U19 schlägt sich selbst - Keine Punkte in Nürnberg
Nach zuletzt zwei sieglosen Spielen wollte die U19 beim Aufsteiger in Nürnberg wieder etwas Zählbares mit auf die Heimreise nehmen.
Das aufgrund von Verletzungen, Krankheit und Sperren doch auf einigen Positionen ungestellte Team aus dem Wildpark musste sich in den Anfangsminuten zunächst einmal etwas finden, versuchte aber von Beginn an Fußball zu spielen. Nürnberg stand gut in der Defensive, Verteidigte aggressiv, zeigte eine enorme Laufbereitschaft und versuchte über Konter zum Erfolg zu kommen. Klare Torchancen gab es zunächst auf beiden Seiten nicht. Der KSC machte vor allem in der Spieleröffnung aus der eigenen Spielhälfte heraus immer wieder leichte Fehler und lud die Nürnberger so immer wieder zu Möglichkeiten ein, trotzdem hatte der erste Durchgang eigentlich kein Tor verdient. Im der 23. Minute fiel es allerdings doch. Nach einem gut getimten Freistoß von außen verlängerte ein Nürnberger per Kopf ins lange Eck zur Pausenführung. Doppelt schlimm für den KSC, bei dieser Aktion verletzte sich KSC-Keeper Twardzik so schwer, dass er nach der Pause in der Kabine bleiben musste. Nach dem Gegentor erhöhte der KSC den Druck und erspielte sich zusehends ein Übergewicht, zur Pause blieb es allerdings bei der Führung für die Hausherren.
Nach dem Seitenwechsel kam der KSC immer besser ins Spiel, die Mannschaft war bemüht die doch eher schwache Vorstellung aus Durchgang eins wieder wett zu machen. So erspielte man sich jetzt eine Vielzahl guter Einschussgelegenheiten. Walsh kam in der 55. Minute zu spät als der Ball von rechts vors Tor getragen wurde, zehn Minuten später hielt der Nürnberger Keeper klasse gegen Thomalla. IN der 70. Minute traf Walsh freistehend den Ball nicht richtig und verfehlte sein Ziel. Je länger das Spiel dauerte, desto drückender wurde die Überlegenheit des KSC jetzt und schließlich mussten die Nürnberger ihrem hohen Anfangstempo doch deutlich Tribut zollen. In der Schlussviertelstunde brachte der KSC dann mit Albrecht und Malsam noch zwei weitere Stürmer und rannte bis zur Nachspielzeit im Minutentakt auf das Tor der Franken an. Zunächst verfehlte ein Schoch-Freistoß knapp sein Ziel, dann rutschten alle an einer schönen Hereingabe von Hasel vorbei. Wenig später setzte sich Thomalla im Strafraum durch, ein Nürnberger Innenverteidiger klärte für seinen bereits geschlagenen Schlussmann auf der Linie. Schließlich strich ein Thomalla-Kopfball nur im Zentimeter am Tor vorbei und in der Nachspielzeit konnte der Nürnberger Keeper den Ball nicht kontrollieren, aber auch hier sprang der Ball um Zentimeter am einschussbereiten Thomalla und schließlich am Tor vorbei. Zu Guter letzt fiel der Ball nach der letzten Ecke nochmals im Fünfer der Franken runter, wieder konnte der KSC den Ball nicht über die Linie drücken und so blieb es schließlich beim mehr als glücklichen Sieg für die Hausherren und der KSC musste erneut aus Franken ohne Punkte nach hause fahren.
„Wir haben uns heute selbst geschlagen“, kommentiert Trainer Böhm die Niederlage seiner Mannschaft. „Wir haben es wieder einmal nicht geschafft von Beginn an so Fußball zu spielen, wie wir es können. Dann kriegst du ein Gegentor aus einer Standardsituation und läufst der Musik hinterher. Ich finde das mittlerweile doch sehr ärgerlich und ich habe so langsam auch kein Verständnis mehr für unser Auftreten in Durchgang Eins. Das ist jetzt bereits das dritte Mal, dass wir gegen einen schwächeren Gegner Punkte liegen lassen, weil wir im Kopf nicht in der Lage sind uns auf solche Spiele einzustellen. Es ist zu einfach alles auf die vielen angeschlagenen Spieler zu schieben die derzeit gar nicht, oder nur sporadisch trainieren können, klar fehlen uns unsere beiden Innenverteidiger, aber trotzdem haben wir genug Qualität um so ein Spiel doch eindeutig für uns zu entscheiden. Aber natürlich nur, wenn jeder bereit ist auch schon außerhalb des Spieles alles dafür zu tun. Da habe ich derzeit so meine Zweifel und mit dieser Einstellung haben wir in der Spitzengruppe nichts verloren! Schade, aber manchmal sieht es so aus, als wollten wir gar nicht um die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft mitspielen.“











