Vorschau: KSC Unterhaching
(eis) Im Heimspiel gegen die Spielvereinigung Unterhaching (Sonntag, 15 Uhr) will der KSC den Aufwärtstrend der letzten Woche fortsetzen: Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge bogen die Blauweißen in Lübeck einen 0:2 Rückstand um und kehrten wenigstens mit einem Zähler aus dem hohen Norden zurück. Im Hinspiel bereiteten die Münchner Vorstädter dem Höhenflug der Badener ein herbes Ende: Nach einer 0:3 Klatsche mussten die Karlsruher die zwischenzeitlich erklommenen Aufstiegsränge räumen. Die Heimbilanz hingegen spricht eindeutig für die Elf von Lorenz Günther Köstner: Zwei Mal gastierte die Spielvereinigung bisher im Wildparkstadion, beide Male ging der KSC als Sieger vom Platz. Zuletzt vor knapp zwei Jahren im direkten Duell um den Klassenverbleib.
Auf einen erfolgreichen Saisonstart mit fünf Spieltagen an der Tabellenspitze folgte für die Hachinger eine Berg und Talfahrt, die ihr vorläufiges Ende auf Rang 13 mit nur einem Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge fand. Die Mannschaft von Wolfgang Frank steht daher mächtig unter Druck. Ein trügerisches Gefühl der Sicherheit könnte der flüchtige Blick auf die Tabelle dagegen im Wildpark auslösen. Platz zehn, fünf Spieltage vor dem Ende der Spielzeit zieht normalerweise eine geruhsame Schlussphase nach sich nicht jedoch in diesem Jahr. Nur drei Punkte trennen den KSC von einem Abstiegsplatz, deshalb tut Trainer Köstner vor der Partie alles, um seine Mannschaft zu motivieren.
"Kämpferherz und Siegeswillen" fordert der Franke von seiner Elf und hofft auf tatkräftige Unterstützung der Zuschauer. "Die Fans haben uns gegen Duisburg schon toll unterstützt", lobt Köstner, der im zurückliegenden Heimspiel unfreiwillig in die Zuschauerrolle schlüpfte.
Mit einer Einschätzung des Gegners tut sich Lorenz Günther Köstner schwer, zu unterschiedlich seien die Leistungen der Unterhachinger an den vergangenen Spieltagen gewesen: "Gegen Oberhausen waren sie verloren, aber sehr gut mitgespielt, gegen Ahlen waren sie erschreckend schwach." Taktisch erwartet der 52 Jährige aber einen defensiv ausgerichteten Gast, der wohl mit dem ehemaligen Karlsruher Marc Römer als einzige Spitze auflaufen wird.
In die Anfangself des KSC kehrt nach absolvierter Sperre Martin Stoll zurück und ersetzt Mario Eggimann, der in Lübeck mit Gelb rot vom Platz gestellt wurde. Ebenfalls nicht mit von der Partie ist Christian Hassa, der noch an den Nachwirkungen eines Muskelfaserrisses laboriert. Zittern muss Köstner um den Einsatz des besten Torschützen der Mannschaft: Conor Casey plagt sich mit einer Hüftprellung herum, mit Ralf Schmitt und Aydin Cetin steht motivierter Ersatz laut Köstner aber schon in den Startlöchern.











