VfB Lübeck Karlsruher SC 2:2
(eis) Der KSC ist dem Klassenerhalt am Freitagabend ein Stück näher gekommen. Mit einem glücklichen 2:2(1:0) Unentschieden beim VfB Lübeck holten die Badener ihren ersten Auswärtspunkt im Kalenderjahr 2004 und belegen weiter Tabellenplatz neun. Die Mannschaft von Lorenz Günther Köstner gab sich vor 8.500 Zuschauern auch nach einem 0:2 Rückstand nicht geschlagen und kam in der Schlussphase durch Tore von Conor Casey und Mario Eggimann zum Punktgewinn. Der Abstand zu den Abstiegsgsrängen wuchs um einen Zähler auf fünf an.
Die Gäste aus der Fächerstadt, die mit Jan Männer und Florian Dick für Christian Hassa und den gesperrten Martin Stoll aufliefen, enttäuschten im ersten Durchgang auf ganzer Linie. Kurz vor der Pause die verdiente Führung für Dieter Heckings Hanseaten: Silvio Adcic nutzte eine Unaufmerksamkeit von Thomas Kies und lenkte einen Freistoß von Timo Achenbach unhaltbar für Martin Fischer ins Netz (44.).
Die Pausenansprache von KSC Coach Lorenz Günther Köstner, der von der DFL wegen seiner Schiedsrichterbeleidigung am vergangenen Sonntag zu einer Geldstrafe von 7.500 Euro verdonnert wurde, schien zunächst nicht zu fruchten. Die Hausherren gaben weiter Gas und bauten ihre Führung aus. Erneut jubelte Adzic, nachdem er mit Mario Eggimann, Florian Dick und Carsten Rothenbach fast die gesamte blauweiße Verteidigung stehengelassen hatte (54.).
Nun rappelten sich die Gäste auf und witterten nach Caseys Kopfballtreffer auf Vorlage von Bernhard Trares (71.) Morgenluft. Elf Minuten später erntete Mario Eggimann den Lohn für die Offensivbemühungen der Schweizer glich per Kopf aus. Gegen Unterhaching werden sich Engelhardt und Co. jedoch nicht auf den Torriecher des Innenverteidigers verlassen können, nur wenige Sekunden nach dem Torjubel schickte Schiedsrichter Günter Perl Eggimann nach wiederholtem Foulspiel vorzeitig unter die Dusche.
Nach dem Schlusspfiff hatte sich auch die Mine von Lorenz Günther Köstner wieder aufgehellt. Noch zur Pause war der Franke mit hochrotem Kopf in die Kabine geeilt. "Mit der ersten Halbzeit konnte ich überhaupt nicht zufrieden sein", konstatierte der 52 Jährige später. "Aber nach dem Seitenwechsel haben wir einen Zahn zugelegt und fahren nun nicht mit leeren Händen nach Hause. Natürlich war auch etwas Glück im Spiel, aber unverdient haben wir den Punkt hier nicht entführt."
VfB Lübeck:
Wilde Thorwart, Kullig, Boy, Achenbach Plaßhenrich (89. Zinnow), Groth, Mbidzo, Schanda Adzic, Thioune (41. Bärwolf)
Karlsruher SC:
Fischer Kies, Eggimann, Rothenbach, Dick (76. Schmitt) Trares Männer (86. Zepek), Engelhardt, Popovic Casey, Saenko (59. Cetin)
Tore:
1:0 Adzic (44.)
2:0 Adzic (54.)
2:1 Casey (71.)
2:2 Eggimann (82.)
Gelbe Karten: Bärwolf, Kullig, Schanda Popovic, Saenko
Gelb rote Karte: Eggimann (83.)
Zuschauer: 8.500
Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Assistenten: Friedrich Bielmeier, Markus Pflaum











