Torfestival zum Saisonstart

Frauen von Lena Trentl

KSC Frauen melden sich im Aufsteiger-Duell eindrucksvoll in Liga 3 zurück und schlagen Memmingen mit 7:3

Wer beim Aufeinandertreffen des Karlsruher SC mit dem FC Memmingen das zurückhaltende Aufeinandertreffen zweier Liganeulinge erwartet hatte, sah sich am Sonntagmittag in Karlsruhe schnell eines Besseren belehrt.

Offener Schlagabtausch in der Startphase

Beide Teams begannen die Partie mit offenem Visier, wodurch sich schon von Beginn an auf beiden Seiten Chancen ergaben.  Um ein Haar resultierte daraus der Fehlstart für die Gastgeber, denn nach knapp 5 Minuten zappelte der Ball schon im Netz der Blau-Weißen. Memmingens Torjubel wurde allerdings jäh von Linienrichter Rafal Krolik unterbrochen der auf Abseits entschied. Die klareren Angriffsaktionen hatten allerdings die Frauen des KSC, die diese Überlegenheit nach 12 Minuten zum erleichternden Angriffstreffer nutzen konnten. Melina Kustermann dribbelte im hohen Tempo von Halbrechts in den Strafraum, nahm sich ein Herz und ließ Jennifer Neeles im FCM Tor keine Chance.

KSC Überlegenheit nimmt weiter zu

Mit dem ersten Treffer verfestigte sich auch die spielerische Überlegenheit der Karlsruherinnen zunehmend. Memmingen ließ den Gastgeberinnen in der gegnerischen Hälfte ungewöhnlich viel Raum und so war es für die Karlsruher Offensivreihe ein Leichtes, immer wieder in gefährliche Kombination zu kommen. So auch in der 20. Minute als Stephanie Krauth, die als hängende Spitze auflief, die alleinige Sturmspitze Melissa Zweigner mit einem wunderschönen Pass bediente. Zweigner blieb eiskalt, umspielte Memmingens Torhüterin und schloss zum 2:0 ab. Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann ein ungewöhnliches Bild. Nach einer schönen Flanke der aufgerückten Außenverteidigerin Elli Cramer, vollendete mit Franziska Spaderna ausgerechnet eine der kleinsten Spielerinnen per Kopf.  Als vermeintlich schon nach 45 Minuten die Messe in Sachen Spielausgang gelesen schien, nutzte Tanja Romert eine kurze Unachtsamkeit in der KSC Defensive und verkürzte auf 3:1.

Tor Regen reißt nicht ab

Auch nach der Halbzeit blieb das Bild am Wildpark unverändert – Karlsruhe ist spielerisch und läuferisch überlegen und kommt immer wieder zu gefährlichen Chancen. Nach drei schön herausgespielten Treffern in Hälfte Eins, begann dann allerdings die Zeit der Standards. Zunächst hatte Sabrina Esslinger nach einem Freistoß von Elli Cramer  die Lufthoheit im Memminger Strafraum und markierte per Kopf ihren ersten Treffer.  Sechs Minuten später flankt Stephanie Krauth von der linken Seite nach einem Eckball – im Strafraum das gewohnte Bild, Esslinger setzt sich durch und köpft zum 5:1 ins Memminger Gehäuse.

Kurze Schwächeperiode sorgt für Gegentore

Zwischen der 65. und 80. Spielminute zeigten die Karlsruherinnen einige mutmaßlich konzentrationsbedingte Unzulänglichkeiten und gaben den Memmingern die Chance zur Ergebniskorrektur. Dieser Anschein herrschte zumindest nach dem 5:2 Anschluss in der 76. Minute vor. Als die eingewechselte Karolina Fortmann allerdings 2 Minuten später auch noch das 5:3 erzielte wurden die Sorgenfalten auf der KSC Bank größer. Jegliche Bedenken darüber dass sich die Karlsruherinnen diesen Sieg noch nehmen lassen würden räumte dann allerdings erneut Sabrina Esslinger aus die sich den Ball selbst zum Freistoß bereitlegte und aus 20 Metern ihren Hattrick schnürte. Als Karlsruhes Innenverteidigerin Lisa Halm dann in der 87. Minute weit aufgerückt war und mit entschlossener Arbeit gegen den Ball nicht nur den Memminger Gegenstoß vereitelte sondern den Ball nach zwei Ballberührungen aus großer Distanz im Winkel des FCM Gehäuses unterbrachte, war klar das den Karlsruherinnen in der Offensive an diesem Tag so ziemlich alles gelang.


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