Bittere Pleite für U17
Der U17-Nachwuchs des Karlsruher SC unterlag am Samstag den Gästen aus Nürnberg mit 1:3 und verlor somit auch den Anschluss an die Tabellenspitze. Die Jungs von Trainer Lukas Kwasniok konnten gegen die Franken nicht ihr gewohntes Leistungspotential abrufen und verloren nicht unverdient.

Die Gäste agierten von Beginn an sehr konzentriert, bissig in den Zweikämpfen und präsentierten sich deutlich besser, als es ihr derzeitiger Tabellenplatz aussagt. Hinzu kam, dass die Partie eigentlich schon vorentschieden war, bevor sie richtig begann. Die Zuschauer hatten noch nicht ihre Plätze eingenommen, da zappelte der Ball schon zwei Mal im Karlsruher Gehäuse. In beiden Aktionen schliefen die Wildparkbuben - beiden Treffern ging ein gegnerischer Einwurf voraus, aus welchem sich jeweils ein Freilauf auf unser Tor entwickelte. In der zweiten Minute verwertete Gästespieler Diawusie die erste Chance zur Führung und keine Zeigerumdrehung später netzte Harlass zur 2:0-Führung ein. In der Folge bemühten sich unsere Jungs redlich um den Anschlusstreffer, doch zunächst verfehlte Vujinovic mit einem Lupfer das Tor knapp und Schmitt scheiterte mit einem Schuss aus kurzer Distanz am Nürnberger Schlussmann. In der 33. Minute fiel der Anschluss dann doch, als Muslija einen an ihm versuchten Elfmeter eiskalt verwertete. Kurz vor der Halbzeit hatten die Gäste zwei große Möglichkeiten, die alte zwei Tore-Führung herzustellen, doch zunächst zielte der bärenstarke Engelhardt über den Karlsruher Kasten und nur kurze Zeit später traf Diawusie den Pfosten.
In der zweiten Halbzeit suchten die Badener ihr Heil in der Offensive, konnten jedoch drei große Möglichkeiten jeweils aus ähnlicher Position durch Engels, Vujinovic und Delic nicht im Tor unterbringen und scheiterten am Nürnberger Torhüter. Auf der anderen Seite warteten die Gäste auf die sich häufenden Fehler unserer Spieler, um die größer werdenden Räume schnell zu bespielen. Dabei hatte der KSC in einigen Situationen Glück, nicht den dritten Treffer kassiert zu haben. Die größte Gelegenheit vergab zunächst Arndt, als ein Schuss von ihm gegen das Aluminium klatschte. In der 55. Spielminute war es dann jedoch soweit, und die Schwäche bei Standards wurde den Karlsruhern erneut zum Verhängnis. Einen Eckball köpfte der Nürnberger Arndt freistehend zum 3:1 ein. Von diesem Genickschlag erholte sich die Heimelf nicht mehr und musste den Platz als Verlierer verlassen.
Lukas Kwasniok nach der Partie: „Leider haben wir die Anfangsphase komplett verschlafen. Einen Zwei-Tore-Rückstand aufzuholen, ist dann nicht so einfach, auch wenn es durchaus möglich gewesen wäre. Unterm Strich geht diese Niederlage völlig in Ordnung, da bei uns die letzten Prozentpunkte in Sachen Verteidigungswillen gefehlt haben und wir oft nur zweiter Sieger in den entscheidenden Duellen waren.“









