Wendung in Stadionfrage
Wende in der Stadionfrage des KSC: Der Verein kann das Projekt nicht aus eigener Kraft stemmen, erklärte Präsident Hubert H. Raase am Mittwochvormittag auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz. Nun soll die Stadt einspringen.
Von Andreas Eisinger
„Wir wurden wieder einmal von Vertragsmodalitäten aus der Vergangenheit eingeholt“, erläuterte er den „schmerzlichen Verzicht“ auf das Projekt in Eigenregie. Jetzt soll die Stadt den Stadionumbau stemmen.
„Kein KSC-Fan lässt seinen Verein im Stich, wir tun das auch nicht“, versprach Oberbürgermeister Heinz Fenrich. Auch er bedauere den Schritt, KSC und Stadt hätten viel Herzblut in die Planung gesteckt. Welche Altlasten zur Entscheidung gegen den Eigenbau geführt haben, wollte Raase nicht näher erläutern, verriet nur: „Es wäre sogar der Spielbetrieb in Gefahr gewesen, der Schritt wäre nicht zu verantworten.“
„Wir müssen uns jetzt neu aufstellen, Strategie und Taktik überdenken“, sagte Oberbürgermeister Fenrich, deshalb komme in jedem Fall der bisherige Zeitplan durcheinander. Eigentlich sollten schon im nächsten Sommer die Bagger im Wildpark anrollen - „das schaffen wir durch die neue Situation wohl nicht, aber diese Zeit müssen und sollten wir uns jetzt nochmal nehmen“, so Fenrich. Die Standortfrage will das Stadtoberhaupt offenbar nicht erneut zur Diskussion stellen: "Wir haben ja verschiedene Standorte geprüft und sind zum Ergebnis gekommen, dass jeder alternative Bauplatz Probleme und Verzögerungen mit sich brächte."











