Gordon: "Ich bin von meinen Qualitäten überzeugt"
In der Wintervorbereitung hat Daniel Gordon nach langer Verletzungspause sein Comeback gefeiert. Im Interview spricht er über seine Genesung, den Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung und seine persönliche Vergangenheit beim kommenden Gegner.

Daniel, nach fast zwei Monaten Winterpause geht es für euch am Sonntag im Heimspiel gegen Frankfurt wieder um drei Punkte. Wie groß ist die Vorfreude?
Jeder einzelne von uns ist heiß auf den Start. Vorbereitung hin oder her - schlussendlich fiebern wir immer den Spielen in der Liga entgegen, wenn es wieder ernst wird und die Punkte verteilt werden.
Das Highlight der Vorbereitung, das Spiel gegen die Bayern, hast du persönlich nicht bestreiten können. Dafür haben dir die Fans im Wildpark ein Geburtstagsständchen gesungen. Hat das ein wenig Trost gespendet?
Ich wäre natürlich liebend gerne an meinem Geburtstag gegen die Bayern aufgelaufen, aber leider kam das Spiel für mich noch zu früh. Trotzdem war es ein schöner Tag für mich. Dazu hat natürlich auch das Ständchen unserer Fans beigetragen. Wichtig war, dass die Mannschaft ihren Job klasse gemacht und ein gutes Bild abgegeben hat.
Dein Comeback hast du schließlich im Test gegen Freiburg gegeben. Wie war es für dich, nach der langen Verletzungspause wieder auf dem Platz zu stehen?
Für mich persönlich ist es natürlich wichtig, verletzungsfrei zu bleiben und Spielminuten zu sammeln. Dementsprechend glücklich war ich über meinen Einsatz gegen Freiburg. Jetzt hoffe ich darauf, so schnell wie möglich auch wieder Punktspiele zu bestreiten.
Der Grund für deine Zwangspause waren anhaltende Knieprobleme. Bist du aktuell wieder beschwerdefrei?
Ich befinde mich da auf einem richtig guten Weg. Im Trainingslager habe ich bereits sehr viel mitmachen können. Nach dem Spiel gegen Greuther Fürth hatte ich noch kleine Wehwehchen, aber es bewegt sich alles im normalen Bereich. Entscheidend ist, dass ich schnellstmöglich den Punkt erreiche, an dem ich wieder ohne Scheu in die Zweikämpfe gehen kann.
Bist du fit genüg für die Partie gegen Frankfurt?
Ich bin noch nicht ganz bei hundert Prozent, daher wird es wohl nicht für 90 Minuten reichen, aber grundsätzlich stehe ich für das Spiel bereit. Den letzten Feinschliff hole ich mir bis dahin über die nächsten Trainingseinheiten.
Wie ordnest du den Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung und deine persönliche Rolle dabei ein?
Es hat mich gefreut, zu sehen, dass die Kollegen in der Innenverteidigung einen guten Job gemacht haben. In einer intakten Mannschaft ist es wichtig, dass einzelne Ausfälle kompensiert werden können. Für mich geht es jetzt darum, mich wieder reinzubeißen. Ich bin von meinen Qualitäten überzeugt und werde in den nächsten Wochen Vollgas geben. Ich glaube, es besteht kein Zweifel daran, dass ich in fittem Zustand mehr als konkurrenzfähig bin.
Das Innenverteidiger-Duo Gordon/Mauersberger wird es nach Mauers Wechsel zu den Löwen beim KSC in Zukunft nicht mehr geben. Wie hast du seinen Abschied aufgenommen?
Schon mit einem weinenden Auge. Wir haben hier dreieinhalb Jahre lang eine sehr erfolgreiche Zeit zusammen erlebt. Da fällt so ein Abschied immer schwer. Dennoch kann ich seine sportliche Entscheidung, in seiner Heimatstadt München wieder mehr Spielpraxis zu sammeln, nachvollziehen.
Dein Vertrag läuft zum Saisonende aus. Dürfen die Fans auf einen Verbleib von dir hoffen?
Wir befinden uns zurzeit in ersten Gesprächen, ohne das Ganze wirklich intensiviert zu haben. Grundsätzlich bin ich aber optimistisch, dass wir da auf einen gemeinsamen Nenner kommen und es für mich hier in Karlsruhe weitergeht.
Zum Liga-Auftakt im neuen Jahr heißt der Gegner FSV Frankfurt. Du hast selbst ein Jahr dort unter Vertrag gestanden. Wie blickst du auf deine Zeit am Main zurück?
Sportlich betrachtet war das keine gute Zeit für mich, das muss ich ehrlich zugeben. Ich hatte ein schwieriges Jahr dort, da ich kaum gespielt habe. Manchmal gehört so eine Zeit zu einer Profikarriere aber einfach dazu.
In der Tabelle steht der FSV fünf Plätze hinter dem KSC auf Rang 14 und hat die letzten beiden Spiele vor der Winterpause verloren. Anders der KSC, der die letzten zwei Ligaspiele gewonnen hat. Im Hinspiel gab es einen Auswärtssieg. Seht ihr euch fürs Rückspiel in der Favoritenrolle?
Ja, ich denke schon, dass wir als Favorit ins Spiel gehen und auch gehen wollen. Wir haben ein Heimspiel und sind selbstbewusst genug, zu sagen, dass wir einen Dreier wollen. Dennoch haben wir großen Respekt gegenüber den Frankfurtern, die in dieser Saison schon oft gezeigt haben, dass sie auswärts sehr stark sind. Deshalb wird es für uns wichtig sein, in der Defensive wieder eine gute Struktur im Spiel zu haben. Das ist die Basis dafür, dass wir uns vorne Chancen herausspielen können - und dann können wir den Frankfurtern auch Probleme bereiten.
Das Interview führte Amin Mir Falah











