Vorschau: Karlsruher SC Wacker Burghausen
(eis) "Der Rasen ist in einem erstaunlich guten Zustand." Wie aus einem Munde bescheinigten KSC Trainer Lorenz Günther Köstner und Sportmanager Rolf Dohmen Freitag Mittag nach ihrem gemeinsamen Gang über die Spielfläche die Bespielbarkeit des Karlsruher Wildparks. Anders als Aachen, Braunschweig und Duisburg scheint der erneute Wintereinbruch dem KSC kein Schnippchen geschlagen zu haben. "Da wir bis Sonntag keine gravierenden Wetteränderungen erwarten, gehen wir fest davon aus, dass das Spiel stattfindet", macht auch Medienreferentin Ute Maag Hoffnung auf einen planmäßigen Anpfiff der Partie der Karlsruher gegen Wacker Burghausen (Sonntag, 15 Uhr) im Karlsruher Wildpark.
Nach dem missglückten Rückrundenstart des KSC bei Spitzenreiter FC Köln, ist bereits im ersten Heimspiel des Jahres 2003 Wiedergutmachung angesagt. "Ich konnte bei meiner Mannschaft einfach keinen Biss erkennen", ärgert sich Lorenz Günther Köstner noch heute, wenn er an die Partie bei den Müngersdorfern zurückdenkt. Personelle Veränderungen sind für den Trainer zwar unabdingbar, doch neben Gabriel Melkam schließt Köstner weitere Wechsel in der Startformation nicht aus. Der Nigerianer musste sich am gestrigen Freitag einer Arthroskopie im Meniskus unterziehen seine Knieverletzung aus der Vorbereitung war wieder aufgebrochen. Der Mittelfeldspieler wird voraussichtlich drei Wochen ausfallen. Ebenso lange muss die sportliche Leitung auf die Dienste von Mittelstürmer Bruno Labbadia verzichten, der Routinier hatte in der abgelaufenen Woche gleich zwei Rückschläge zu verkraften: Zunächst sah Labbadia in Köln 20 Minuten nach seiner Einwechslung Gelb rot, doch auch ohne Sperre würde sein Muskelfaserriss im Oberschenkel einen Einsatz gegen den Regionalligaaufsteiger Burghausen verhindern. In die Anfangself zurück kehrt in jedem Falle Marco Engelhardt, der gegen Köln gelb rot gesperrt zuschauen musste. Offen lässt sich der Coach, wer neben Ivan Saenko als zweiter Angreifer im blauweißen Sturm auflaufen wird, um die Vertretung Gabriel Melkams konkurrieren der Franzose Charles Haffner und Witold Wawrzyczek.
Das von Köstner angeprangerte lasche Zweikampfverhalten seiner Elf setzte sich zur Unzufriedenheit des 50 Jährigen auch im Training der vergangenen Woche fort: "Ich habe mich fürchterlich aufgeregt die konzentrieren sich viel zu sehr aufs Spielen und vernachlässigen den kämpferischen Einsatz." Doch mit Clemens Fritz, Marco Engelhardt, Ivan Saenko oder Aydin Cetin weiß der Oberfranke auch positive Beispiele aus seinem Kader zu benennen. "All diese Spieler mit äußerst positiver Saisonentwicklung haben ihre Leistung über den Kampf gefunden. Das müssen sich alle anderen Spieler zum Vorbild nehmen!"
Mit Wacker Burghausen gastiert nun ausgerechnet ein Team mit den von Köstner geforderten Tugenden ("Die gleichen ihre fehlenden technischen Fähigkeiten über eine starke kämpferische Leistung aus.") im Wildpark. Für den Trainer ein außerordentlich unangenehmer Gegner. "Dennoch", lässt Köstner keine Ausflüchte gelten, "wäre alles andere als ein Sieg eine Enttäuschung und das sage ich, ohne Burghausen gering schätzen zu wollen."











