Talentteam mit Derbysieg

aKAdemie von Herold

Am vergangenen Samstag gelang der U16-Mannschaft von Tino Naumann und Max Rihm ein verdienter 1:0 (1:0)-Sieg beim Südbadischen Rivalen aus Freiburg.

Mit drei Oberliga-Niederlagen im Gepäck reisten die U16-Junioren in den Breisgau, um endlich wieder einen Dreier zu landen. Den spielerisch leicht überlegenen Gastgebern trat man mit großem läuferischen und kämpferischen Einsatz entgegen. Aus einer stabilen Defensive heraus sorgten die Karlsruher immer wieder durch Kontergelegenheiten für Torgefahr. Einen dieser Gegenstöße konnte man bereits in der 9. Spielminute zur 1:0-Führung nutzen. Aus einer Gegenpressing-Situation heraus zeigten die Wildparkjungs eine hervorragende Kombination über Luca Fritz, David Horn, Evangelos Batsios und Dominik Grill. Grill schloss schließlich einen präzisen Rückpass von Batsios überlegt zum vielumjubelten ersten Treffer seit drei Oberliga-Spielen ab.

Trotz des Tores oder gerade deswegen gestaltete sich das folgende Spielgeschehen ähnlich dem der ersten Minuten. Die Breisgauer machten das Spiel und der KSC verteidigte mit viel Einsatz. Darüber hinaus setzte man immer wieder Nadelstiche nach vorne. Leider waren die letzten Pässe – drei Mal in Persona Janik Wolfs – oder der Abschluss – je ein Mal von Horn und Batsios – zu ungenau und/oder zu überhastet. Vor allem die Torchance von Batsios (20. Min.) hätte für die beruhigende 2:0-Führung sorgen können. Stattdessen musste man bei den gefährlichen Angriffen der Gastgeber mehrmals den Atem anhalten. Häufig begannen diese Offensivaktionen über unsere linke Seite. Hier sah Dustin Link seinen Gegenspieler oft nur von hinten. Außerdem sorgten die Standards der Freiburger stets für Gefahr. Dass es bis zur Halbzeitpause bei der knappen Führung blieb, lag neben den sehr präsenten Innenverteidigern Konstantinos Tolios und Fritz an dem alles überragenden Levin Progl im Tor des KSC.

Nach der eindringlichen Halbzeitansprache des Trainers folgte der guten ersten Hälfte ein noch etwas besserer zweiter Spielabschnitt. Der vielbeinige Karlsruher Abwehrverbund ließ noch weniger zu, die Ballgewinne im Mittelfeld mit anschließenden Tempo-Gegenstößen häuften sich und die Zuversicht, das Spiel zu gewinnen stieg. Auch die Konter wurden in den zweiten 40 Minuten besser zu Ende gespielt. Leider fehlte bei den Abschlüssen von Tim Ronecker (44. Min., nach einem Solo), Grill (50. Min, nach Dribbling von Horn), Batsios (51. Min., nach Rückpass von Link), Wolf (60. Min., nach einer abgewehrten Ecke) und wiederum Batsios (62. Min., nach Pass von Denis Gudzevic) und Grill (64. Min.) die nötige Kaltschnäuzigkeit und Souveränität vor dem gegnerischen Gehäuse. Dementsprechend musste der Karlsruher Anhang bis zur letzten Sekunde um den Sieg zittern. Obwohl man kaum Torchancen des SC zuließ, waren die Freiburger mit ihren Dribblings in Richtung des gegnerischen Strafraums immer brandgefährlich. In zwei Situationen, in denen der Ball jeweils hinter die KSC-Abwehr gespielt wurde, hatte man riesiges Glück: Einmal jagt ein SC-Spieler den Ball am langen Pfosten aus 5m über das Tor (58. Min). Bei der zweiten Aktion schiebt ein Freiburger den Ball am zweiten Pfosten ins Tor, steht dabei aber im Abseits (65. Min.). So blieb es nach 83 Minuten beim verdienten 1:0 für den KSC, der damit den ersten Schritt aus seiner (Mini)-(Ergebnis)-Krise gemacht hat.


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