mal selbst auf die Schulter und denkt sich: Gut gemacht?

Markus Kauczinski:
Nein. Man ist nur ein kleiner Teil seiner Entwicklung. Schließlich haben wir nur unseren Job gemacht, die besten Talente des Vereins so gut, wie es uns möglich ist, zu fördern. Sebastian hat eine hohe Eigenmotivation und hat sich ständig steigern können, er hat selbst den größten Anteil daran, dass er schon so weit ist. Wir sind hier aber sehr stolz auf ihn und verfolgen gespannt seine Entwicklung. Nach dem Spiel gegen Essen waren hier alle aus dem Häuschen. Dass er dermaßen auftrumpfte, konnte man nur träumen.


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