SV Wacker Burghausen Karlsruher SC
(ruf) In einer schwachen Zweitligabegegnung trennten sich Wacker Burghausen und der KSC am Sonntagnachmittag torlos mit 0:0. Vor 5.000 Zuschauern im Wacker Sportpark enttäuschten vor allem die Karlsruher, die den Erwartungen nicht gerecht werden konnten. Damit warten sowohl der Regionalligaaufsteiger als auch die Blau Weißen weiterhin auf ihren ersten Sieg in der diesjährigen Zweitligasaison.
KSC Trainer Stefan Kuntz mußte seine Formation gezwungenermaßen auf zwei Positionen umstellen. Nachdem Bruno Labbadia am vergangenen Montag in der Partie gegen den 1. FC Köln die Rote Karte gesehen hatte und daraufhin für vier Pflichspiele gesperrt wurde, rückte für ihn Clemens Fritz in die Anfangsformation. Er bildetete zusammen mit Daniel Graf das Angriffsduo. Christian Hassa laboriert noch an einer Knieverletzung, Marco Engelhardt lief am heutigen Nachmittag für ihn auf. Die Viererkette, die gegen Köln einen positiven Eindruck hinterließ, blieb bestehen.
Wacker Coach Rudi Bommer veränderte seine erste Elf im Vergleich zur 1:2 Niederlage bei Eintracht Trier nur auf einer Position im Mittelfeld. Der erst am Dienstag verpflichtete Sloweninsche Nactionalspieler und WM Teilnehmer Rajko Tavcar erhielt den Vorzug vor Youssef Mokhtari.
Den besseren Start in die Begegnung erwischten die Gastgeber. In der neunten Minute kam Younga Mouhani nach einer Flanke Tavcars allerdings nicht richtig an den Ball, so dass dieser eine leichte Beute für Thomas Walter war. Auch zwei Burghausener Ecken brachten die Abwehr des KSC in keine große Bedrängnis. Die Gäste aus der Fächerstadt kamen das erste und in der ersten Halbzeit das einzige Mal durch einen Freistoß vor das Burghausener Tor. Bernhard Trares legte den Ball auf Danny Fuchs ab, welcher ihn aber wieder an einen Gegenspieler verlor. Die größte Chance in der ersten Halbzeit hatte Toralf Konetzke nach einem Zuspiel von Martin Oslislo. Er spitzelte den Ball aber am Karlsruher Tor vorbei. Auch zwei weiterere Chancen ließen die Gastgeber ungenutzt: Matthias Örums Freistoss landete direkt in Thomas Walters Armen (29.) und bevor Toralf Konetzke zum Schuss kam, konnte Thorsten Kracht noch zur Ecke klären. (34.). Kracht war es auch, der eine Minute vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Lutz Wagner einen Burghausener Freistoss entschärfen konnte.
Auch nach der Pause änderte sich das Chancenbild kaum, in der 49. Spielminute rettete den KSC nur noch der Pfosten vor einem Rückstand. Mouhani hatte nach einem schönen Zuspiel Martin Forkels nur das Aluminium getroffen. Danach verflachte das Spiel weiter, erst ein Angriff in der 60. Minute brachte den Burghausenern einen Eckball ein, welchen Thomas Walter nicht richtig festhalten konnte. Aber auch hierraus wußten die Gastgeber nichts Verwertbaren zu erzielen. In der 73. Minute versprang Toralf Konetzke wenige Meter vor dem Tor freistehend der Ball nach einer Hereingabe von Youssef Mokhtari.
In der 78. Minute schaffte es dann der KSC mal wieder vor das gegnerische Tor. Bernhard Trares, der heute seinen 37. Geburtstag feiert, trat die erste Ecke für die Karlsruher, aus welcher aber keine große Gefahr im Burghausener Strafraum entstand. Torchacen wurden gegen Ende der Partie Mangelware, lediglich zwei weitere Eckbälle für den KSC sprangen noch heraus. Den ersten konnte Torhüter Kay Wehner problemlos entschärften (88.), ein Fernschuss Daniel Grafs im Anschluss an die zweite Ecke ging über das Tor (90.).
Stefan Kuntz zeigte sich nach dem Abpfiff mit dem Ergebnis aufgrund der Chancenlage zufrieden. Einverstanden war er aber keineswegs mit der Leistung in der Offensive, lediglich die Abwehr habe taktische Disziplin gezeigt und so Schlimmeres verhindert.











