Trotz 0:2 Rückstand - U15 mit hochverdientem Punktgewinn im rasanten Derby

aKAdemie von Noah Hilbrecht

In einem Baden-Württemberg-Derby auf hohem Niveau konnte der KSC einen 0:2 Rückstand in ein 2:2 ummünzen und sich so für eine tolle Mannschaftsleistung und eine atemberaubende Anfangsphase belohnen.

Mit dem 1:5 Auswärtssieg in Wiesbaden konnten die Spieler von Cheftrainer Ivica Erceg und Co-Trainer Daniel Kleinschmidt am vergangenen Spieltag einen wichtigen Sprung in Richtung Ligaverbleib hinlegen. Und nicht nur tabellarisch tat dieser Erfolg den badischen Nachwuchskickern gut, auch das Selbstvertrauen der Blau-Weißen nahm ein weiteres Stück zu. Dies stellten die Karlsruher sowohl in der guten Trainingswoche, als auch von Minute eins im Derby gegen den VfB Stuttgart unter Beweis. Durch sehr gutes Angriffspressing stellte man die drittplatzierten Schwaben vor arge Probleme und ließ den Gegner so überhaupt nicht ins Spiel kommen. Auf der anderen Seite brannte die Hausherren auf Platz 2 des Wildparkareals ein anfängliches Feuerwerk ab: Bereits in der ersten Minute eröffnete sich die erste Gelegenheit, auch wenn Emre Solak nach Zuspiel des starken Bennet Fietkau knapp verpasste. Anschließend ging es Schlag auf Schlag weiter, sodass sich die Jungs aus der Fächerstadt im Zuge der ersten zehn Minuten fünf hochwertige Torchancen herausspielen konnten. Doch neben Emre Solak (1., 2.) und Bennet Fietkau (5.), dessen Freistoß vom Keeper des VfB gerade noch pariert werden konnte, gelang es auch Emre Ekiz nicht für den hochverdienten Führungstreffer zu sorgen: Erst konnte seine Direktabnahme vom guten Schlussmann mit aller Mühe zur Ecke geklärt werden (5.), ehe er fünf Minuten später erneut am selbigen scheitern sollte (10.). Auch nach diesen furiosen Anfangsminuten blieben die Badener am Drücker und sorgten durch ihre Offensivaktionen immer wieder für Wirbel im schwäbischen Abwehrverbund. Den erlösenden Treffer konnten dabei aber auch Emre Solak (14.) und Lukas Kebernik (27.) nicht erzielen.

Völlig überraschend waren es dann die Gäste aus der Kesselstadt, die den Spielverlauf mit ihrer ersten nennenswerten Angriffsbemühung kurz vor der Halbzeit gnadenlos auf den Kopf stellen konnten: Dank eines Schusses aus 20 Meter, der im Eck einschlug, markierte der VfB den 0:1 Halbzeitstand (33.). Sinnbildlich kamen die Hausherren im direkten Gegenanzug erneut zu einer dicken Möglichkeit, nach einer Flanke von Vasco Walz konnte Bennet Fietkau seinen Kopfball aber nur an die Latte setzen.

Nichtsdestotrotz wollten die Hausherren auch im zweiten Durchgang an der außergewöhnlichen Leistung aus der ersten Hälfte anknüpfen. Doch früh erfuhren die motivierten Karlsruher die kalte Dusche: Erneut war es ein Fernschuss, der zunächst an den Pfosten knallte und anschließend vom Kopf des KSC-Keepers mehr als unglücklich ins Tor rollte, der den Gästen den zweiten Treffer bescherte (37.). Mit einer vorbildlichen Moral und absolutem Siegeswillen versuchte der Karlsruher Sport Club aber auch nach diesem zweiten Nackenschlag alles, um doch noch mit Punkten aus dem Derby zu gehen. So konnte der eingewechselte Matias Ivanillson den Anschlusstreffer erzielen, nachdem er den Ball zuvor selbst eroberte und ihn wenige Momente später ins Tor hämmerte (51.). Nun erhöhten die Gastgeber erneut die Drehzahl und setzten alles daran mit bärenstarkem Willen den Ausgleich im Derby zu erzielen. Sinnbildlich dafür sollte zehn Minuten vor Ende der Partie Vasco Walz in Aktion treten: Mit vollem Körpereinsatz gelang es ihm den Torhüter zu überlupfen und den Ball mit letzter Kraft und aller möglichen Wucht ins Stuttgarter Tor zu köpfen – ein Willenstreffer zum hochverdienten Ausgleich (62.).

In der 68. Minute eröffnete sich dann sogar die Chance, das Spiel komplett zu drehen: Matias Ivanillson konnte sich über links bis zur Grundlinie durchtanken und einen Rückpass auf Jakob Distelzweig spielen. Der Ball konnte hierbei aber gerade noch von einem VfBler auf der Linie geklärt werden, sodass es am Ende bei einem mehr als verdienten 2:2 Unentschieden aus Karlsruher Sicht bleiben sollte.

Fazit des Trainerteams Erceg/Kleinschmidt:

„Die Jungs hatten heute die Chance als U15 nach 7 Jahren im Rahmen der Regionalliga erstmals gegen den VfB zu punkten. Das war unser Ziel und die Jungs haben dieses Ziel durch eine fantastische Leistung erreicht. Nach dem zwischenzeitlichen 0:2 fühlt sich das 2:2  heute wie ein Sieg an. Diese tolle Moral und die Art und Weise wie die Mannschaft insgesamt aufgetreten ist, mit vollem Einsatz, Kampf, Laufbereitschaft und Siegeswillen, das ist überragend.“


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