U15: KSC wird Süddeutscher Meister 2010
Nach 2004 holt der KSC erstmals wieder den Titel des Süddeutschen Meisters in den Wildpark. In einem spannenden Finale setzte sich Nachwuchs des KSC verdient gegen den VfB Stuttgart durch. Im Elfmeterschießen avancierte Christian Ortag zum Mann des Tages. Souverän parierte er drei Elfmeter und hielt somit den Sieg für seine Farben fest.

Im Halbfinale traf man in Neibsheim auf den bayrischen Meister den FC Augsburg. Zu Beginn spielte der KSC sehr nervös. Leichte Ballverluste und unnötige Dribblings führten bei heißen Temperaturen immer wieder zu Ballverlusten. So kam es auch, dass der FC Augsburg bereits in der 6. Spielminute in Führung ging. Das war ein Wachsignal für den EnBW-Oberliga Meister. Man kam immer besser ins Spiel. In der 15. Minute war es dann soweit. Nach schönem Zuspiel von Lukas Rosenkranz markierte Jimmy Marton den 1:1-Ausgleich. Bereits sechs Minuten später erzielte Ernesto De Santis nach einem Solo die 2:1-Führung. Im Anschluss hatte Felix Lohkemper noch weitere Chancen, um das Ergebnis zu erhöhen. So ging man auch in die Kabinen.
Die zweite Hälfte begann wie die Erste endete. Es spielte nur Blau-Weiß. Zahlreiche Chancen wurden fahrlässig vergeben, ehe Felix Lohkemper den 3:1-Endstand herstellte. Damit stand man im Endspiel gegen den VfB Stuttgart, der sich zuvor mit 1:0 gegen den hessischen Meister Eintracht Frankfurt durchsetzte.
Sieg gegen VfB Stuttgart
Alles war gerichtet für das ewige Duell gegen den schwäbischen Dauerrivalen. Bereits dreimal konnte man den VfB in diesem Jahr bezwingen. So ging man als Favorit in die Partie. In der Anfangsphase tat sich der KSC schwer, da Stuttgart sehr tief stand und nur auf Konter lauerte. Ein Abspielfehler im Mittelfeld führte auch dazu, dass Timo Werner allein vor Christian Ortag auftauchte, aber leichtfertig verzog. In der Folgezeit kam der Wildparknachwuchs besser ins Spiel. In der nächsten Aktion hatten die Zuschauer bereits den Torschrei auf den Lippen. Kai Kleinert zog beherzt von 12 Metern ab, doch eine VfB Akteur konnte in letzter Sekunde auf der Torlinie mit dem Kopf klären. Danach bekam der KSC das Spiel in besser in Griff. Felix Lohkemper ließ zwei Gegenspieler im Strafraum stehen, verfehlte aber das Ziel nur knapp. Der Schiedsrichter hätte in der nächsten Szene durchaus auf den Punkt zeigen können, da Kai Kleinert regelwidrig im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Der Pfiff blieb jedoch aus. So ging man mit einem 0:0 in die Pause.
Die zweite Halbzeit war ein Abbild der Ersten. Der KSC machte das Spiel und VfB lauerte auf Konter. Doch mittlerweile hatte sich die Wildparkelf auf den Gegner eingestellt. Immer wieder hatte man die Möglichkeit zur Führung, doch Lohkemper, Wähling und auch Marton schafften es nicht, die Kugel über die Linie zu bugsieren. Hinzu kam, dass der Schiedsrichter einem klaren Treffer von Lohkemper die Anerkennung verweigerte. Zumindest der Schiedsrichterassistent hätte erkennen müssen, dass der klar hinter der Torlinie war. So rannte man immer weiter auf das VfB-Gehäuse an, ohne allerdings den entscheidenden Treffer zu erzielen. So blieb nach der regulären Spielzeit beim 0:0. Auch in der Verlängerung fielen trotz weiterem Bemühen des KSC keine Treffer. So musste das Elfmeterschießen entscheiden.
KSC-Torwart Christian Ortag avancierte hierbei zum Matchwinner. Mit drei gehaltenen Elfmetern hielt er den Sieg fast im Alleingang fest. Zudem verwandelten Kevin Akpoguma, Felix Lohkemper und Kapitän Patrick Berecko zum 3:2-Endstand.
„Ich bin unglaublich stolz meine Jungs. Die Leistungen über das ganze Jahr waren sensationell und wurden mit dem Gewinn der Oberliga Meisterschaft und mit dem Süddeutschen Meistertitel gekrönt. Natürlich sind wir auch stolz, dass es dem KSC gelungen ist nach 2004 endlich wieder mal diesen Titel in den Wildpark geholt zu haben. Das zeigt auch, dass der KSC eine sehr gute ganzheitliche Ausbildung betreibt und auf dieser Ebene zu den besten Clubs in Deutschland gehört.
An dieser Stelle möchte ich mich sehr herzlich bei meinem Co – Trainer Tino Naumann und meinen Betreuern Kevin Akpoguma und Erol Özyilmaz bedanken. Ebenfalls bei allen Eltern, die uns immer tatkräftig unterstützt haben und natürlich bei meinen Jungs. Ihr werdet mir alle unglaublich fehlen.
Zum guten Schluss möchte ich mich bei meinem Kollegen und sehr guten Freund Rüdiger Böhm bedanken, der uns ja bekanntlich in Richtung Thun verlassen wird. Er hat mich immer unterstützt und ich habe sehr viel von ihm gelernt. Rüdi, Du wirst mir fehlen“, so die Worte von Trainer Tim Walter.











