Von Mobbing und den Schattenseiten des Internets: Aufklärende Workshops im NLZ
Unter dem Motto "Fair auf dem Platz – fair im Cyberspace" fand in der vergangenen Woche in Zusammenarbeit des KSC-Nachwuchsleistungszentrums und der Sozial- und Jugendbehörde der Stadt Karlsruhe eine Informationsveranstaltung zum Thema Mobbing und Cyber-Mobbing statt. Im NLZ wurden zunächst die Eltern der Talente in einem Vortrag über die Thematik aufgeklärt, praxisorientierte Workshops sollen nun auch die Spieler der U13 bis U15 sensibilisieren.

Mobbing kann das soziale Miteinander in Gruppen lähmen, die Betroffenen schwer belasten und sie vom sozialen Leben ausschließen. Zwar ist die Thematik kein neues Phänomen, die Aufmerksamkeit ist aber durch die rasante Entwicklung im Internet und über soziale Netzwerke in Form von Cyber-Mobbing spürbar gewachsen. Den Erscheinungen stehen die ersten Anlaufstellen der Betroffenen, Freunde und Eltern, oft ratlos und unsicher gegenüber. Um auch den Eltern des KSC-Nachwuchses die Gelegenheit zu geben, sich über das Thema zu informieren, widmeten sich Saskia Lorenschat, Toben Dirkwinkel und Sabine Pfortner von der Stadt Karlsruhe in einem 120-minütigen Vortrag den relevanten Fragestellungen, die von den Gründen des Mobbing bis hin zu Konfliktlösungen und Verhaltenshinweisen reichten. Neben den zahlreich anwesenden Eltern waren auch Gerhard Eiseler, Sozialpädagoge des KSC-Talentteams und NLZ-Leiter Ede Becker sowie Aufbaubereichsleiter und U15-Coach Ivica Erceg bei der Informationsveranstaltung anwesend.
"Unsere Jungs könnten auf zwei verschiedene Arten mit dem Thema in Berührung kommen. Zum einen sind sie aufgrund von Neidern mögliche Mobbing-Opfer. Genauso ist es aber auch denkbar, dass sie in die Rolle derjenigen schlüpfen, die Mobbing erkennen und Opfer beschützen. Beide Seiten sind durchaus vorstellbar", stellte Ivica Erceg fest. Bis zum 31.03.14. sollen deshalb auch die rund 60 Jugendlichen der Mannschaften von U13 bis U15 in Workshops unter anderem mit Spielen und Diskussionsrunden einen emotionalen Zugang zum Thema finden, für die Problematik sensibilisiert werden und die Folgen für Betroffene und Täter sowie Handlungsstrategien gegen Cyber-Mobbing kennenlernen. "Wir Trainer sehen uns in der Pflicht, Augen und Ohren offen zu halten, mit den Jungs zu sprechen und sie auf derartige Themen vorzubereiten", so Erceg weiter. Auch Ede Becker hofft auf Transparenz: "Mobbing hat bei uns noch nicht stattgefunden und wir wollen alles dafür tun, dies auch so beizubehalten oder es gegebenenfalls früh zu erkennen. Die Jungs sollen hier auf den rechten Weg gebracht werden."











