U19 kassiert peinliche Niederlage bei den Bayern

aKAdemie von David Ruf

Am Sonntag war die U19 beim Nachwuchs des deutschen Rekordmeisters zu Gast. Das Spiel konnte trotz des erneuten Wintereinbruchs ohne Probleme auf dem Kunstrasen an der Säbener Straße durchgeführt werden.

Nach der Mainzer Niederlage am Samstag hatte sich die Mannschaft um Trainer Böhm und sein Team viel vorgenommen. So wollte man die Vorlage der Mainzer vollenden und mit einem Sieg mit dem 2.Plazierten gleichziehen. Hinzu kam, dass die Münchener zuletzt zweimal verloren hatten und im Laufe der Saison doch deutlich hinter den Erwartungen zurück geblieben waren. Doch bereits zu Beginn des Spiels wurde deutlich, wer am heutigen Tag den Platz als Sieger verlassen sollte. Zwar gelang dem KSC nach 17 Minuten der Führungstreffer. Walsh zog einen seitlichen Freistoß direkt aufs Tor und Bayern-Keeper Bortel verschätzte sich und hatte das Nachsehen. Normalerweise hätte dieses Geschenk eigentlich für die nötige Sicherheit sorgen müssen. So hatte erneut Walsh die nächste Einschusschance für die Badener. Nach schönem Doppelpass strich sein Schuss knapp übers Bayerngehäuse. Doch nur eine Minute später revanchierte sich der KSC für das bayrische Gastgeschenk. Cambeis verlor völlig unnötig den Ball und der Münchner Angriff konnte nur durch ein Foul gebremst werden. Den fälligen Freistoß verwandelte Sansone nicht ganz unhaltbar zum Ausgleich. Jetzt wachte der KSC kurzzeitig aus seinem Tiefschlaf und hatte zwei weite Torchancen in Folge. Zunächst konnte die Münchner Abwehr einen Parker-Schuss in letzter Sekunde blocken. Nach er im Anschluss folgenden Ecke kam Keusch völlig frei zum Kopfball und verfehlte sein Ziel nur um Zentimeter. Mit dem Pausenpfiff schenkte der KSC den Bayern wieder einen völlig überflüssigen Freistoß. Der Ball flog halbhoch ins Zentrum an etlichen KSC-Spielern vorbei bis er schließlich bei Feiersinger landete. Der bedankte sich mit dem 2:1 Führungstreffer zur Pause.

„Wir waren von Beginn an nicht im Spiel, haben fast alle Zweikämpfe verloren, sind nur hinterhergelaufen und haben ganz schwach Fußball gespielt. Aber wenn ich dann so ein Geschenk bekomme, dann muss ich eben mit 1:0 in die Pause gehen, vor allem wenn ich weiterhin in der Tabelle vorne mitmischen will“, kommentiert der sichtlich verärgerte Böhm die ersten 45 Minuten.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam der KSC etwas besser ins Spiel, der eingewechselte Malsam war deutlich aktiver als der völlig enttäuschende Albrechtg und so konnte der KSC das geschähen kurzfristig mehr in die bayrische Hälfte verlagern. Malsam war es auch, der die nächste Chance für den KSC hatte. Er scheiterte allerdings etwas überhastet und traf nur das Außennetz. Nur zwei Minuten später besiegelte der nächste individuelle Fehler die endgültige Niederlage für den KSC. Hasel dribbelte im eigenen Strafraum, verlor den Ball gegen den überragenden Sansone. Dieser bediente erneut Feiersinger und so stand es in der 54. Minute 3:1 für den FCB. Jetzt hatte der KSC überhaupt nichts mehr dagegen zu setzen. In der 60 Minute drang wieder Sansone in den Strafraum ein, war allerdings eigentlich auf dem Weg, weg vom Tor. Diesmal war es Hummel, der unnötig versuchte an den Ball zu kommen und Sansone hierbei regelwidrig zu Fall brachte. Sansone lief an und verwandelte den fälligen Strafstoß selbst zum 4:1. Damit nicht genug. Zehn Minuten später kam Keusch bei einer Ecke zu spät und Dombrowska köpfte ungehindert zum 5:1 ein. Den Schlusspunkt setzte Voglsammer mit einem sehenswerten Schuss in den langen Winkel. Hummel hatte zuvor in der Spieleröffnung gepatzt und den Münchner Konter eingeleitet. So war am Ende die dritte Saisonniederlage besiegelt und alle KSC’ler wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen.

„Ich schäme mich für das peinliche Auftreten meiner Mannschaft. Wir haben heute, leider auch in der Höhe völlig verdient verloren“, gibt KSC-Trainer Böhm nach dem Spiel enttäuscht zu. „Ich kann allerdings nicht verstehen, dass wir uns so miserabel präsentiert haben. Wir hatten eigentlich alle Vorteile auf unserer Seite. Die Bayern sind alles andere als gut in die Rückrunde gestartet, haben eine schwache Hinrunde gespielt, Mainz verliert in Nürnberg und dann schenken uns die Münchner auch noch die Führung. Aber wenn nur vier Spieler einigermaßen Normalform zeigen und die anderen keinen Fuß auf den Boden bekommen, dann kommt am Ende so ein Ergebnis raus. So können wir uns alle weiteren Ambitionen ganz schnell abschminken. Mit dieser Einstellung brauchen sich meine Herren auch für die Zukunft keine Illusionen zu machen. So werden sie ihre Ziele nicht erreichen“, quittiert Böhm die Einstellung seiner Mannschaft.


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