"Wenn ich kein Gas gebe, rasiert er mich"

aKAdemie von Brand

Bereits seit der E-Jugend schnürt der 17-jährige Jimmy Marton seine Fußballschuhe für den KSC. Mittlerweile ist der Stürmer in der U19 angekommen und trat nun erstmals mit den Profis die Reise ins Trainingslager nach Belek an. Im Interview spricht Marton über die überraschende Nachricht, das Trainingslager und die U19.

Jimmy, Mitte Januar ging es für dich mit den Profis ins Trainingslager. Wie hast du von der Teilnahme erfahren und wie ging es dir dabei?
Am Dienstag vor der Abreise habe ich zuerst von meinem Berater und Oliver Kreuzer Bescheid bekommen, danach von Burkhard Reich und meinem Trainer. Die Nachricht war natürlich etwas Besonderes, auch weil ich es gar nicht erwartet hatte. Als ich es gehört habe, war ich aber natürlich sehr glücklich darüber.

Und was hast du als Erstes gemacht, nachdem du davon erfahren hast?
Ich habe es meinen Eltern und meinen Brüdern erzählt. Danach habe ich die Nachricht für mich behalten und es erst später dem Freundeskreis berichtet.

Wie hast du die Tage vor der Abreise verbracht? Entwickelt man als Neuling eine Strategie, mit der man ins Trainingslager geht?
Naja, viel Zeit zum nachdenken hatte ich nicht. Der Druck war schon da, aber alle haben mir den Ratschlag gegeben, ruhig zu bleiben und einfach mein Spiel zu spielen. Kurz vor der Abfahrt war die Anspannung nochmal groß, das hat sich allerdings schnell wieder gelegt. Eine wirkliche Strategie hatte ich aber nicht.   

Findet man gut Anschluss, wenn man neu in eine solche Gruppe kommt?
Ja. Ich wurde gut aufgenommen und die meisten Spieler sind eigentlich mit mir umgegangen, als wäre ich schon länger dabei. Auch während der Spiele konnte ich die Unterstützung der Spieler spüren. Einige kenne ich bereits aus der Jugend. Mit Max Reule beispielsweise habe ich schon in der U17 gespielt und mir nun mit ihm in Belek ein Zimmer geteilt.

Wie würdest du dich als Spieler charakterisieren? Wo liegen deine Stärken und wo siehst du Verbesserungspotenzial?
Meine Stärken liegen vor allem in meiner Schnelligkeit und meiner Technik. Schwachpunkt ist mein Kopfballspiel, daran muss ich noch arbeiten.

Markus Kauczinski sagt, du müsstest noch die Wettkampfhärte spüren und sehen, was man alles können muss, wenn man nach oben will. Konntest du davon in Belek einen Eindruck gewinnen?
Ja, auf jeden Fall. In Belek waren da plötzlich sechs Stürmer. In der Situation merkt man auch, wie groß der Konkurrenzkampf auf dem Niveau eigentlich ist. Da kann man nicht als junger Stürmer kommen und erwarten, auch gleich auf der gewohnten Position eingesetzt zu werden. Aber es ging schon. Ich war in beiden Testspielen dabei und habe im ersten Spiel gegen Aalen im rechten Mittelfeld und gegen Gladbach im Sturm gespielt.

Stellst du nach der Teilnahme am Trainingslager bestimmte Ansprüche?
Nein, das nicht. Ich hoffe, ich kann wöchentlich vielleicht ein bis zwei Mal bei den Profis trainieren, um mich für die nächste Saison zu empfehlen. Dieses Jahr ist der Blick allerdings eher auf die U19 gerichtet. In der jetzigen Situation brauchen wir da jeden Mann.

Weißt du denn, wie zufrieden man mit deinen Leistungen war?
Mir wurde schon vom Sportdirektor in Belek gesagt, dass ich mich gut präsentiert habe. Vor einigen Tagen hat Argirios Giannikis zu mir gesagt, dass ich, wenn ich denn will, viel drauf habe. Und dass er mich aber rasiert, sollte ich in der A-Jugend kein Gas geben (lacht).

Was sind deine Ziele für dieses Jahr?
In erster Linie will ich mit der U19 eine richtig gute Rückrunde spielen. Mit der Qualität unserer Mannschaft darf man eigentlich gar nicht dort stehen, wo wir es derzeit tun. Für mich persönlich hoffe ich, viele und auch wichtige Tore zu schießen, damit wir Erfolg haben und unten raus kommen.


Match
Center