KSC mischt nach Derby-Sieg weiter oben mit
Der KSC hat sich nach einem 2:1 (0:0)-Sieg im badischen Derby gegen den SV Sandhausen mit dem ersten Dreier des Jahres weiter oben festgesetzt und belegt nun den Relegationsaufstiegsplatz. In einer umkämpften Zweitligabegegnung, in der der KSC vor allem in Hälfte 2 die tonangebende Mannschaft war, führten Dominik Peitz (51.) und Rouwen Hennings (79.) mit ihren Toren die Entscheidung herbei. Somit sind die Blau-Weißen nun bereits seit 12 Spielen ungeschlagen.

Aus dem Wildpark berichtet Matthias Hahn
Beim KSC gab es nur eine personelle Änderung in der Startelf. Dominik Peitz durfte nach abgesessener Gelb-Sperre wieder von Beginn an auf dem Feld mitmischen und verdrängte damit Kai Schwertfegert aus der Anfangsformation.
Gegen den Tabellenachten gingen die Hausherren vor heimischer Kulisse von Beginn an mit viel Selbstbewusstsein zu Werke und erarbeiteten sich bereits früh gute Möglichkeiten. Vor allem nach Standardsituationen wurde es gefährlich. In der 14. Minute versuchte sich Jan Mauersberger nach einem Freistoß von Selcuk Alibaz per Kopf. Mit dem Rücken zum Tor stehend konnte er den Ball an der Fünfmeterraumgrenze aber nicht entscheidend in Richtung Tor befördern. Nur eine Minute später war es dann Rouwen Hennings, der nach einer Hereingabe von Phillip Klingmann aufs gegnerische Tor köpfte und in Riemann seinen Meister fand. Auch in der 24. Minute sorgten die Blau-Weißen für Gefahr im Gästestrafraum. Nach einem sehenswerten Pass von Peitz auf Manuel Torres kam dieser aus etwa fünf Metern zum Abschluss, traf den Ball allerdings nicht richtig, auch weil der Winkel zu spitz war. Während sich die Mannschaft von Alois Schwartz in erster Linie auf Defensivarbeit konzentrierte, probierte es die Kauczinski-Elf aus allen Lagen. So zum Beispiel Peitz, der mit einem satten Distanzschuss aus 30 Metern Riemann erneut zu beschäftigen wusste. Auf der Gegenseite verlebte Dirk Orlishausen bis dato einen recht entspannten Nachmittag. In der 31. Minute war er dann jedoch nach einem Schuss von Nicky Adler gefordert und parierte den in die rechte obere Torecke platzierten Ball mit Bravour.
Die zweite Halbzeit begann turbulent. Zunächst wären die Gäste in der 50. Minute durch Nicky Adler beinahe mit 0:1 in Führung gegangen, doch der Ball prallte nur gegen den linken Pfosten Die Antwort des KSC kam postwendend. Nach einem über Torres vorgetragenen Angriff landete der Ball im Strafraum bei Peitz. Dieser fackelte nicht lange und beförderte die Kugel, unhaltbar für Riemann, aus halbrechter Position zum 1:0 ins Tor des SV Sandhausen. Die 13322 Zuschauer sahen nun einen befreit aufspielenden KSC, der die Entscheidung suchte. Die hätte Alibaz nur drei Minuten nach der Führung auch um ein Haar erzielt. Nachdem er Riemann im Strafraum bereits umkurvt hatte, zögerte er beim Abschluss etwas zu lange und setzte den Ball schließlich neben das Tor. Doch auch die Gäste wollten sich noch nicht geschlagen geben und kamen dem Ausgleich in der 66. Minute gefährlich nahe. Orlishausen und Klingmann retteten gleich doppelt gegen Marco Thiede, der zweimal aus acht Metern Torentfernung scheiterte. In der 72. Minute gab es dann unschöne Szenen. Der zur Halbzeit eingewechselte Florian Hübner musste nach einer Tätlichkeit an Ilian Micanski das Spielfeld bereits vorzeitig verlassen, sodass die Gäste die Partie zu zehnt zu Ende spielten. Auch in der 78. Minute stand der Unparteiische Christian Leichter im Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem KSC-Konter brachte Riemann Torres im Strafraum mit unfairen Mitteln zu Fall. Leichter zögerte keine Sekunde und entschied auf Strafstoß. Hennings stellte sich der Verantwortung und verwandelte souverän zum 2:0. Eigentlich wäre die Partie damit gelaufen gewesen. Doch der KSC machte es am Ende noch einmal unnötig spannend. Nicky Adler nutzte in der 86. Minute eine Unachtsamkeit der Karlsruher Hintermannschaft aus und verkürzte damit auf 2:1. Dabei blieb es jedoch, sodass der KSC den ersten Dreier im Jahr 2014 einfahren konnte.









