„Das Gefühl war unbeschreiblich“

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Marin Sverko spielt seit der U13 beim Karlsruher SC. Ursprünglich kommt Sverko aus Kieselbronn bei Pforzheim. Dort spielte er auch vor seiner Zeit beim KSC beim beheimaten 1. FC Kieselbronn. In schon frühen Jahren ereilte Marin Sverko ein ganz besonderes Fußballerlebnis, denn er spielte mit der der Kroatischen Nationalmannschaft die vom 17. Oktober bis 8. November stattfindende FIFA U17-Weltmeisterschaft in Chile. Die Redaktion von ksc.de sprach mit ihm über dieses Erlebnis.

Marin, du warst ja bei euren fünf Spielen bei dieser Weltmeisterschaft zweimal in der Startelf gestanden. Was war das für ein Gefühl für dich?
Das Gefühl beim ersten Spiel gegen Chile war unbeschreiblich. Beim Anblick des vollen Stadions hatte ich Gänsehaut. Es war extrem laut dort und die Stimmung war unbeschreiblich, zumal es ja auch noch gegen den Gastgeber ging. Am Ende trennten wir uns mit Chile unentschieden (1:1). Es war bislang einer der schönsten Momente in meinem Fußballer-Leben! Gegen die USA war das Stadion zwar nicht ganz so voll, jedoch war unser Spiel deutlich besser, sodass wir eins der spannendsten Spiele dieser Weltmeisterschaft ablieferten.  Wir lagen bereits mit 2:0 gegen die USA zurück und schafften am Ende noch das 2:2.

Und jetzt mal ganz ehrlich: Vor mehr als 20.000 Zuschauern zu spielen, beflügelt oder verängstigt?
Vor den Spielen war ich schon ein wenig nervös, das muss ich schon zugeben. Ich spiele normalerweise eher vor 300 als vor 20.000 Zuschauern. Als ich dann auf dem Spielfeld stand und die Nationalhymne hörte, konnte ich meine Nervosität ablegen. Kurz vor dem Anstoß hab ich mich noch einmal umgeschaut und war sehr beflügelt von den vielen Besuchern, die extra ins Stadion gekommen sind, um meiner Mannschaft und mir zuzuschauen.

Leider kamst du „nur“ in den ersten beiden Spielen zum Einsatz. Hab es dafür bestimmte Gründe?
Ich glaube ich habe in den ersten beiden Spielen gegen Chile und die USA eine solide Leistung abgeliefert. Da ich kurz vor der Weltmeisterschaft noch verletzungsbedingt eine Weile pausieren musste, fehlte mir auch die Ausdauer und dadurch saß ich im dritten Spiel auf der Bank. Im dritten Spiel ging es gegen den späteren Weltmeister Nigeria. Da wir dieses Spiel mit 2:1 gewonnen hatten und uns dadurch fürs Achtelfinale qualifizierten, setzte der Trainer von nun an auf die diese Aufstellung. Natürlich war das kein schönes Gefühl. Am Ende steht aber der Erfolg des Teams im Vordergrund und nicht das jedes Einzelnen.

Im Achtelfinale stand euch mit der Deutschen U17-Nationalmannschaft ein extrem schwerer Gegner gegenüber. War dieses Spiel etwas Besonderes für dich, zumal du ja auch schon mit dem Adler auf der Brust gespielt hast?

Ja, das Spiel gegen Deutschland war natürlich ein besonderes Spiel. Wie schon gesagt habe ich selbst schon für Deutschland gespielt und ich kenne einige Spieler aus dem Team. Dennoch war es für unsere Mannschaft ein Spiel, das zu gewinnen war. Am Ende setzten wir uns mit 2:0 durch und zogen ins Viertelfinale ein.

Im Viertelfinale war dann aber gegen den späteren Finalisten Mali schluss und ihr musstet euch knapp mit 0:1 geschlagen geben. War die Enttäuschung groß oder war es für euch schon ein Erfolg überhaupt soweit gekommen zu sein?

Natürlich war die Enttäuschung nach der Niederlage gegen Mali groß, zumal wir uns nur knapp geschlagen geben mussten. Wir haben an diesem Tag nicht unsere beste Leistung gezeigt. Es wäre einiges mehr drin gewesen gegen Mali. Unsere Landsleute aus Kroatien waren von unserem Erfolg aber positiv überrascht und sehr zufrieden mit unserer Leistung bei dieser WM.

Kommen wir abschließend noch zum KSC. Dein Trainer Ramon Gehrmann beschreibt dich als einen Spieler mit Riesenpotential und einer super Mentalität. Zudem sieht er ein solches Turnier für deine persönliche Entwicklung als sehr fördernd an.

Es ehrt mich natürlich wenn mein Trainer über mich solche Worte verliert. Aber mir ist klar, dass ich noch viel und hart an mir arbeiten muss. Dieses Turnier war eine tolle Erfahrung für mich aber jetzt steht meine Zeit beim KSC wieder im Fokus. Derzeit läuft es bei uns noch nicht so rund und wir wollen da jetzt gemeinsam aus dieser sportlich schwierigen Situation wieder herauskommen.

Das Interview führte Fabian Dürr


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