U12 steppt beim Danone Cup nur mit dem Berliner Bär statt Samba zu tanzen
Vor der grandiosen Kulisse der Commerzbank Arena breiteten sich bei bestem Fußballwetter die sechs Spielfelder für die Gruppenspiele aus. Insgesamt 32 Mannschaften aus der ganzen Bundesrepublik hatten sich am 30. Mai zum der Deutschlandfinale des Danone Nations Cup versammelt.

Neben Hertha BSC Berlin wurden die U12-Junioren des KSC als ganz heiße Kandidaten für das Endspiel gehandelt. Der Traum vom Weltfinale in Brasilien platzte aber bereits im Achtelfinale.
Im ersten Gruppenspiel legte sich die Nervosität der Karlsruher Spieler erst nach ein paar Minuten. Gegen die großgewachsenen Jungs des Kirchheimer SC war ein Durchkommen teilweise schwierig. Dennoch gelang ein lupenreiner Sieg gegen die Münchner Mannschaft ohne einen einzigen Schuss auf den KSC-Kasten. Streckenweise boten die Wildpark-Buben dabei sogar richtig attraktiven Fußball.
Die Mannschaft des SV Viktoria 06 Griesheim war ein unangenehmer nächster Gegner. In dem Match prallten zwei unterschiedliche Spielkulturen aufeinander: rustikal/hart bei den Hessen gegen technisch/wendig bei den Badenern. Die Partie war wenig sehenswert, aber die Karlsruher konnten sie trotz mittelmäßiger Leistung mit 3:0 für sich entscheiden.
Mit dem zweiten Sieg hatten die Badener bereits das Achtelfinale erreicht, so dass das letzte Gruppenspiel gegen den Lichterfelder SC Berlin eher statistischen Wert hatte. Durch ein Eigentor gingen die Berliner in Führung, aber der KSC kam nach einer schwachen Anfangsphase mit Druck zurück und konnte den Ausgleichstreffer zum endgültigen 1:1 erzielen, aber die vielen Abspielfehler und Nachlässigkeiten in der Karlsruher Mannschaft waren nicht zu übersehen.
Die Gruppenphase hatten sowohl der KSC als auch Lichterfelder SC Berlin mit der gleichen Punktzahl und dem gleichen Torverhältnis abgeschlossen. Das anschließende Achtmeterschießen um den Gruppensieg konnten die Badener unspektakulär für sich entscheiden.
Im Achtelfinale gegen Hertha BSC Berlin zeichnete sich ab, was sich in den Gruppenspielen bereits angedeutet hatte. Die Wildpark-Buben spielten schlecht zusammen und konnten sich in den Zweikämpfen kaum durchsetzen. Dazu kamen viele individuelle Fehler. So führten mehrere Unachtsamkeiten bei einem Berliner Freistoß zum frühen Rückstand, der erst gegen Ende der Partie durch einen verwandelten Achtmeter aufgeholt werden konnte. Im anschließenden Achtmeterschießen fehlte wieder einmal die Konzentration und das berühmte Quäntchen Glück, so dass die Karlsruher das Nachsehen hatten.
So bitter die Niederlage war, glaubte keiner der mitgereisten Karlsruher Eltern, dass mit der mittelmäßigen Tagesform der KSC-Spieler viel mehr zu erreichen gewesen wäre, obwohl zumindest ein Viertelfinalspiel im tollen Rund der Commerzbank Arena ein etwas versöhnlicherer Abschluss gewesen wäre.











