Weihnachtszeit ist Derbyzeit
(eis) Nach dem 2:1 Erfolg über den FC St. Pauli trifft der Karlsruher SC am kommenden Montag, 20.15 Uhr, im badischen Gipfeltreffen auf den SC Freiburg. Und im letzten Heimspiel des Jahres 2002 möchten die Karlsruher noch einmal so richtig Gas geben. "Freiburg ist schwer zu knacken", macht sich Cheftrainer Lorenz Günther Köstner auf eine harte Partie gefasst. "Aber wir können und müssen das packen, wir haben für die Heimspiele gegen Mannheim und Reutlingen etwas gut zu machen."
Im Team von Volker Finke sieh Köstner die spielerisch stärkste Mannschaft der Liga: "Freiburg bringt keine Befreiiungsschläge, sie lassen den Ball zirkulieren und versuchen sich Raum zu verschaffen." Ein harter Arbeitstag steht also vor allem der blauweißen Abwehr bevor. Dort kann der Übungsleiter personell wieder aus dem vollen Schöpfen, Torsten Kracht ist wieder fit und auch Waterink nach absolvierter Gelbsperre wieder einsatzbereit. Dennoch behält sich Köstner eine Änderung in der Defensivabteilung bislang vor: "Wir dürfen die Freiburger Spitzen nicht ins Spiel kommen lassen. Wen ich in die Abwehr stelle, entscheide ich erst kurzfristig." Es ist durchaus wahrscheinlich, dass Routinier Bernhard Trares, der seine Aufgabe als Abwehrchef in Hamburg souverän, auch am Montag im Abwehrzentrum des KSC auflaufen wird.
In der Bundesligaerfahrung der Freiburger sieht Köstner einen weiteren Vorzug der Gäste. Der 50 Jährige sah sich in der vergangenen Woche die Pokalniederlage des SC gegen den 1. FC Kaiserslautern an und warnt daraus die falschen Schlüsse zu ziehen: "Freiburg hätte eigentlich gewinnen müssen. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass sie den ein oder anderen Spieler geschont haben, weil der Aufstieg für sie Priorität hat."
Marco Grimms Oberschenkelverletzung stellte sich im Nachhinein als Muskelfaserriss heraus, er steht seinem Cheftrainer ebenso wie Christian Hasse in der Vorrunde nicht mehr zur Verfügung. Wie gegen St. Pauli wird auch Patrik Jezek dem Kader der Wildparktruppe angehören, mehr als ein Kurzeinsatz wird aber auch gegen die Freiburger nicht für ihn herausspringen. "Er hat ja seit Mai keine Spielpraxis mehr. Ich bin aber sehr froh, dass er bereits jetzt bei uns ist, damit er sich an das neue Umfeld gewöhnen und sich an die Mannschaft herantasten kann", so Trainer Köstner. "Und seine Torgefährlichkeit hat er ja am Montag schon mal angedeutet."
Der Kartenvorverkauf verläuft nach Angaben von KSC Pressesprecherin Ute Maag sehr viel versprechend, bei gutem Wetter möchte Sportmanager Rolf Dohmen gar den bisherigen Saisonrekord beim Auftakt gegen den 1. FC Köln einstellen. Zwischen 20.000 und 21.000 Zuschauer möchte Dohmen im Stadionrund versammelt sehen, wenn der Anpfiff Herbert Fandels ertönt. Über die Schiedsrichteransetzung freut sich Köstner besonders. "Das ist das erste Heimspiel unter meiner Regie, das gestandener Bundesligaschiedsrichter pfeift", spielt der Trainer auf die zuletzt schwachen Leistungen der Unparteiischen im Wildpark an.











