U16 gewinnt Badisches Derby gegen 1899 Hoffenheim

aKAdemie von Herold

Am vergangenen Sonntag absolvierte unsere U16 ihr lang ersehntes erstes Punktspiel nach der Winterpause. In der EnBW-Oberliga der B-Junioren traf die Elf des Trainerteams Naumann/Rihm auf den Badischen Rivalen aus Hoffenheim. Nach einem sehr intensiven Spiel konnten sich die Karlsruher über einen 4:3 (2:0)-Erfolg freuen.

Die Partie im heimischen Wildpark war von Anfang bis Ende eng umkämpft. Beide Mannschaften hatten sich sehr viel vorgenommen und investierten einiges, um schlussendlich als Sieger vom Platz zu gehen. Während sich der KSC einen kleinen Vorteil im läuferischen und kämpferischen Bereich erarbeiten konnte, waren die Kraichgauer spielerisch etwas besser. Torchancen waren in der ersten Halbzeit jedoch auf beiden Seiten eher Mangelware. Dementsprechend fiel auch der Karlsruher Führungstreffer aus dem Nichts. Bei einem Konter über Tim Ronecker und Dominik Grill rechneten alle schon mit einem Steilpass von Evangelos Batsios. Der Torjäger des KSC entschied sich jedoch dafür, sein Glück aus etwa 25 Metern Torentfernung selbst zu versuchen. Als der Ball schließlich im linken oberen Toreck einschlug, zeigte sich nicht nur der Gäste-Torwart überrascht. Dieses Traumtor zum 1:0 in der 28. Spielminute gab den Gastgebern enormen Auftrieb. Nach einem Freistoß von Fabian Gondorf konnten die Blau-Weißen ihre Führung sogar noch ausbauen. Mit Hilfe der Lattenunterkante und des Rückens von TSG-Keeper Deter köpfte Ronecker das viel umjubelte 2:0 (33. Min.). Mit diesem Zwischenresultat ging es dann auch in die Kabine.

Obwohl sich die Naumann-Truppe in der Halbzeit fest vorgenommen hatte, im zweiten Abschnitt noch eine Schippe draufzulegen und offensiv zu verteidigen, geschah genau das, was in diesen Situationen im Fußball so oft passiert. Bereits in der 42. Minute glückte den Gästen mit Hilfe eines Karlsruher Eigentores der 1:2-Anschlusstreffer. Nun dominierte Hoffenheim die Begegnung und drückte vehement auf den Ausgleich zum 2:2. Als dieser schließlich in der 57. Spielminute gelang, sahen sich die Gäste bereits auf der Siegerstraße. Doch da irrten sie sich. Die Blau-Weißen zeigten von nun an, was sie in den letzten Monaten bei ihrem Mental-Trainer Ulf Häfelinger gelernt haben. Unbeeindruckt von dem Ausgleichstreffer erzwangen sie ihr Glück in der Offensive. Erst verfehlte Grill bei einer der wenigen Chancen des Spiels das Tor nur knapp (58. Min.), dann bediente er im Strafraum seinen Sturmkollegen Batsios mustergültig. Diese Gelegenheit ließ sich Torjäger Batsios nicht entgehen und erzielte aus etwa 15 Metern sein 11. Saisontor (61. Min.). Doch damit nicht genug. Das Talentteam wollte die Entscheidung und die Hoffenheimer zeigten sich sichtlich angeschlagen. Diese Verunsicherung nutze Grill in der 69. Spielminute. Nach aggressiver Balleroberung etwa 35 Meter vor dem gegnerischen Tor zog er auf und davon, ließ noch einen Gegenspieler stehen und vollendete schließlich zum 4:2. Damit war das Spiel entschieden. Den Gästen gelang zwar noch das 4:3. Da dieser Treffer aber bereits in der Nachspielzeit fiel, wurde es nicht noch einmal spannend.

„Ich möchte heute die Gelegenheit nutzen, um mich bei allen zu bedanken, die sich bei der Entwicklung dieser Mannschaft engagieren. Es hat mich einmal mehr beeindruckt, wie geschlossen Spieler, Eltern und Trainer an den Zielen der diesjährigen U16 arbeiten. Uns allen möchte ich diesen Erfolg widmen. Denn dass die Hoffenheimer uns individuell und spielerisch überlegen sind, war deutlich erkennbar. Dass im Fußball aber auch noch andere Werte ausschlaggebend sind, hat man am Sonntag wieder gesehen. Das Spiel hat letztlich die Truppe gewonnen, die mehr gelaufen ist, den größeren Kampfgeist zeigte und bedingungsloser verteidigt hat. Neben dem unbedingten Willen Gegentore zu verhindern, haben die Jungs auch gezeigt, wie heiß sie auf das Erzielen von Toren sind. Allerdings ist uns ebenfalls bewusst, dass wir in den nächsten Spielen gegen Pfullendorf und Backnang spielerisch noch zulegen müssen. Gleichzeitig erhebe ich mahnend den Zeigefinger, die beiden Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Hinrunde hat uns gelehrt, wie gefährlich solche Gedankenspiele sein können“, so das Fazit des hoch zufriedenen Trainers Tino Naumann.


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