Trotz harten Kampfs: KSC zieht im Derby den Kürzeren
Vor 27.930 Zuschauern im ausverkauften Wildpark musste sich der KSC in der 56. Auflage des Baden-Württemberg-Derbys den Gästen aus Stuttgart am Sonntagnachmittag mit 1:3 geschlagen geben. Asano brachte die Schwaben in Durchgang eins früh in Führung, ehe Simon Terodde kurz nach Wiederanpfiff auf 2:0 aus Sicht der Gäste erhöhte. Die Hausherren konnten durch einen von Moritz Stoppelkamp verwandelten Strafstoß zwar zügig auf 1:2 verkürzen, doch vier Minuten vor Schluss besiegelte Alexandru Maxim mit dem dritten Treffer der Gäste die Heimniederlage für die Blau-Weißen.

Aus dem Wildparkstadion berichtet Amin Mir Falah
Im Vergleich zum Auswärtssieg in Würzburg am vergangenen Freitag musste KSC-Chefcoach Tomas Oral seine Startelf auf einer Position umbauen: Für den kurzfristig erkrankten Bjarne Thoelke rutschte Neuzugang Jordi Figueras in die Innenverteidigung. Das KSC-Gehäuse hütete erneut Kapitän Dirk Orlishausen. Als Ersatz für ihn saß Florian Stritzel auf der Bank.
Asano beschert Gastgebern frühen Rückstand
Die Hausherren begannen von Beginn an zielstrebig und zeigten, wie gewillt sie waren, den Derbysieg einzufahren. Aus einer kompakten Defensive heraus suchten die Mannen von Tomas Oral mit langen Pässen in die Schnittstellen immer wieder die beiden Spitzen Kamberi und Hoffer. Doch trotz des bemühten Auftretens waren es die Gäste aus Schwaben, die nach zehn Minuten in Führung gingen. Nach einem Freistoß aus halblinker Position legte Mané den Ball im KSC-Sechzehner zurück für Asano, der mit einem gezielten Flachschluss aus 14 Metern KSC-Keeper Orlishausen keine Chance ließ.
Yamada hat Ausgleich auf dem Fuß
Die Blau-Weißen zeigten sich vom frühen Rückstand unbeirrt und näherten sich immer wieder dem Kasten von VfB-Schlussmann Langerak. So auch in der 18. Minute, als Langerak einen von Stoppelkamp getretenen Eckball vor die Füße von Hiroki Yamada faustete, der nicht lange fackelte und direkt abzog, das Leder segelte jedoch knapp über den Querbalken hinweg ins Toraus.
Auch in den Folgeminuten bekamen die Zuschauer im ausverkauften Wildpark ein rassiges Derby zu sehen mit vielen Strafraumszenen hüben wie drüben. Die ganz klaren Torchancen blieben in den Schlussminuten des ersten Durchgangs aber aus, sodass es für die Mannen von Tomas Oral mit einem 0:1-Rückstand in die Halbzeit ging.
Turbulenter Start in Durchgang zwei
Die zweite Hälfte begann turbulent. Die Hausherren betraten zunächst ohne personelle Änderungen den Rasen, VfB-Coach Hannes Wolf aber brachte Torjäger Simon Terodde für Innenverteidiger Sunjic. Und es dauerte keine zwei Minuten, bis der Joker der Gäste zustach. Nach einer Flanke von Insua nickte Terodde im Strafraum zum 0:2 aus Sicht der Gastgeber ein - ein herber Nackenschlag! Die Blau-Weißen ließen sich aber auch davon nicht unterkriegen und verkürzten nur knappe drei Minuten später auf 1:2. Insua war im eigenen Strafraum mit der Hand am Ball gewesen: Schiedsrichter Stegemann zeigte folgerichtig auf den Punkt. Moritz Stoppelkamp übernahm die Verantwortung und verwandelte souverän (51.). Damit waren die Badener wieder im Spiel!
Maxim mit der Vorentscheidung
Die Blau-Weißen blieben weiter hartnäckig und warfen in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorne, um zumindest einen Punkt noch mitzunehmen. Doch vier Minuten vor Schluss nutzten die Gäste aus Stuttgart die freigewordenen Räume für einen schnell vorgetragenen Konter, den Alexandru Maxim mit einem Schuss aus kurzer Distanz zum 1:3-Endstand vollendete.
Für den KSC geht es bereits am kommenden Freitag mit dem nächsten Ligaspiel weiter, dann gastieren die Mannen von Tomas Oral beim 1. FC Heidenheim (Anstoß 18.30 Uhr).









