Weiß: „Als Torwart ist man Teil einer kleinen Familie innerhalb der Mannschaftsfamilie“
Seit etwas mehr als einer Woche ist unser U19-Torhüter Max Weiß zurück aus dem DFB-Torwart-Camp. Der 1,90 Meter große Schlussmann, der beinahe eine Karriere als Stürmer eingeschlagen hat, hat sich vier Fragen rund um sein Torwartspiel gestellt.

Wolltest du schon immer Torwart werden?
„Überhaupt nicht. Zu Beginn meiner Fußballlaufbahn in Waldhof Mannheim war ich noch Stürmer. Da ich auch gerne ins Tor gegangen bin kam der Übergang, dass ich eine Hälfte im Tor stand und die andere vorne im Feld. Mit neun Jahren habe ich dann eine Einladung als Torwart in ein Kinderperspektivteam erhalten und so war dann der Weg festgelegt, da ich die Chance natürlich gerne genutzt habe. Ich würde behaupten, dass das genau die richtige Entscheidung war“, antwortete der U19-Kapitän schmunzelnd.
„Allerdings bringt die Erfahrung als Stürmer durchaus Vorteile mit sich. Ich habe ein gutes Spiel mit dem Fuß und bin ein Torwart, der hinten gerne mal zockt. Das birgt ein gewisses Risiko, aber ich mache es gerne. Ich kann das Denken der Stürmer etwas besser nachvollziehen und sie dadurch als Torwart besser lesen.“
Wer ist dein fußballerisches Vorbild und warum?
„Was die spielerischen Punkte angeht ist das Marc-André ter Stegen. Von ihm kann man sich sehr viel anschauen, ob das jetzt der rechte oder der linke Fuß oder sein Spiel auf der Linie ist. Er spielt einfach richtig gut. Aber auch Donnarumma, der bei der EM ein riesen Turnier gespielt hat, ist klasse. Als junger Torwart kann man sich sehr viel abschauen, was sein Torwartspiel angeht. Wenn ich Fußballschaue, schaue ich immer gerne auf die Torhüter. Im Fernsehen ist das etwas schwierig aber im Stadion ist es spannend zu sehen, was passiert wenn die Torhüter nicht gerade in der Situation sind.“
Wie kann man sich ein Training als Jugendspieler bei den Profis vorstellen?
„Besonders! Es ist ganz anders als in der Jugend. Es ist ein anderes Niveau und eine andere Schnelligkeit im Spiel. Da ich jetzt auch schon länger dabei bin, habe ich keinen Welpenschutz mehr und ich werde so behandelt, als ob ich ein fester Teil der Mannschaft bin. Das ist -wie ich finde- genau richtig so. Wenn ich mal einen Fehler mache, bekomme ich das auch klar und deutlich gesagt, aber daraus lerne ich dann. Es ist super solche Leute an seiner Seite zu haben von denen man auch noch so viel lernen kann. Vor allem wenn man als Torwart dann noch so Kollegen hat wie Marius Gersbeck und Markus Kuster. Das ist eine richtig coole Gruppe, die mich alle super aufgenommen haben. Wir sind auch wie eine kleine Familie, da kam es auch schon vor, dass sie mich vom Bahnhof abgeholt oder ich zwischen den Einheiten bei Marius Gersbeck zu Mittag gegessen habe. Das ist nicht selbstverständlich aber richtig cool.“
Was bedeutet es für dich Torwart beim KSC zu sein?
„Viel! Es ist ein besonderer Club mit bekannten Legenden, wie beispielsweise Oliver Kahn. Als Torwart zu spielen ist etwas Einzigartiges, da es eine Position ist, die es nur einmal auf dem Feld gibt. Dadurch hat man eine gewisse Stellung. Nicht umsonst sagt man meist, dass Torhüter so bisschen einen an der Klatsche haben", erzählt uns der 17-Jährige mit einem Lächeln im Gesicht. "An der Aussage ist auch etwas Wahres dran, zumindest in Bezug auf die Torhüter mit denen ich bisher zusammen gekickt und die ich kennengelernt habe. Das „eine an der Klatsche haben“ auf dieser Position verbindet. Als Torwart ist man Teil einer kleinen Familie innerhalb der Mannschaftsfamilie. Beim KSC harmoniert unsere Familie super. Ich verstehe mich mit den Jungs aus meinem Jahrgang sehr gut. Es ist mir wichtig, dass sich auch der Trainer miteinbezieht und Teil der kleinen Torwartfamilie ist. Bei uns ist das so und das macht das Torwartsein beim KSC zu etwas Besonderem.“
Danke Max!
Wir freuen uns, dass du ein Teil unserer Familie bist.












