Vorbericht: 1. FC Saarbrücken Karlsruher SC

(eis) Wenn der Karlsruher SC am morgigen Freitag (19 Uhr) gegen den Tabellenvorletzten 1. FC Saarbrücken antritt, so scheint das Ergebnis der Partie auf dem Papier eine klare Sache zu sein. Konnten die Saarländer erst in der vergangenen Woche die rote Laterne an Rot Weiß Oberhausen weiterreichen, so besiegte die Wildparktruppe den Aufstiegsaspiranten Bochum deutlich mit 4:1.

KSC Cheftrainer Stefan Kuntz sieht die Sachlage dennoch keineswegs entspannt. Es sei müßig darüber zu diskutieren, ob eine offensiv und befreit aufspielende Spitzenmannschaft leichter zu bespielen ist als ein Team, welches um sein letztes Hemd kämpft, so der Übungsleiter.
Dennoch erwartet Kuntz von seinem Team, dass es an die überzeugende Leistung der letzten Woche anknüpft. Die Tatsache, dass er mit Saarbrücken Coach Tom Dooley auf einen guten Freund trifft, stellt Kuntz hinten an: "Ich konnte auch früher schon für 90 Minuten eine Freundschaft ruhen lassen, also wird das auch morgen nichts Besonders sein."

Eine Änderung im Team der Blau Weißen wird es dabei in jedem Falle geben. Torsten Kracht, der zuletzt wegen einer Gelbsperre pausieren musste, wird definitiv in die Mannschaft zurückkehren. Wer für den Routinier aus der Defensivabteilung weichen muss, ließ Kuntz hingegen noch offen. Es spricht allerdings Einiges dafür, dass Carsten Rothenbach nicht von Beginn an auflaufen wird, da über dessen Einsatz wegen einer Muskelverhärtung im Oberschenkel ohnehin erst vor dem Spiel entschieden werden kann.
Ebenfalls erst heute wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen sind Clemens Fritz, der seine Virusinfektion auskuriert hat und Daniel Graf, der sich im Spiel gegen Bochum eine Knöchelverletzung zugezogen hatte. Auch bei ihnen entscheidet sich erst am morgigen Tag, ob sie der ersten Elf angehören werden.
Sollte Daniel Graf ausfallen, steht dem Chefcoach mit dem wieder genesenen Werner Heinzen eine weitere Option zur Verfügung. Heinzen habe zwar noch lange nicht seine "alte" Form erreicht, dennoch stelle er eine echte Alternative auf der rechten Außenbahn da durchaus auch für 90 Minuten.
Clemens Fritz hingegen könnte seinen Trainer in eine ernsthafte Zwickmühle versetzen. Sollte er morgen einsatzbereit sein, müsste für ihn wohl Aydin Cetin aus der Startelf weichen. Da dieser aber in der vergangenen Begegnung zu den Besten auf dem Platz gehörte, bleibt abzuwarten, für welche Variante sich Stefan Kuntz entscheiden wird.

Im Fall Jens Boehnke, der nach wie vor die Verletztenliste des Sport Clubs ziert, gibt es weiterhin nichts Erfreuliches zu berichten. Zwar waren bei dem 26 Jährigen in den vergangenen Wochen deutliche Fortschritte zu erkennen, Stefan Kuntz macht aber keinen Hehl daraus, dass sich die Verletzung noch längere Zeit hinziehen könnte. Schlimmstenfalls müsse man sich Ende der Saison zusammensetzen und klären, ob Boehnke überhaupt noch Leistungssport betreiben können wird.
"Aber", hakt Hauptgeschäftsführer de Buhr nach, "denken wir doch positiv und gehen davon aus, dass Jens Boehnke nicht zum Sportinvaliden wird, sondern noch in der laufenden Saison in die Mannschaft zurückkehren kann."


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