Kinsombi: "Wir werden unsere Tore noch machen"

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Neuzugang David Kinsombi hat sich im Wildpark auf Anhieb einen Stammplatz erkämpft. In den ersten drei Ligaspielen kam der gebürtige Hesse stets von Beginn an zum Einsatz. Im Interview mit ksc.de spricht Kinsombi über die erste Zeit im Club, seine Flexibilität auf dem Platz und das bevorstehende Auswärtsspiel in Berlin.

David, wie habt ihr die längere Vorbereitungszeit im Rahmen der Länderspielpause genutzt?
Es sind zwar besondere Umstände, wenn mehrere Spieler fehlen, aber auf unsere eigentliche Trainingsarbeit hat das keinen Einfluss. Wir haben so trainiert wie immer und weiter an den Sachen gearbeitet, an denen wir auch schon die Wochen zuvor gearbeitet haben.

Der Trainer hat euch ein paar freie Tage gegönnt – wie hast du die freie Zeit verbracht?
Ich habe die Tage vor allem dazu genutzt, mich zu erholen und mental ein wenig runterzukommen. Trotzdem ist es wichtig, hier und da auch ein paar Läufe zu absolvieren, um sich fit zu halten. Das nächste Spiel hast du immer vor Augen.

Drei Ligaspiele habt ihr absolviert – keines davon verloren, aber auch keines gewonnen. Wie bewertest du euren Saisonauftakt?
Mit gemischten Gefühlen. Positiv ist vor allem die Tatsache, dass wir nur ein Gegentor kassiert haben und generell kaum Torchancen zulassen. Das ist auf jeden Fall schon mal eine gute Basis, auf der wir aufbauen können. Wir wissen aber auch, dass unser Spiel nach vorne ausbaufähig ist. Wir müssen daran arbeiten, noch variabler und vor allem effektiver zu werden. 

Wie wollt ihr das bewerkstelligen?
Es gibt immer Methoden, daran zu arbeiten. Sei es durch die tägliche Trainingsarbeit auf dem Platz oder die Analyse einzelner Spielszenen per Video – gerade, was unsere einzelnen Laufwege angeht. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, weiterhin mit Geduld und durchdacht anzugreifen. Wir werden unsere Tore noch machen, davon bin ich überzeugt.

Du bist unter Tomas Oral bislang stets im defensiven Mittelfeld eingesetzt worden, kannst aber mehrere Positionen bekleiden. Auf welcher fühlst du dich am wohlsten?
Ich habe in meiner Jugendzeit auf vielen verschiedenen Position gespielt und bin auch während meiner Zeit in Frankfurt sehr variabel ausgebildet worden. Eine Lieblingsposition in dem Sinne habe ich nicht. Grundsätzlich fühle ich mich in der Zentrale, ob im defensiven Mittelfeld oder der Innenverteidigung, am wohlsten. Dort habe ich das Gefühl, der Mannschaft am besten helfen zu können. Was aber nicht heißt, dass ich nicht auch auf den Außenpositionen spielen kann.

Die Einsätze im KSC-Trikot waren für dich die ersten in Liga zwei. Inwiefern hast du dich an die neue Liga gewöhnen müssen?
Es ist ja völlig normal, dass man sich an eine neue Liga – egal ob eine Etage höher oder tiefer – gewöhnen und anpassen muss. Das gilt auch für mich. Zum Glück habe ich viele erfahrene Spieler um mich herum – das macht die Aufgabe um einiges leichter.

Wie hast du als Neuzugang die erste Zeit im Club erlebt?
Die ersten Wochen sind gefühlt wie im Flug vergangen. Ich hatte schnell das Gefühl, hier angekommen zu sein. Das Team hat es mir aber auch sehr einfach gemacht und mich super aufgenommen. Den KSC als Verein kannte ich als Fußballprofi auch schon vorher, aber jetzt bin ich ein Teil dieses Clubs und das fühlt sich super an.

Gibt es Kollegen, mit denen du abseits der Arbeit besonders viel Zeit verbringst?
Ich glaube, es spricht für die Mannschaft, wenn ich sage, dass es eigentlich keinen Spieler gibt, mit dem ich nicht auch außerhalb des Platzes Kontakt habe und hin und wieder etwas unternehme. Wir sind da wirklich eine geschlossene Truppe.

Am Samstag warten die „Eisernen“ von Union auf euch. Was für einen Gegner erwartest du?
Einen sehr unangenehmen. Wie immer, wenn es gegen Union geht. Ich denke, mit zwei Punkten aus den ersten drei Spielen können auch sie nicht zufrieden sein. Entsprechend heiß und motiviert werden sie wohl ins Spiel gehen, aber wir werden darauf vorbereitet sein.

Worauf wird es ankommen, um den ersten Dreier der Saison einzufahren?
Wir müssen an die positiven Aspekte anknüpfen und die Dinge, die wir in den ersten Spielen gut gemacht haben, beibehalten. Wir müssen weiterhin defensiv stabil stehen und dafür sorgen, dass wir über 90 Minuten kompakt verteidigen. Wenn wir es schaffen, in Führung zu gehen, ist die Chance groß, dass der Knoten bei uns platzt und wir etwas befreiter aufspielen können.

Das Interview führte Amin Mir Falah


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